CDU live: Laschet, Röttgen und Merz im Duell - Wer wird Kanzlerkandidat?

Wer wird neuer CDU-Vorsitzender und danach Kanzlerkandiat? Armin Laschet, Norbert Röttgen und Friedrich Merz stellen sich den Mitgliedern live im Kandidaten-Duell.
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Söder dämpft Hoffnungen auf Corona-Lockerungen - Seitenhieb auf NRW-Chef Laschet
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Armin Laschet


Armin Laschet wurde am 18. Februar 1961 in Aachen geboren. Seit 1979 ist Laschet Mitglied in der CDU und bekleidete seitdem zahlreiche Ämter. 2005 war er erstmals Minister in NRW. Als Spitzenkandidat führte er die NRW-CDU erfolgreich in die Landtagswahl 2017 und ist seitdem Ministerpräsident im größten deutschen Bundesland. 2021 tritt er als Kanzlerkandidat für die CDU bei der Bundestagswahl an.

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Die zweite Coronavirus-Welle rollt auf Nordrhein-Westfalen zu. Massenhafte Neuinfektionen im Hotspot Hamm sowie in Bielefeld und Emsdetten treiben die Zahlen in die …
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Unterricht in NRW: Laschet fordert Corona-Check an allen Schulen

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Bundespräsident Steinmeier besucht am 21. November Altena

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100 Ja-Stimmen im ersten Wahlgang: Armin Laschet NRW-Ministerpräsident

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Koalitionsvertrag für NRW steht: CDU und FDP einig

Düsseldorf - Für zwei Parteien, die nach Einschätzung von FDP-Chef Christian Lindner nicht "Wunsch-Koalitionspartner" waren, ist es eine Blitz-Einigung. Nicht einmal …
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Live-Ticker: CDU und FDP geben sich am Tag danach gelassen

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Kraft und Laschet im TV-Duell: Streit über Jäger, Konsens zum Thema Flüchtlinge

Köln - Das Duell der Kandidaten für den NRW-Ministerpräsidentenposten ist gelaufen. Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) und Herausforderer Armin Laschet (CDU) …
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Armin Laschet

Armin Laschet wurde am 18. Februar 1961 in Aachen geboren - sein rheinischer Akzent ist unverkennbar. Gemeinsam mit drei Brüdern und seinen Eltern lebte die Familie im Aachener Ortsteil Burtscheid. Laschet studierte Rechts- und Staatswissenschaften und legte das erste juristische Staatsexamen ab. Zwischen 1987 und 1994 arbeitete er als Journalist unter anderem für den Bayerischen Rundfunk und eine Kirchenzeitung.

Armin Laschet: Familie mit Ehefrau Susanne und drei Kindern


Schon im jugendlichen Alter lernte Armin Laschet seine Frau Susanne kennen. Die beiden heirateten im Jahr 1985 und bekamen in den folgenden Jahren drei gemeinsame Kinder: Johannes Laschet, Eva Laschet und Julius Laschet. Die Familie lebt auch noch heute in Aachen im Ortsteil Burtscheid, verrät Laschet auf seiner Internetseite. Seine Kinder sind bereits ausgezogen, kommen laut Armin Laschet aber oft zu Besuch.

Armin Laschet: Sohn Johannes Laschet ist Blogger und Model


Der Erstgeborene von Armin Laschet steht wie sein Vater in der Öffentlichkeit. Der 31-jährige Johannes Laschet ist Model, Blogger und Influencer und hat auf Instagram über 90.000 Follower. Dort bezeichnet sich Johannes Laschet als „Enthusiast Of Classic Menswear“ und nennt sich „Joe Laschet“. Der 31-Jährige begleitet nach eigenen Aussagen seinen Vater Armin gerne beim Einkaufen von Kleidung.
Johannes Laschet hat wie sein Vater Rechtswissenschaften in Bonn studiert. Er wird aufgrund seines Aussehens oft mit Hollywood-Schauspieler Ryan Gosling verglichen. Seit 2015 ist er auch Instagram aktiv. Seine Fo+B8llowerschaft vergrößert sich nicht zuletzt durch seinen prominenten Namen. Dass er oft mit seinem Vater in Verbindung gebracht wird, stört ihn nach eigenen Aussagen überhaupt nicht.

Armin Laschet: War Karl der Große ein Vorfahre?


Eine Überraschung verrieten die Journalisten Tobias Blasius und Moritz Küpper in ihrer 2020 erschienenen Biografie über Armin Laschet. Der Ministerpräsident stamme womöglich direkt von Karl dem Großen ab. Der Kaiser lebte im 8. und 9. Jahrhundert und hatte seine Hauptresidenz in Aachen. Er war einer der wichtigsten Herrscher des Mittelalters und galt schon damals als Vater Europas.
Laut Biografie von Armin Laschet könnte seine Familie eine direkte Verbindung zu Karl dem Großen haben. Laschet ist ein großer Bewunderer des damaligen Kaisers und hat sogar eine Büste des mächtigen Herrschers in seinem Büro. In seiner Biografie heißt es: „Als gebürtiger Aachener möchte man von Karl dem Großem abstammen, und die Wahrscheinlichkeit ist gegeben.

Armin Laschet: Seine Karriere in der CDU


Eine Gemeinsamkeit mit Karl dem Großen hat Armin Laschet: Der Aachener ist ein Machtmensch. Bereits 1979 trat er als 18-Jähriger in die CDU ein. Es folgte eine eindrucksvolle Karriere
1989: Armin Laschet zieht für die CDU in den Stadtrat Aachen ein und bleibt dort bis 2004 Mitglied
1994: Armin Laschet zieht in den Bundestag ein, verliert das Mandat aber wieder im Jahr 1998
1999: Armin Laschet wird zum Europaabgeordneten gewählt
2005: Armin Laschet wird unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration in NRW. Seine Amtszeit endet 2010, als die SPD die Landtagswahl gewinnt
2012: Armin Laschet wird Vorsitzender CDU in NRW und im gleichen Jahr stellvertretender Vorsitzender der Bundes-CDU
2017: Armin Laschet wird Ministerpräsident, nachdem die CDU die Landtagswahl in NRW gewinnt Armin Laschet: Seine Karriere in der CDU

Armin Laschet: Ministerpräsident in NRW


Als Armin Laschet im Jahr 2017 Ministerpräsident in NRW wurde, war es quasi eine Wahl im zweiten Anlauf. Laschet war 2005 Minister unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers geworden. Die CDU unterlag allerdings bei der Landtagswahl 2010. Die SPD bekam mit Spitzenkandidatin Hannelore Kraft die meisten Stimmen. Gemeinsam mit den Grünen bildeten sie eine Regierung.
Im Anschluss an die Wahlniederlage suchte die CDU einen neuen Vorsitzenden in NRW. Zur Wahl standen Armin Laschet und Norbert Röttgen. Mit knapp 55 Prozent der Stimmen setzte sich Röttgen in der Abstimmung durch. Der führte die CDU zur nächsten Landtagswahl im Jahr 2012 in NRW. Röttgen scheiterte mit einem katastrophalen Ergebnis und trat als Vorsitzender der NRW-CDU zurück. Armin Laschet war über die Landesliste in den Landtag eingezogen und wurde anschließend Parteivorsitzender sowie Fraktionsvorsitzender im NRW-Landtag.
Als Zwischenkandidat führte Armin Laschet die CDU dann in die Landtagswahl 2017. SPD und Grüne verloren ihre Mehrheit. Die CDU als stärkste Partei ging ein Bündnis mit der FDP ein. Armin Laschet wurde am 27. Juni 2017 zum Ministerpräsidenten in NRW gewählt.

Armin Laschet: Liberal mit Schwerpunkt Sicherheit und Bildung


Armin Laschet gilt in der CDU als liberal. Viele politische Beobachter sind sich sicher, dass Laschet bei der Suche nach Koalitionspartnern wenig dogmatisch ist. Eine schwarz-grüne Koalition sei mit Laschet ebenso möglich wie eine Große Koalition. Bei der AfD vertritt Laschet dagegen eine ganz klar ablehnende Meinung. Während seiner Zeit als Integrationsminister wurde oft als „Türken-Armin“ über ihn gespottet. Laschet betonte immer wieder, dass religiöse und kulturelle Vielfalt keine Last, sondern eine Chance für NRW sei. Mit der Wahl zum Ministerpräsidenten setzte Laschet klar auf einen Schwerpunkt beim Thema Innere Sicherheit. In einer Regierungserklärung sprach er von einer „Null-Toleranz-Linie“ gegenüber denjenigen, die das Asylrecht missbrauchen. Das Polizeigesetz seiner Regierung wurde zum „Musterpolizeigesetz“ für den Bund. Hier ging es unter anderem um mehr Rechte für die Polizei und das „Predictive Policing“, also die vorhersagende Polizeiarbeit.
Ebenso hebt Armin Laschet das Thema Bildung hervor. Er selbst stammt aus einer Familie, bei der Bildung ein Schlüssel war. Sein Vater hatte seine berufliche Karriere als Bergmann begonnen und qualifizierte sich weiter zum Lehrer. „Aufstieg durch Bildung“ müsse möglich sein in NRW. Zudem kehrte NRW unter der CDU-FDP-Regierung zum G9-Abitur zurück.

Armin Laschet: Kontroverse um Handeln in der Corona-Krise


In der Corona-Krise hat Armin Laschet viel Kritik einstecken müssen. Zu Beginn der Krise galt der NRW-Ministerpräsident als zu „lasch“, vor allem im direkten Vergleich mit seinem Ministerpräsidentenkollegen Markus Söder (CSU). Später wurde vor allem die Schulpolitik der Laschet-Regierung im Zusammenhang mit der Coronakrise zum Mittelpunkt der Kritik. Einen Vorstoß seiner Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) zum Wiederbeginn des Grundschulunterrichts nach dem ersten Lockdown kassierte Armin Laschet höchstpersönlich. Im Angesicht der zweiten Welle ist Laschet strikter Verfechter des Präsenzunterrichts.
Überhaupt wandelt sich Armin Laschet im Verlauf der Pandemie vom Abwäger zum strengen Mahner. Als Bund und Länder im November die Regeln bis Weihnachten verschärfen, wird der NRW-Ministerpräsident nicht müde, die Notwendigkeit der Maßnahmen zu unterstreichen. Dabei ist die Wortwahl des CDU-Politikers mitunter ungeschickt; so erntet er Kopfschütteln und Häme, als er den Menschen voraussagt, das kommende Weihnachtsfest könnte womöglich das härteste Weihnachten werden, dass die Nachkriegsgeneration je erlebt habe.