Auftritt bei Markus Lanz

Kommt die Testpflicht für Schüler in NRW? Armin Laschet droht Verweigerern

Wie geht es an den Schulen in NRW weiter? Auch darüber diskutierte Ministerpräsident Armin Laschet im ZDF-Talk bei Markus Lanz. Der CDU-Vorsitzende drohte mit verpflichtenden Schnelltests.

Seit einigen Wochen sitzen die Schüler nun wieder in den Unterrichtsklassen. Im Februar begann in NRW wurde der Präsenzunterricht fortgesetzt – und das, obwohl noch nicht ausreichend Corona-Schnelltests in Deutschland verfügbar waren. Aufgrund steigender Neuinfektionen wird nun nicht nur über das weitere Vorgehen bezüglich der Schulen diskutiert, sondern auch darüber, wie mit Test-Verweigerern umzugehen ist, wie msl24.de* berichtet.

BundeslandNRW
Einwohner17,93 Millionen
LandeshauptstadtDüsseldorf

Armin Laschet droht bei Markus Lanz mit verpflichtenden Tests an NRW-Schulen

So auch bei Markus Lanz am Dienstag (30. März) im ZDF. Dort war NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu Gast, der nicht nur die bohrenden Fragen des Moderators zum viel diskutierten Interview von Angela Merkel bei Anne Will beantworten musste. Viel geredet wurde auch über die Corona-Politik und insbesondere über die Situation an den Schulen in Nordrhein-Westfalen.

Die Schulöffnungen im bevölkerungsreichsten Bundesland kamen nicht überall gut an: So drohten einige Eltern in NRW einen Boykott, da es nicht annähernd genug Testungen gab, um die Schüler vor dem Coronavirus* zu schützen. Bei Markus Lanz brachte Armin Laschet nun eine mögliche Testpflicht an den Schulen ins Spiel. „Jetzt werden wir überlegen müssen, ob wir eine Testpflicht einführen. Denn es kann natürlich nicht jedes Kind für sich dann sagen, ich lasse mich einfach nicht testen“, reagierte der Ministerpräsident im ZDF auf die Tatsache, dass viele Kinder das Testen verweigerten.

Armin Laschet bei Markus Lanz: Bleiben Schulen in NRW nach Ostern geschlossen?

Sollte es nach Ostern nicht besser werden, drohte Armin Laschet*: „Dann wird es eine Testpflicht geben.“ Grund sei, dass sich in der dritten Welle viel mehr Kinder aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr durch die britischen Coronavirus-Mutationen* infizieren würden. Die SPD im Düsseldorfer Landtag sprach sich zuvor dafür aus, dass die Schnelltests auch von zu Hause aus gemacht und an den Schulen gegen einen neuen ausgetauscht werden könnten.

Sollten weiterhin zu viele Kinder das Testen verweigern, könnte an den Schulen die Testpflicht eingeführt werden. (Symbolbild)

„Schülerinnen und Schüler, die keinen Test durchführen wollen, bleibt die Teilnahme am Distanzunterricht“, betonte Jochen Ott, Bildungsexperte der SPD. Das Land NRW hatte vor wenigen Wochen verkündet, bis zu den Osterferien 1,8 Millionen Corona-Schnelltests für die Schulen bereitzustellen. Aufgrund der derzeit rasant steigenden Corona-Zahlen stellte Armin Laschet bei Markus Lanz zudem die Frage in den Raum, ob die Schulen nach den Osterferien überhaupt wieder öffnen werden. Dieses Szenario müsse gemeinsam mit den anderen Bundesländern diskutiert werden, so der Ministerpräsident. Am Montag (19. April) brach ein Schüler an einem Gymnasium in Paderborn bei einem Corona-Selbsttest zusammen*, die Schule gab jedoch schnell Entwarnung. (*msl24.de, owl24.de und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare