Bewerber um CDU-Voristz

Armin Laschet: Kanzlerkandidat Markus Söder? Überraschende Worte des NRW-Landeschefs

Verzichtet Armin Laschet (CDU) im Falle des Falles auf die Kanzlerkandidatur? Der NRW-Ministerpräsident wollte Markus Söder (CSU) nicht grundsätzlich ausschließen.

Hamm - Armin Laschet (CDU) kämpft um den Vorsitz der Bundes-CDU - um dann als Kanzlerkandidat der Union in die Bundestagswahl 2021 ins Rennen zu gehen. So war und ist wohl die allgemeine Denke. Umso überraschender sind nun die Worte des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen.

NameArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961 in Aachen
Ehepartnerin Susanne Laschet
Partei Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Ernst oder Strategie? Armin Laschet schließt jedenfalls den Chef der Schwesterpartei CSU - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder - als gemeinsamen Unions-Kanzlerkandidaten nicht grundsätzlich aus. „Wir werden das zusammen erörtern“, sagte Laschet bei der Vorstellung einer Neuauflage einer Biografie über Markus Söder.

Armin Laschet: Kanzlerkandidat Markus Söder? NRW-Ministerpräsident mit überraschender Aussage

Armin Laschet ergänzte: „Und ich finde, ein CDU-Vorsitzender sollte auch den Respekt vor der Schwesterpartei aufbringen, dass man sagt, prinzipiell: Es ist beides denkbar. Die beiden Präsidien zusammen werden einen Vorschlag machen. So war das immer in den letzten Jahren.“

Wenn ein CDU-Vorsitzender ausschließen würde, dass ein CSU-Vorsitzender der gemeinsame Kanzlerkandidat wird, „gehört das nicht zur Fairness, die wir brauchen“, betonte Armin Laschet, der derzeit mit dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen, der in den Umfragen zuletzt aufholte und als Außenseiter-Kandidat gilt, um den CDU-Vorsitz kandidiert und deshalb als möglicher Kanzlerkandidat gilt.

„Als erstes wird Kanzlerkandidat der Union der, von dem wir alle glauben, dass er die größten Chancen hat zu gewinnen.“, ergänzte Armin Laschet. Er fügte hinzu: „Das bemisst sich allerdings nicht nur an Umfragen. Wir haben gerade erlebt: Die Umfragen von Markus Söder waren mal die schlechtesten in Deutschland, jetzt sind es die besten. Umfragen schwanken hin und her.“

Armin Laschet: NRW-Ministerpräsident schließt eigene Kanzlerkandidatur nicht aus

Armin Laschet verwies darauf, dass er einst auch gegen die in Umfragen weit vorne liegende SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gewonnen habe. Man müsse bei seinen Themen bleiben, weitergehen - und könne trotzdem eine Wahl gewinnen, sagte der CDU-Politiker. Mit Blick auf das dort beheimatete Umfrageinstitut fügte Armin Laschet hinzu: „Deshalb wird nicht in Allensbach entschieden, wer Kanzlerkandidat wird.“

Darüber hinaus sprach such Armin Laschet dafür aus, den gemeinsamen Kanzlerkandidaten erst nach den Landtagswahlen im März zu küren. „Ab dann sollte man sich mal näher mit dem Gedanken befassen.“ Den Zeitpunkt müsse man sich jedenfalls „sorgsam überlegen“. „Ich halte die Idee Frühjahr für eine kluge.“

Außerdem gebe es, so Armin Laschet, ja noch eine amtierende Kanzlerin - auch deshalb sei die Überlegung, dass der Zeitraum bis zur Wahl nicht zu lange sein sollte, richtig. Und die SPD habe „viel zu früh nominiert“, und es habe ihr nichts gebracht. dpa/mg

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

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