Polizei ermittelt im Sauerland

Schrecklicher Fund: Sterbendem Tier steckt Armbrust-Pfeil im Bauch - Schlimmer Verdacht

Dieser Armbrust-Pfeil hatte sich in die Eingeweide des Damwilds gebohrt.  
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Dieser Armbrust-Pfeil hatte sich in die Eingeweide des Damwilds gebohrt.  

Ein Jäger entdeckte in Herscheid im Sauerland ein sterbendes Tier. Als er sich nähert, ist er geschockt.

  • Ein Jäger im Sauerland machte eine schockierende Entdeckung.
  • Er fand bei Herscheid (NRW) ein sterbendes Tier.
  • In der Flanke steckte ein professioneller Armbrust-Pfeil.

Herscheid (NRW) - Schockierender Fund in Herscheid im Sauerland (NRW): Ein Jäger entdeckte auf dem Gang durch sein Revier ein sterbendes Stück Damwild. In seiner Flanke steckte ein professioneller Armbrust-Pfeil, wie Come-On.de* berichtet.

Wilderer erlegen Damwild im Sauerland mit Armbrust-Pfeil

Am Sonntagmorgen (12. Juli) gegen 10 Uhr entdeckte der Jäger im Bereich Jägerhof/Hardt in Herscheid das auf der Wiese liegende weibliche Stück Damwild (etwa ein Jahr alt). Wie schwer es verletzt war, merkte der Jäger, als er näher an das Tier herantrat: Es war schon zu schwach, um einen Fluchtversuch zu unternehmen.

So fand der Jäger in Herscheid (NRW) das sterbende Damwild. In seiner Flanke steckte ein Armbrust-Pfeil.

Im Bauch des Damwilds steckte ein Pfeil, dessen Spitze sich in die Eingeweide des Tieres gebohrt hatte. Bei dem Pfeil handelte es sich um einen professionellen Pfeil für eine Armbrust. Das Tier war nicht mehr zu retten. Der hinzugerufene Jagdaufseher erschoss es.

Beim verendeten Tier handelt es sich um ein so genanntes Schmaltier, also ein Weibchen, das zur Tatzeit noch nicht gekalbt hatte.

Totes Damwild in Herscheid (NRW): Polizei ermittelt wegen Wilderei und Tierquälerei

Der Jäger alarmierte die Polizei im Märkischen Kreis. Sie sicherte den Armbrust-Pfeil und ermittelt nun wegen Jagdwilderei und Tierquälerei. Dem Täter drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.

Erste Ermittlungen bestätigen den Verdacht, dass es sich um einen Bolzen mit Jagd-Spitze handelt, der auch nur durch eine entsprechende Armbrust verschossen werden kann.

Es ist noch unklar, ob das Tier an seinem Fundort, direkt an der viel befahrenen L561 zwischen Lüdenscheid und Herscheid, beschossen wurde oder ob sich der Tatort an anderer Stelle befindet. Das soll mit einem speziell für das Nachsuchen von verletztem Wild ausgebildeten Schweißhund geklärt werden.

Jäger schockiert: Lockt Nähe zur Autobahn A45 Wilderer an? 

Der Revierpächter Dirk Hebeler und der Leiter des Hegerings Herscheid Dr. Matthias Dunkel zeigten sich bestürzt über so viel Brutalität gegen ein Wildtier. Die unmittelbare Nähe zur Autobahn A45* sei sicherlich förderlich für professionelle Jagdwilderei, sagten sie.

Alle Revierinhaber des Hegerings werden gebeten, in ihren Revieren auf verdächtige Begebenheiten - wie etwa nächtlichen Autoverkehr auf Wald- und Feldwegen oder auch Schüsse - zu achten. Hinweise auf die Täter liegen bisher nicht vor. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei in Plettenberg zu melden (02391/9199-0).

Tierquälerei ist leider keine Seltenheit. Kater Fogo aus Drensteinfurt (NRW) starb offenbar unter Qualen. Ein Röntgenbild der Katze zeigt Fürchterliches*. Ein oder mehrere Täter haben in Hamm zwei Stuten vergewaltigt*. Die Tierschutzorganisation Peta will Belohnung für Hinweise zahlen. - *Come-On.de und WA.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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