Hollenrath und Udenbreth

Nach Ansturm auf Winterberg: Schnee lockt unzählige Touristen in die Eifel

Wie in Winterberg im Sauerland warnen jetzt auch die Wintersportgebiete um Udenbreth und Hollerath in der Eifel vor einem Besuch von Tagestouristen. Auch hier liegt Schnee.

Hellenthal - Nach Winterberg im Sauerland hat jetzt auch die Gemeinde Hellenthal in der Eifel an Touristen mit Schnee-Sehnsucht appelliert, nicht mehr zu kommen. „So gerne wir die Gäste grundsätzlich haben, so appellieren wir jetzt an die Rücksichtnahme, möglichst nicht zu kommen“, sagte Bürgermeister Rudolf Westerburg (parteilos) am Dienstag der dpa.

Rund um die Orte Udenbreth und Hollerath seien alle Parkplätze belegt, teilte die Gemeinde auf ihrer Internetseite mit. „Auch das Parken entlang der Bundesstraße ist nicht mehr möglich“, hieß es. Sanitäre Einrichtungen seien „leider keine“ vorhanden.
Dienstag sei bereits der vierte Tag in Folge mit einem „extremen Besucheransturm“, so Westerburg. Er schätzte, dass in den vergangenen Tagen jeweils etwa 1500 bis 2000 Besucher in die Region gekommen sind. Stau auf den Zufahrtsstraßen habe es aber nicht gegeben.

Viel Schnee und richtige Winter-Stimmung gibt es auch im Sauerland: Trotz Corona nutzen viele Touristen die Tage zwischen Weihnachten und Silvester für Ausflüge. Besonders beliebt ist dabei die Skigebiete in Winterberg und jetzt auch die Eifel. Seit Sonntag gibt es zahlreiche Besucher der Skiorte, obwohl Lifte und Co. aufgrund von Corona geschlossen sein müssen.

Ausflug in den Schnee der Eifel: Touristen sind vor allem Familien mit kleinen Kindern

Westerburg ließ großes Verständnis für die Ausflügler durchblicken: „85 bis 90 Prozent sind Familien mit kleinen Kindern, die einfach mal aus ihren engen Wohnungen rauswollen“, sagte er. Die Menschen kämen aus allen Richtungen, etwa aus Düsseldorf, Neuss, Köln und Belgien, bis zu zwei Autostunden entfernt.

Elf Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien im Einsatz, um die Besucher auf die Einhaltung der Coronaregeln hinzuweisen. Angesprochen würden etwa größere Gruppen. „Die Leute sind alle sehr rücksichtsvoll. Wir haben keine Rüpel oder Pöbeleien. Die Leute sind einfach froh, dass sie einen Ausflug unternehmen können.“ Die meisten kämen nur für zwei, drei Stunden, um ein Naturerlebnis zu haben. „Wir haben auf den Wiesen noch nie so viele Schneemänner gehabt wie am Montag.“

Ein Auto fährt bei Winterberg im Sauerland durch den Schnee.

Trotz der Bitte, nicht zu kommen, veröffentlichte Hellenthal einen „Aktuellen Wintersportbericht“. Die Schneewanderwege seien ausgeschildert und mit dem Schlitten gut begehbar, hieß es dort. „Die Loipen sind jedoch nicht gespurt, da die Schneeverhältnisse dieses noch nicht zulassen.“ Auf dem Berg Weißer Stein (692 Meter) liegen laut Gemeinde 16 Zentimeter Schnee. - lnw mit eB

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen / dpa

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