Drei Kinder betroffen

Anklage: Sexueller Missbrauch von Kindern aus der Verwandtschaft

Ein Polizist steht vor einem Haus.
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Gegen einen 27-Jährigen wurde Anklage wegen schweren Missbrauchs erhoben.

Ein Mann aus NRW ist wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern erneut angeklagt worden. Betroffen sind insgesamt drei Kinder.

Münster - Gegen einen 27-jährigen Mann aus Aachen hat die Staatsanwaltschaft Münster bei der Jugendschutzkammer des Landgerichts Münster Anklage erhoben. Dem Mann wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.

Neben dem sexuellen Missbrauch wird dem Mann auch das Herstellen von kinderpornografischen Schriften vorgeworfen sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Insgesamt sind in der Anklageschrift 18 Handlungen über einen Zeitraum von April 2019 bis Juni 2020 vermerkt.

Anklage: Sexueller Missbrauch von Kindern - Zwei der Kinder kommen aus Dortmund

„Soweit der Verdacht von sexuellen Missbrauchstaten besteht, sollen diese zum Nachteil von insgesamt drei Kindern begangen worden sein“, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft. Zwei der drei Kinder sind Jungen aus Dortmund, die aus dem verwandtschaftlichen Umfeld des Angeklagten stammen. Sie waren zu den angeklagten Zeitpunkten acht bzw. neun Jahre alt.

Einen weiteren - heute elfjährigen - Jungen aus Münster soll der Angeklagte mehrfach und zum Teil schwer sexuell missbraucht haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist der Junge aus Münster auch von weiteren Männern sexuell missbraucht worden.

Gegenstand der Ermittlungen ist auch, welche Verbindung der Angeklagte zu diesen Männern hatte. Es besteht der Verdacht, dass er die Männer 2016 über einen Messenger-Dienst kennenlernte und so der Kontakt zu dem Jungen aus Münster zustande kam.

Anklage: Sexueller Missbrauch von Kindern - Mann soll Bildaufnahmen gefertigt haben

Bei drei Gelegenheiten soll der Angeklagte den Jungen schwer sexuell missbraucht haben. Die angeklagten Geschehnisse sollen sich unter anderem in einer Ferienwohnung in Winterberg sowie in der Wohnung des ebenfalls angeklagten 27-jährigen Münsteraners zugetragen haben.

In 13 Fällen soll der 27-jährige Mann aus Aachen mit seinem Mobiltelefon Bildaufnahmen von den beiden Kindern aus Dortmund gemacht haben. Sie seien damals im Bereich des Unterkörpers unbekleidet gewesen, heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, die sich auf den dringenden Verdacht beruft.

Bei sechs dieser angeklagten Ereignisse soll der Angeschuldigte zudem sexuelle Handlungen an dem achtjährigen Jungen vorgenommen haben.

Anklage: Sexueller Missbrauch von Kindern - Datenträger sichergestellt und ausgewertet

Der dringende Verdacht gegen den Angeschuldigten ergab sich laut Staatsanwaltschaft unter anderem nach der
Auswertung eines Datenträgers des Angeschuldigten, der im Rahmen der Ermittlungen sichergestellt worden war.

Bei einer weiteren Durchsuchung der Wohnung des 27-Jährigen im Juni 2020 wurden zudem eine Dose mit 0,63 Gramm Marihuana sowie ein 3,32 Gramm getrocknetes Cannabis-Strauchwerk sichergestellt.

Der Angeklagte hat sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht geäußert. Der Mann befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen im Gesamtsachverhalt seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Im August kam ein Missbrauchsfall im Christlichen Verein Junger Menschen mit fünf Geschädigten an die Öffentlichkeit, wonach der Angeklagte wenig später tot aufgefunden wurde.

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