Anklage fordert gut sechs Jahre Haft für Islamistenführer Sven Lau

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Prozess Sven Lau

Düsseldorf - Seit acht Monaten wird im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts gegen den Islamisten Sven Lau verhandelt. Nun nähert sich das Verfahren dem Ende. Die Anklage fordert eine jahrelange Haftstrafe.

Im Prozess gegen den bundesweit bekannten Islamistenführer Sven Lau fordert die Anklage sechseinhalb Jahre Haft. 

Die Vorwürfe gegen Lau hätten sich "eindrucksvoll bestätigt", sagte ein Vertreter der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in seinem Plädoyer am Düsseldorfer Oberlandesgericht. Lau sitzt seit 20 Monaten in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Unterstützung der islamistischen Terrormiliz Jamwa vor. Das Gericht hatte darüber hinausgehend den Hinweis erteilt, dass Lau auch als Terrorist des sogenannten Islamischen Staats verurteilt werden könnte.

Die Tatvorwürfe reichen ins Jahr 2013 zurück. Laut Anklage hat Lau zwei Salafisten aus Deutschland mit Hilfe eines Schleusers in die Reihen Jamwas gelotst.

Außerdem soll Lau der Terrormiliz Nachtsichtgeräte und Geld verschafft haben. Sein Verteidiger hatte die Anklage als "juristischen Blindflug" bezeichnet. Lau gilt auch als Initiator der "Scharia-Polizei" in Wuppertal.

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