Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren

Kettler auf dem Weg in eine sicherere Zukunft

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Erfolgreiche Messeauftritte – wie hier auf der IMM Cologne in Köln (Internationale Möbelmesse) – sorgen für Zuversicht bei Kettler.

Werl/Ense - Bedeutsame Etappe auf dem angestrebten Weg zur Rettung des Freizeitartikel-Produzenten Kettler: Das zuständige Amtsgericht Arnsberg hat am Montag das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kettler GmbH eröffnet. Antragsgemäß wurde die Eigenverwaltung angeordnet.

Damit bleibt die Geschäftsführung der Kettler GmbH – verstärkt durch die Generalbevollmächtigten Achim Thomas Thiele und Dr. David Bunzel – für die „im Rahmen des Insolvenzverfahrens erforderlichen Sanierungsmaßnahmen selbst verantwortlich“, heißt es in einer Erklärung.

 Der jetzt zum Sachwalter bestellte Rechtsanwalt Horst Piepenburg überwacht die Geschäfte im Interesse der Gläubiger. Der schon im vorläufigen Verfahren eingesetzte Gläubigerausschuss bleibt weiter im Amt. „Ziel bleibt es, das Verfahren bis zum Jahresende abzuschließen“, sagt der Geschäftsführer der Kettler GmbH, Olaf Bierhoff. 

Bleibt auch während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung Geschäftsführer der Kettler GmbH: Olaf Bierhoff.

Positive Signale in Richtung erfolgreicher Neuausrichtung sende Kettler auch „auf Grund der ausgezeichneten Auftragslage“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit einem Plus von ca. 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeige sich, „dass die Kunden auf das Unternehmen vertrauen“. 

„Kettler ist trotz Insolvenz eine attraktive Marke, die eine hohe Bekanntheit und Reputation beim Konsumenten genießt“, so Bierhoff. 20 Prozent Auftragsplus – diese Zahl kennen Anzeiger-Leser bereits seit einigen Wochen. Sie wurde unserer Zeitung beim Besuch auf der Sportartikelmesse in Köln genannt, auf der Kettler einen von Zuversicht geprägten Auftritt hinlegte. 

Geschäftsbetrieb geht weiter

In einer Mitarbeiterversammlung in der vergangenen Woche waren die Belegschaftsmitglieder über die Besonderheiten für die Zeit ab Eröffnung des Verfahrens unterrichtet worden. Der Geschäftsbetrieb wird auch über die Insolvenzeröffnung hinweg weiterhin fortgeführt. 

Das Amtsgericht hat als Termin zur Unterrichtung der Gläubiger über die Entwicklung seit der Insolvenzantragstellung und über die Befriedigungsaussichten den 15. November anberaumt. Dann werden auch die Forderungen der Gläubiger geprüft werden, die jetzt zur Insolvenztabelle angemeldet werden können. Über Details werden alle Gläubiger durch ein Rundschreiben des Sachwalters unterrichtet. 

Zuversicht beim Sachwalter

Zu der Abberufung und Fragen der Wirksamkeit der Abberufung des Vorstandes der Heinz-Kettler-Stiftung durch das Kuratorium hat der Sachwalter Informationen von der Stiftungsaufsicht erbeten, die ihm noch nicht vorliegen. 

Zu den Aussichten einer Einigung mit der Heinz-KettlerStiftung über deren Einbindung in eine Fortführungslösung, mit dem Ziel, das Unternehmen ab Dezember investorenseitig unabhängig fortzuführen, erklärte Horst Piepenburg: „Ich bin an Zuversicht nicht zu übertreffen.“

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