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Amoktat in Hamm: Waffenverkäufer hatte „komisches Gefühl“

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Von: Frank Lahme

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Trauerflor weht an der Fahne vor der Hochschule.
Trauerflor weht an der Fahne vor der Hochschule. © Andreas Rother

Vier Tage nach der Bluttat an der HSHL-Hochschule in Hamm hat ein weiteres Opfer das Krankenhaus verlassen können. Zudem gibt es ergänzende Informationen zu den Tatwaffen des Angreifers.

Hamm – Eine weitere Studentin (22), die bei dem Amoklauf an der HSHL in Hamm schwer verletzt worden war, hat das Krankenhaus verlassen können. Das erklärte Pressestaatsanwalt Henner Kruse am Dienstag. Damit befindet sich noch eine Person in einer Klinik. Es handelt sich um eine ebenfalls 22-jährige Studentin, die schwere Bauchverletzungen erlitten und notoperiert worden war. Auch sie befinde sich auf dem Weg der Besserung und sei von der Intensivstation auf eine Normalstation verlegt worden, so Kruse.

Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission gehen ferner davon aus, dass der 34-jährige Beschuldigte die Tatwaffen – zwei Küchenmesser – tatsächlich erst kurz vor der Bluttat bei Woolworth in der Hammer Innenstadt gekauft hatte. Das habe der 34-Jährige auch selbst so geschildert, sagte Kruse weiter.

Messer-Angriff an der HSHL: 30-Jährige gestorben

Auch sei er zuvor in einem Waffengeschäft gewesen, um ein Messer zu kaufen. Der Verkäufer habe dies aber abgelehnt. Der Waffenverkäufer habe gegenüber den Ermittlern geäußert, dass er ein „komisches Gefühl“ gehabt habe, als der 34-Jährige in seinem Geschäft gestanden und nach einem Messer gefragt habe. Deshalb habe er dem Beschuldigten nichts verkauft.

Bei der Bluttat am Freitagnachmittag war auf dem Campus eine 30-jährige Lehrbeauftragte erstochen worden. Drei weitere Personen wurden teils erheblich verletzt.

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