„Prime Day“

Kampf für Tarifverträge: Amazon-Mitarbeiter streiken - Auswirkungen auf Kunden?

Bis zu 500 Beteiligte sollen in den kommenden Tagen allein im Amazon-Logistikzentrum in Werne ihre Arbeit niederlegen.
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Bis zu 500 Beteiligte sollen in den kommenden Tagen allein im Amazon-Logistikzentrum in Werne ihre Arbeit niederlegen.

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon haben im Kampf für einen Tarifvertrag ihre Arbeit niedergelegt. Welche Auswirkungen der Streik auf Kunden hat.

Werne - Der Streik im Kampf für einen Tarifvertrag habe am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr in Werne und Rheinberg begonnen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Im Amazon-Versandzentrum in Werne in NRW wurden nach Angaben eines Sprechers bis zu 500 Beteiligte erwartet. In der kleineren Nachtschicht hätten sich in Rheinberg bisher rund 50 Mitarbeiter beteiligt, im weiteren Verlauf rechne er mit 450 Teilnehmenden. Die Gewerkschaft Verdi rief bereits Ende Mai zu einem Streik der Amazon-Mitarbeiter auf.

Insgesamt hat Verdi Beschäftigte in sieben deutschen Amazon-Versandzentren dazu aufgerufen, bis einschließlich Mittwoch die Arbeit niederzulegen. Anlass ist der sogenannte „Prime Day“ des Unternehmens am 21. und 22. Juni, zu dem es mit Sonderangeboten wirbt. Der Konzern rechnet nach eigenen Abgaben nicht damit, dass Amazon-Kunden die Arbeitsniederlegungen zu spüren bekommen. Streiks hätten in der Vergangenheit kaum Auswirkungen gehabt.

Kampf für Tarifvertrag: Amazon-Mitarbeiter streiken wieder

Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie Verhandlungen über einen Tarifvertrag „Gute und gesunde Arbeit“.

Amazon verweist darauf, dass das Unternehmen bereits jetzt „exzellente Bezahlung, exzellente Zusatzleistungen und exzellente Karrierechancen“ biete. Erst vor kurzem hatte der Konzern angekündigt, in seinen deutschen Versandzentren ab Juli einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto einzuführen. Im Herbst 2022 soll dieser auf 12,50 Euro steigen.

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