Werke in Rheinberg und Werne

Streik am Prime-Day: Amazon-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Blick ins Amazon-Logistikzentrum in Werne: Auch hier soll am Prime Day gestreikt werden.
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Blick ins Amazon-Logistikzentrum in Werne: Auch hier soll am Prime Day gestreikt werden.

[Update] Streik bei Amazon: Am Prime Day 2020 haben Mitarbeiter in den Werken in Rheinberg (Kreis Wesel) und Werne die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen.

Werne/Berlin - Zum Beginn einer zweitägigen Rabattaktion bei Amazon haben Beschäftigte mehrerer deutscher Logistikzentren am Dienstag die Arbeit niedergelegt. Amazon sieht nach eigener Aussage keine Auswirkungen: „Die Pakete kommen pünktlich zu den Kunden“, teilte das Unternehmen mit. Anlässlich des sogenannten Prime Days, an dem der Online-Händler mit Sonderangeboten lockt, hatte Verdi Mitarbeiter in den Versandzentren Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg, Werne, Graben bei Augsburg und Koblenz zum zeitlich befristeten Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert schon seit längerem, dass der US-Konzern in Deutschland höhere Löhne zahlt und einen Einzelhandel-Tarifvertrag unterzeichnet.

Streik bei Amazon: Mitarbeiter legen am Prime Day 2020 die Arbeit nieder

Verdi geht davon aus, dass die Zahl der Streikenden deutlich über 2000 liegen werde. Die Arbeitsniederlegung sollte mit den Nachtschichten von Mittwoch auf Donnerstag enden. In Koblenz sollte der Ausstand nach Aussage einer Verdi-Sprecherin schon am Dienstag mit der Spätschicht enden, da hier schon seit Montag gestreikt werde.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass Amazon eine zwischenzeitlich gezahlte Corona-Zulage in eine Gehaltserhöhung umwandelt. „Die Beschäftigten legen seit Beginn der Corona-Pandemie Höchstleistungen an den Tag, oft ohne hinreichenden Schutz“, teilte Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Einzel- und Versandhandel mit.

Die Mitarbeiter von Amazon streiken zum wiederholten Male. - lnw

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