Schließung vor Wochenende

Viele Supermärkte in NRW geschlossen: Aldi, Rewe, Edeka und Co. betroffen

Der Wochenend-Einkauf gerät in Gefahr. Wer am Freitag in NRW bei Aldi, Rewe, Edeka oder Kaufland einkaufen gehen will, könnte böse überrascht werden. Viele Läden sind zu.

Hamm - Das Wochenende steht kurz bevor. Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen gehen traditionell am Freitag fürs Wochenende einkaufen. In dieser Woche könnte den vielen Einkäufern jedoch ein unangenehmer Schock bevorstehen. Denn zahlreiche Filialen von Aldi, Rewe, Edeka, und Co. haben in NRW heute, 27. August, geschlossen. Wieder geht es um einen Streik, nachdem die GDL ja kürzlich schon für einen großen Bahnstreik in Deutschland und NRW gesorgt hatte.

Aldi, Rewe, Edeka und Kaufland heute geschlossen: Viele Filialen von Verdi-Streik betroffen

Konkret ist der Grund für die Schließung von Supermärkten und Discountern ein Verdi-Streik, der auf einem Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und Arbeitgebern im NRW-Einzelhandel fußt. Die Beschäftigten seien in den Tarifverhandlungen hingehalten worden, deshalb sehe sich die Verdi-Verhandlungsführung in der Verantwortung, erneut zu einem Streik aufzurufen. Dieser Streik hat Folgen: Am heutigen Freitag bleiben viele Filialen von Aldi, Rewe, Edeka und Co. entweder ganz geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Eine Lösung in dem Tarifkonflikt ist nicht in Sicht. Der Arbeitgeberverband empfiehlt eine flächendeckende Gehaltserhöhung von 2 Prozent sowie einen Bonus von 300 Euro als Einmalzahlung. Verdi fordert stattdessen 4,5 Prozent mehr Lohn. Außerdem solle es im NRW-Einzelhandel einen Mindestlohn von 12,50 Euro geben. Aktuell befinden sich die Parteien am Verhandlungstisch noch weit auseinander. Gut möglich also, dass es in Nordrhein-Westfalen zu weiteren Streiks und Supermarkt-Schließungen über den Freitag hinaus kommen wird.

Aldi, Rewe, Edeka: Zahlreiche NRW-Supermärkte am heutigen Freitag dicht - 13 Städte betroffen

Die gute Nachricht für Supermarkt-Kunden und leidenschaftliche Einkäufer ist, dass nicht alle Städte von den Streiks betroffen sind. Lediglich in 13 NRW-Städten kann es zu Schließungen oder Teil-Schließungen von Supermärkten und Discountern kommen. Darunter fallen Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Moers, Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen.

Betroffen von den Supermarkt-Schließungen in NRW sind heute also vor allem Ruhrgebiet und Rheinland. Allerdings sind jeweils nur bestimmte ausgewählte Filialen dicht. Kunden sollten sich daher vorab genau informieren, ehe sie bei Aldi, Edeka und Rewe vor verschlossenen Türen stehen.

Schließungen im NRW-Einzelhandel am Freitag: Diese Supermärkte und Discounter sind betroffen

Neben den bereits erwähnten Einzelhandel-Größen wie Aldi, Rewe, Edeka und Kaufland schließen sich auch Real und Marktkauf den Streiks an. Ausgewählte Filialen bleiben am Freitag geschlossen. Manche Filialen bleiben jedoch trotz der Mitarbeiter-Streiks regulär geöffnet. So weist Kaufland darauf hin, dass die Kunden in allen Filialen wie gewohnt ihren Einkäufen nachgehen können.

Betroffen sind übrigens nicht nur Supermärkte und Discounter, sondern auch andere Geschäfte in NRW. Zum Beispiel sind in den oben genannten Städten in Nordrhein-Westfalen ausgewählte Filialen von H&M, Douglas, Primark und Galeria Karstadt Kaufhof am Freitag zu. Wer nicht im Lieblings-Supermarkt einkaufen kann, muss seinen Wochenend-Einkauf daher auf Samstag verschieben oder eine andere Filiale ansteuern.

Verdi-Streik: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schlägt Einladung aus

Verdi hat im Übrigen auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet eingeladen und dem CDU-Kanzlerkandidaten angeboten, sich an der Debatte zu beteiligen und der Diskussion der Gewerkschaftsmitglieder zu stellen. Doch er lehnte ab. Kein Wunder - Armin Laschet ist aktuell schwer damit beschäftigt, Wahlkampf-Videos für die Bundestagswahl 2021 zu produzieren.

Ganz erfolgreich ist er damit aktuell nicht. Stattdessen unterlaufen Laschet immer wieder Fehler, wie jener, ohne Corona-Maske ein Geschäft zu betreten. Deshalb schwindet auch innerhalb der Union mehr und mehr der Rückhalt für Armin Laschet.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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