Wohlhabende Frau im eigenen Haus ausgeraubt

„Aktenzeichen XY“: Brutaler Überfall im Sauerland im ZDF - das sind die Ergebnisse

Zwei Täter überfallen eine 82-Jährige brutal in ihrem Haus im Sauerland und lassen sie gefesselt zurück. Bislang fehlt von den Männern jede Spur. Diese Ergebnisse lieferte jetzt ein Beitrag bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF.

Update vom 14. Januar, 10.20 Uhr: Im Beitrag über einen brutalen Raubüberfall in Lennestadt-Grevenbrück (NRW), der am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gezeigt wurde, wurden einige neue Details des Falls bekannt. Wie der Film mit nachgestellten Szenen zeigte, hielt einer der Täter die 82-jährige Frau gewaltsam in ihrem Bett fest und fixierte sie dort mit seinem eigenen Körpergewicht. Zudem drückte er dem Opfer ein Kopfkissen auf ihr Gesicht, was vor dem Hintergrund einer kurz zuvor erlittenen Lungenembolie lebensgefährlich für die Frau war.

StadtLennestadt
Fläche135,1 km²
BürgermeisterTobias Puspas (CDU)
Postleitzahl57368

„Aktenzeichen XY“: Überfall in Lennestadt im ZDF - das sind die Ergebnisse

Was die Ermittler wundert: Die Täter seien bei dem Überfall in Lennestadt äußert zielstrebig vorgegangen. So hätten sie im Wohnzimmer, in dem viele Bilder hängen würden, genau das abgenommen, hinter dem sich der Wandtresor verstecke. Ihre Beute (zwei Uhren, zwei Handtaschen, Ringe und Bargeld) wird auf der „Aktenzeichen XY“-Homepage genauer beschrieben.

Am Ende der Sendung zog ein Kriminalbeamter im ZDF-Studio eine Bilanz zu den eingegangenen Hinweisen rund um den Überfall in Lennestadt. Demnach hätten sich einige Zeugen zu unbekannten Lauten geäußert, mit denen einer der Täter auf die 82-Jährige eingewirkt haben soll. „So wie es zum jetzigen Zeitpunkt ausschaut, könnte das durchaus aus dem Albanischen kommen“, erklärte Alfred Hettmer vom LKA München kurz vor dem Ende der ersten „Aktenzeichen XY“-Ausgabe im Jahr 2021.

Ein Überfall aus Lennestadt war Thema bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF. Kriminalhauptkommissar Olaf Möllmann (r.) sprach mit Moderator Rudi Cerne über den Fall.

Bei der Polizei in Olpe sind während und nach der Sendung mehr als 100 Hinweise eingegangen, wie Polizeisprecher Michael Klein am Donnerstag berichtete. Die Vielzahl habe sich auf die Laute des Täters bezogen, alle anderen müssten nun ausgewertet werden. „Dann werden wir sehen, ob wichtige Hinweise dabei waren“, sagte Klein, der sich bei allen bedankte, die sich im Rahmen von „Aktenzeichen XY“ bei der Polizei gemeldet haben.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Brutaler Überfall in Lennestadt - das hoffen die Ermittler

Erstmeldung vom 12. Januar: Lennestadt (NRW) - Die Nacht auf den 16. Februar 2020 wird eine 82-jährige Frau aus Lennestadt-Grevenbrück (NRW) wohl nie vergessen. In dieser Nacht wurde die Seniorin Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Der Fall ist nun Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“.

Der Alptraum begann für die 82-Jährige an besagtem Sonntag gegen 2 Uhr. Zwei unbekannte Männer waren zu diesem Zeitpunkt durch die Garage in das Haus der wohlhabenden und alleinstehenden Frau im Gerichtsweg in Lennestadt-Grevenbrück eingedrungen. Im Schlafzimmer überraschten die Täter die Seniorin und drohten ihr Gewalt an, wenn sie ihnen nicht Bargeld und den Schlüssel für einen Safe gebe.

Die Männer bekamen schließlich, was sie wollten, und flüchteten aus dem Haus. Doch zuvor hatten sie ihr Opfer noch gefesselt und hilflos zurückgelassen. Die 82-Jährige konnte sich später aus ihren Fesseln befreien und um Hilfe rufen.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Brutaler Überfall in Lennestadt ist Thema - gibt es neue Hinweise?

Nach dem Raubüberfall in Lennestadt-Grevenbrück startete die Polizei in Olpe nach eigenen Angaben „umfangreiche Ermittlungen“, die allerdings bis jetzt - also knapp ein Jahr nach der Tat - noch keinen Erfolg hatten. Neue Ansätze und Hinweise erhoffen die Ermittler sich nun durch einen Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“.

Am Mittwoch, 13. Januar, ab 20.15 Uhr wird der Raubüberfall in Lennestadt-Grevenbrück dort ein Thema sein, wie die Polizei in Olpe jetzt ankündigte. In der ersten „Aktenzeichen XY“-Sendung des neuen Jahres wird zunächst ein Film gezeigt, der das Tatgeschehen im Sauerland in nachgestellten Szenen zeigt. Die Redaktion der ZDF-Sendung kündigt den Fall so an: „Ein Raubüberfall auf eine wohlhabende, alleinstehende Dame wirft Fragen auf. Denn die Täter bewegen sich im vermeintlich fremden Anwesen, als würden sie sich hier bereits gut auskennen.“ Im Anschluss wird Moderator Rudi Cerne gemeinsam mit Kriminalhauptkommissar Olaf Möllmann, Ermittler der Polizei in Olpe, auf den Fall eingehen. In der neuen Ausgabe geht es zudem um einen Fall des sogenannten Enkeltricks, bei dem Betrüger 40.000 Euro von einem Mann aus Dülmen erbeutet haben.

Die Staatsanwaltschaft erhoffe sich von der Berichterstattung bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF neue Spuren in dem Fall, der bundesweit für Aufsehen gesorgt habe, erklärte die Polizei in einer Pressemitteilung. „Angesprochen werden insbesondere Menschen, die bisher nicht erreicht wurden“, heißt es dort. Zudem würden in der ZDF-Sendung Beutestücke vorgestellt, die möglicherweise zu den Tätern aus Lennestadt-Grevenbrück führen könnten.

Überfall aus Lennestadt bei „Aktenzeichen XY“ (ZDF): Können Täter überführt werden?

Berichte bei „Aktenzeichen XY“ führten in der Vergangenheit häufiger dazu, dass Kriminalfälle aufgeklärt werden konnten. Auch aus dem Kreis Olpe gab es in den vergangenen 20 Jahren drei Fälle, die Thema in der ZDF-Show waren, wie Polizeisprecher Michael Klein sich erinnert. Die Ermittler erhoffen sich nun auch im Fall des Raubüberfalls in Lennestadt entscheidende Hinweise, um die beiden Täter, die die 82-jährige Frau im Februar 2020 brutal überfallen hatten, zu überführen. Die Hinweise nimmt die Polizei in Olpe unter 02761/9269-6060 entgegen. Während der Sendung am Mittwoch können Angaben zum Fall auch im ZDF-Studio unter 089/95 01 95 gemacht werden.

Ein ähnlicher Fall aus Menden wurde ebenfalls bei „Aktenzeichen XY“ behandelt: Dort hatte ein Mann ein schlafendes Ehepaar in seinem Bett geschlagen, mit Paketband gefesselt und zur Herausgabe des Tresorschlüssels gezwungen. Der Mann wurde später zu elf Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Rubriklistenbild: © Screenshot ZDF

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare