Schlechteste Ergebnisse bundesweit

Bundestagswahl 2021: AfD erzielt in NRW-Städten neuen Tiefstwert

Die AfD hat bei der Bundestagswahl 2021 in zwei Städten in Nordrhein-Westfalen die schlechtesten Ergebnisse bundesweit erzielt. Der höchste Wert wird aus Sachsen gemeldet.

Köln/Münster - Aus zwei Städten in Nordrhein-Westfalen kommen bei der Bundestagswahl 2021* die bundesweit schlechtesten Ergebnisse für die AfD. Sowohl in Münster als auch in einem Wahlkreis in Köln sind die Zweitstimmen für die Partei weit unter 5 Prozent geblieben - es gibt sogar einen neuen Tiefstwert. Insgesamt holt die AfD mit 7,3 Prozent in NRW ein unterdurchschnittliches Ergebnis.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Bundestagswahl 2021: AfD erzielt in NRW-Städten Münster und Köln neuen Tiefstwert

Bei der Bundestagswahl 2017 hatte Münster bereits ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal im Zusammenhang mit der AfD: Die Studentenstadt in NRW war die einzige, die bei den AfD-Zweitstimmen unter 5 Prozent geblieben war. Das hat sich jetzt geändert.

Am Sonntag blieb die AfD bundesweit in 21 Wahlkreisen unter der 5-Prozent-Marke. Das teilte der Bundeswahlleiter mit. Die schlechtesten Ergebnisse kommen aber trotzdem aus NRW: Sowohl in Münster als auch im Wahlkreis Köln II erreichte die AfD den Tiefstwert von 2,9 Prozent. Allerdings bleibt Münster bei der Zahl der abgegeben Stimmen für die AfD mit 5599 unter der im Wahlkreis am Rhein (5891).

Ebenfalls deutlich unter 5 Prozent bei den Zweitstimmen schnitt die AfD beispielsweise in Hamburg-Altona (3,3), Friedrichshain-Kreuzberg (4,1), Stuttgart I (4,2) und München-West/Mitte (4,3) ab.

Ergebnisse der AfD bei der Bundestagswahl 2021: Großer Erfolg im Osten

Den höchsten Wert an Zweitstimmen vermeldet der Bundeswahlleiter für die AfD für Görlitz (Sachsen) mit 32,5 Prozent. Hier holte AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla mit 36,6 Prozent das Direktmandat. Generell hat die Partei in Sachsen und Thüringen die anderen Parteien bei der Bundestagswahl 2021 abgehängt. In beiden Bundesländern im Osten ist die AfD stärkste Kraft, in Sachsen zum wiederholten Male.

In Nordrhein-Westfalen ist bei der Bundestagswahl 2021 erstmals seit 2005 die SPD wieder stärkste Kraft. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis vom Montag kommen die Genossen auf 29,1 Prozent. Die CDU erreichte am Sonntag 26,0 Prozent der Zweitstimmen, die Grünen 16,1 Prozent, die FDP 11,4 Prozent, die AfD 7,3 Prozent und die Linke 3,7 Prozent.

Nach der Bundestagswahl ist vor den Gesprächen über eine Koalition. Obwohl die SPD wohl vorne liegt, kann sich Friedrich Merz eine Union-geführte Regierung vorstellen. NRW-FDP-Chef Joachim Stamp nennt eine Bedingung seiner Partei - sie gilt für CDU und SPD zugleich.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare