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A45: Sprengung der Talbrücke Rahmede ausgeschrieben - so ist der Zeitplan

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Von: Susanne Kornau

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Die Talbrücke Rahmede soll noch in diesem Jahr gesprengt werden.
Die Autobahn GmbH hat die Sprengung der Talbrücke Rahmede ausgeschrieben. © Cornelius Popovici

Ein entscheidender Schritt für die Sprengung der Talbrücke Rahmede ist erfolgt: Die Autobahn Westfalen hat die EU-weite Ausschreibung des Abbruchs der A45-Brücke veröffentlicht

Hagen/Lüdenscheid – Bis Ende Juli können Unternehmen nun ein Angebot abgeben. Nach Prüfung der Angebote könnte die Vergabe des Auftrags im August erfolgen. Als Termin für die Sprengung gilt Dezember.

„Ziel ist es, die Talbrücke Rahmede schnellstmöglich durch einen Neubau zu ersetzen und die bestehende Lücke im Netz der Bundesautobahnen wieder zügig zu schließen. Mit der Ausschreibung ist nun ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg erfolgt. Es geht voran“, wird Bundesverkehrsminister Wissing in der Mitteilung zitiert.

A45: Sprengung der Talbrücke Rahmede ausgeschrieben - erfahrenes Unternehmen gesucht

Unternehmen, die sich um den Auftrag bewerben wollen, müssen ausreichend Erfahrung mit dem Sprengabbruch von großen Brücken haben. Zusätzlich müsse, so heißt es, nachgewiesen werden, dass die sich bewerbende Firma auch bereits in der Nähe zu Wohnbebauung gesprengt habe. „Die Lage der Brücke in einem fast alpinen Gelände und die Nähe zu Gewerbe und Wohnhäusern sind eine Herausforderung“, betont in dem Zusammenhang der Leiter der Außenstelle Hagen der Autobahn Westfalen, Dirk Stiepert.

A45: Sprengung der Talbrücke Rahmede ausgeschrieben - so ist der Zeitplan

Die tatsächliche Sprengung der Brücke ist allerdings nur ein Teil der Aufgabe, die ein Auftragnehmer erfüllen muss. Als wichtigste Vorarbeit gilt die Herstellung eines sogenannten Fallbettes. „Die Brücke soll nicht nur senkrecht nach unten, sondern auch weich fallen“, erläutert Stiepert dazu. Für den Bau des Fallbettes sind umfangreiche Erdarbeiten sowie Hangsicherungen notwendig. Zudem müssen Sicherungsmaßnahmen an direkt umliegenden Gebäuden vorgenommen werden. Auch dort verlaufende Wasser-, Gas- oder Stromleitungen müssten vorab gesichert werden. Zudem müsse die Rahmede selbst geschützt werden, weshalb der Bach temporär durch ein Rohrpaket geleitet werden soll.

Zum weiteren Zeitplan heißt es, die Talbrücke Rahmede solle im Dezember zu Boden gebracht werden. Um die Sprengung vorzubereiten und die Brückenreste anschließend in ersten Teilen abzuräumen, muss die Altenaer Straße voraussichtlich sechs Wochen gesperrt werden. Gemeinsam mit den Behörden werde ein Umleitungskonzept erarbeitet, so Stiepert. Er versicherte, dass die Freigabe der wichtigen Verbindungsstraße nach der Sprengung oberste Priorität habe.

Bei der Sitzung des Kreistages am Donnerstagabend kündigte Dirk Stiepert dann den nächsten wichtigen Schritt an: Der Antrag für ein verkürztes Verfahren zur Erlangung der Baugenehmigung soll noch am Freitag gestellt werden.

Zuletzt hatten Sachverständige damit begonnen, vor der Sprengung der A45-Talbrücke Rahmede eine Bestandsaufnahme vorzunehmen - um mögliche Schäden später bestimmen zu können.

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