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A45-Sperrung: Autobahn GmbH verrät, ob und wie es weitergeht - News im Ticker

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Von: Jan Schmitz, Sarah Reichelt

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Horror-Szenario für Pendler: Die Autobahn A45 ist gesperrt. Ende offen. Rund um Lüdenscheid herrscht dauerhaftes Verkehrschaos. Alle News zur Vollsperrung im Ticker.

Lüdenscheid - Das Horror-Szenario vieler Pendler ist Realität geworden. Die Autobahn A45 ist auf unbestimmte Zeit zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord voll gesperrt. Schäden an der Talbrücke Rahmede machten die sofortige Vollsperrung nötig. Alle Infos rund um die A45-Sperrung hier im Newsticker.

AutobahnA45
Länge257 km
BundesländerNordrhein-Westfalen; Hessen; Bayern

A45-Vollsperrung bei Lüdenscheid: Verkehrsinfarkt im MK - News im Ticker

Update vom 8. Dezember, 14.56 Uhr: Wir beenden den News-Ticker zur A45-Sperrung an dieser Stelle. Wir führen den Newsticker in einem neuen Artikel fort. Dort geht es gleich weiter mit der Erklärung der Autobahn GmbH, ob und wie lange die A45 bei Lüdenscheid gesperrt bleibt.

Update vom 8. Dezember, 14.16 Uhr: Die sofortige Sperrung der Talbrücke Rahmede und der A45 war vermeidbar. Das zeigt die Chronologie der Versäumnisse in Sachen Talbrücke Rahmede - das „Sorgenkind der Talbrücken“ - die wir zusammengetragen haben.

Update vom 8. Dezember, 11.51 Uhr: Ob das schon ein erster Hinweis und damit ein Hoffnungsschimmer auf eine Ende der Vollsperrung der A45 zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord ist? Auf der vom NRW-Verkehrsministerium betriebenen Internetseite verkehr.nrw.de, in dem aktuell sämtliche Verkehrsbehinderungen und Sperrungen in NRW aufgeführt sind, wird das Ende der Vollsperrung für Freitag, 10. Dezember, um 20 Uhr angegeben.

Auf Anfrage sagte eine Sprecherin der Autobahn GmbH, dass dieses Datum jedoch „ohne Bedeutung“ ist. „Die Angabe ist systemseitig erforderlich. Damit die Maßnahme als Ganzes ins System eingetragen werden kann, muss auch ein Enddatum eingegeben werden. Dort wurde dann am vergangenen Donnerstag ein zeitnahes Datum eingegeben.“ Der Landesbetrieb Straßen.NRW, in dessen Zuständigkeit das System gepflegt wird, bestätigte, dass es sich um kein validiertes Datum handelt. Das Datum also nicht das tatsächliche

Screenshot der Seite verkehr.nrw.de am 8. Dezember um 11.38 Uhr.
Screenshot der Seite verkehr.nrw.de am 8. Dezember um 11.38 Uhr. © Schmitz/verkehr.nrw.de

Den Hinweis nehme man zum Anlass, um das Datum für das Ende Vollsperrung auf verkehr.nrw.de auf ein späteres Datum zu verlegen. Auch dieses sei dann systemseitig bedingt. Nach Informationen unserer Zeitung will die Autobahn GmbH heute neue Informationen zu den gefundenen Schäden an der Rahmedetalbrücke und dem weiteren Vorgehen bekannt geben. Man rechnet damit, dass zumindest für den Lkw-Verkehr die Sperrung aufrecht erhalten bleibt.

Update vom 8. Dezember, 10.55 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung will die Autobahn GmbH am heutigen Mittwoch die betroffenen Behörden sowie zu einem späteren Zeitpunkt die Öffentlichkeit über die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen an der beschädigten Talbrücke Rahmede sowie das weitere Vorgehen informieren. Dann will man auch sagen, ob und wenn ja, für wen und wann die A45 zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord wieder freigegeben wird. Zuvor waren bei den Untersuchungen mittels eines Scanners weitere Schäden an dem Brückenüberbau festgestellt worden. Wir berichten hier aktuell im News-Ticker.

Update vom 8. Dezember, 9.55 Uhr: Auch am Mittwoch staute sich der Verkehr im Berufsverkehr vor den Ausfahrten Lüdenscheid (Fahrtrichtung Dortmund) und Lüdenscheid-Nord (Fahrtrichtung Frankfurt) sowie auf den Umleitungsstrecken, aber auch zum Beispiel auf der Rahmedestraße in Fahrtrichtung Lennestraße. Wer die Sperrung der A45 durch Lüdenscheid umfährt, muss mindestens eine Stunde mehr Zeit einplanen. Dennoch ist die Zahl der Lkw (und auch der Anteil) aus dem mutmaßlichen Fernverkehr auf Lüdenscheider Stadtgebiet erstaunlich hoch. Bei einer nicht repräsentativen Zählung am Morgen lag der Anteil der Lkw mit ausländischen Kennzeichen bei rund 40 Prozent.

Mögliche Gründe sind zum einen Sprachbarrieren der Fahrer, veraltete Navigationsgeräte, aber auch wirtschaftliche Erwägungen. Die vorgesehene Umleitung für den Fernverkehr führt ab dem Westhofener Kreuz über die A1 , die A3 und die A4 bis zum Kreuz Olpe Süd. Statt der rund 100 Kilometer auf direktem Weg über die A45 (und das Lüdenscheider Stadtgebiet) benötigen Lkw-Fahrer nun 180 Kilometer. Zusätzliche Fahrtzeit also mindestens eine Stunde, wobei die Staugefahr am Kölner Ring derzeit ziemlich groß ist.

Vor der Abfahrt Lüdenscheid-Nord staut sich der Verkehr am Dienstagmorgen.
Vor der Abfahrt Lüdenscheid-Nord staut sich der Verkehr am Dienstagmorgen. © Jan Schmitz

Hinzukommen Mehrkosten für Sprit und gegebenenfalls bei der Lkw-Maut. Es gibt für Lkw-Fahrer also nachvollziehbare Gründe, warum sie sich für eine Stunde auf die Umleitungsstrecken in Lüdenscheid stellen - bei Anliegern aber für Abgas, Lärm und Verzweiflung sorgen. Anwohner von Lennestraße, Rahmedestraße und der Straße Im Grund berichten, dass sie nicht einmal mit ihren Pkw von ihren Grundstücke fahren können.

Update vom 7. Dezember, 17.39 Uhr: Die katastrophalen Zustände auf den Umleitungs- und Nebenstrecken nach der plötzlichen A45-Vollsperrung bei Lüdenscheid haben Konsequenzen. Das NRW-Verkehrsministerium nimmt den Bund in die Pflicht, damit er für bessere Notfallpläne sorgt. Mit anderen Worten: Die bisherigen - sofern es sie gab - waren unzureichend. 

Update vom 7. Dezember, 15.55 Uhr: Noch immer verlassen Lkw die ausgewiesenen und überlasteten Umleitungsstrecken U16 und U39 und sorgen in Wohngebieten für absolutes Chaos. An der Brüderstraße - verkehrsberuhigte 30er-Zone und Parallelstraße zur Lennestraße - wurde am Dienstag eine 80-Jährige von einem Lkw erfasst. Die Verkehrsmassen und der Schwerlastverkehr, die von der gesperrten A45 abgeleitet werden, sind auf den Lüdenscheider Straßen nicht nur nervig, sondern auch gefährlich. Für Pflegedienste und Taxen gibt es in Lüdenscheid kaum ein Durchkommen. Bei einer Untersuchung wurden weitere Schäden an der Talbrücke Rahmede entdeckt. Eine längerfristige Sperrung der A45 wird immer wahrscheinlicher.

Update vom 7. Dezember, 7.17 Uhr: Die Umleitungsstrecken für die Sperrung der A45 sind weiter überlastet. Auf der Autobahn staut sich der Verkehr vor der Abfahrt Lüdenscheid-Nord bereits seit den frühen Morgenstunden - bis auf die Heedfelder Landstraße dauert er rund eine halbe Stunde. Die Verkehrsteilnehmer, die durch Lüdenscheid geleitet werden, sollten bis zu 60 Minuten mehr einplanen. An den Umleitungsstrecken sowie im übrigen MK kam es zu zahlreichen Einsätzen wegen Unfällen und festgefahrenen Lkw auf schneeglatter Fahrbahn.

A45-Vollsperrung: Verkehrschaos mit Ansage - Anwohner verzweifelt

Update vom 6. Dezember, 17.53 Uhr: Die Sperrung der A45 sorgt für große Verkehrsprobleme auf den Ausweichstrecken in Lüdenscheid. Verkehrsplaner der Stadt haben gemeinsam mit Experten des Landesbetriebs Straßen.NRW die Ampeln so umprogrammiert, dass sie den ganzen Tag über mit ihren maximalen Grünphasen laufen. Das teilt die Stadt Lüdenscheid mit. So sollen, zumindest außerhalb der Stoßzeiten, größere Rückstaus vermieden werden. Die Suche nach Alternativrouten führe auch dazu, dass unter anderem im Bereich von Wohngebieten, Schulen und Kitas – und damit in Tempo-30-Zonen – derzeit ein starker Durchgangsverkehr zu verzeichnen ist, heißt es weiter. Sowohl die Polizei als auch das Ordnungsamt werden an diesen Stellen deshalb verstärkt die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen kontrollieren. Die Stadt Lüdenscheid hat alle Baumaßnahmen auf den Umleitungen U16 und U39 aufgehoben. 

Update vom 6. Dezember, 17.37 Uhr: Unter der Rahmedetalbrücke werden Schweißnähte auf Risse überprüft, wie die Autobahn GmbH mitteilt. Auch werde der Brückenscan fortgesetzt, um das Bauwerk auf weitere mögliche Verformungen zu untersuchen. „Alle Daten, die wir jetzt sammeln, müssen wir anschließend auswerten, um zu einer Entscheidung über das weitere Vorgehen zu
kommen“, so Projektleiter Michael Neumann.

Unter der Rahmedetalbrücke der A45 werden Schweißnähte auf Risse überprüft.
Unter der Rahmedetalbrücke der A45 werden Schweißnähte auf Risse überprüft. © Autobahn Westfalen

A45-Sperrung: Verkehrschaos im Berufsverkehr

Update vom 6. Dezember, 6.28 Uhr: Update für den Berufsverkehr am Montagmorgen. Um 6 Uhr halten sich nach der Vollsperrung der A45 zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord wegen Brückenschäden die Staus und Verzögerungen auf den Umleitungsstrecken U16 und und U39 in Lüdenscheid noch in Grenzen. In Fahrtrichtung Frankfurt/Gießen müssen Auto- und Lkw-Fahrer am frühen Morgen etwa 20 Minuten mehr einplanen, ebenso in Fahrtrichtung Dortmund. Auf der A45 gibt es bislang (Stand 6.30 Uhr) keinen Stau vor den Abfahrten. Mit Verzögerungen müssen Autofahrer auf der L692 vor der Kreuzung zur Heedfelder Straße rechnen, ebenso an der Lennestraße.

Die Polizei erwartet im Laufe des Morgens deutlich mehr Verkehr. Sie bittet Verkehrsteilnehmer, die nicht im Märkischen Kreis wohnen oder dort arbeiten: „Umfahren Sie, wenn möglich, den MK großräumig. Kalkulieren Sie ansonsten eine Stunde mehr ein. Die offizielle Umleitung wird zu den Stoßzeiten wieder voller Staus sein. Auch die anderen Strecken werden stark frequentiert“, heißt es von der Kreispolizei. Die Polizei ist mit zusätzlichen Fahrzeugen im Einsatz, um im Notfall schnell überall zu sein.

Wie erleben Sie das Verkehrschaos aufgrund der A45-Sperrung? Wie ist die Lage im Berufsverkehr? Haben die getroffenen Maßnahmen etwas bewirkt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in einer E-Mail an ln@mzv.net, gerne können Sie uns auch Fotos schicken.

Vollsperrung auf der A45: Anwohner und Autofahrer fordern Verbesserungen der Verkehrsführung

Update vom 5. Dezember, 10.30 Uhr: Am Wochenende meldeten sich zahlreiche weitere Anlieger, Auto- und Lkw-Fahrer, die die Situation in der Stadt und auf den Umleitungsstrecken schilderten. Exemplarisch ist dieser Beitrag, der uns über ln@mzv.net erreichte: „Wir wohnen in der Hochstraße am Bräuckenkreuz und momentan glaubt man, man wohnt mitten auf der Autobahn. Die Lkw donnern über die Hochstraße und hinterlassen Gestank und Lärm. Das nicht nur tagsüber, sondern auch Nachts. Nicht nur Richtung Bräuckenkreuz, sondern auch die Talstraße rauf und runter. Lkw mit und ohne Anhänger. Hier gehen auch Kinder zur Schule und müssen über die Ampel oder die Straße. Die Lkw-Fahrer nehmen teilweise keine Rücksicht. Hier wird, wenn es denen nicht schnell genug geht, gehupt und gepöbelt. Das Ende vom Lied: Heute morgen gab es schon den ersten schweren Unfall mit Verletzten. Ein Lkw war involviert. Wie auch sonst. Sicherlich nicht der letzte Unfall. Es ist echt eine Zumutung für alle, die hier wohnen. Hier ballt sich sowieso immer der Feierabendverkehr. Jetzt noch so etwas. Anwohner kommen teilweise gar nicht aus ihrer Ausfahrt. Und das alles Ende offen.“

Ein Leser berichtet, dass ein rumänischer Lkw auf der Suche nach einer Umfahrung der Umleitungsstrecke in die Oedenthaler Straße eingebogen ist. Ortskundige wissen: Die Straße ist teilweise so eng, dass es die Straßenbreite kaum für zwei Autos, die sich entgegenkommen, ausreicht. „Der Lkw-Fahrer war total überfordert“, sagt der Leser. Er hatte im Dunkeln die Durchfahrtsverbotsschilder nicht gesehen. Er fordert von Straßen.NRW und der Stadt Lüdenscheid, dass die Umleitungsstrecke noch besser ausgeschildert wird, damit Lkw erst gar nicht von der vorgesehenen Route abweichen.

Update vom Sonntag, 5. Dezember, 9.10 Uhr: Unser Chefreporter Thomas Machatzke hat in seiner Analyse das Problem mit der Talbrücke Rahmede an der A45 mal in seine Einzelteile zerlegt.

Update vom Samstag, 4. Dezember, 17.35 Uhr: Die Umleitungsstrecken sind auch am frühen Samstagabend weiter überlastet. Über die A1 oder die A3 soll das Gebiet möglichst weiträumig umfahren werden. Von bzw. nach Würzburg soll die Sperrung über die A44 und A7 umfahren werden. Weiter heißt es: „Wenn möglich, verzichten Sie auf nicht zwingend erforderliche Fahrten“. An der Anschlussstelle Lüdenscheid-Süd kommt es zu Wartezeiten von rund 30 Minuten. Auch die Brundscheider Straße (L655) ist überlastet, auch hier müssen Autofahrer mehr Zeit kalkulieren.

Auf der A2 am Kamener Kreuz werden Autofahrer auf die Vollsperrung bei Lüdenscheid aufmerksam gemacht.
Auf der A2 am Kamener Kreuz werden Autofahrer auf die Vollsperrung bei Lüdenscheid aufmerksam gemacht. © Redaktion

Update von Samstag, 4. Dezember, 11.53 Uhr: Seit den frühen Morgenstunden staut es sich vor der Anschlussstelle Lüdenscheid. Autos, die in Fahrtrichtung Hagen unterwegs sind, werden hier wegen der Vollsperrung abgeleitet. Die Wartezeit wird recht konstant mit 15 bis 20 Minuten angegeben. Die für die A45 in NRW zuständige Polizei Dortmund hat die Lage rund um die Sperrung besonders im Blick, meldet aktuell aber „nichts Außergewöhnliches“. In umgekehrter Richtung ist es vor der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord ruhig. Hier staut es sich auf dem Autobahnzubringer.

Update Freitag, 3. Dezember, 20.39 Uhr: Einen wichtigen Aspekt bringt ein Mitarbeiter eines mobilen Pflegedienstes ein: „Ich möchte nur einmal darauf hinweisen, dass wir als Pflegekräfte in der ambulanten Pflege riesige Probleme durch die Staus haben. Wir haben das Problem, dass wir unsere insulinpflichtigen Patienten rechtzeitig erreichen müssen, was heute sehr schwierig war, da kann man aber von anderen Autofahrern leider kein Verständnis erwarten, so wie heute kann es jeden Fall nicht wochenlang weitergehen. Natürlich gilt mein Mitgefühl auch den LKW-Fahrern, die heute auch leiden mussten.“

Update 20.08 Uhr: Immer mehr Leser bringen ihre Fassungslosigkeit zum Ausdruck. So schreibt ein Lüdenscheider: „Wir wohnen am Rahmedequell in Lüdenscheid und sind es gewohnt das wir Tag und Nacht LKW Verkehr auf der Lennestraße haben aber was jetzt ab geht ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es steht LKW an LKW. Die Kreuzung wird zugestellt. Wir kommen mit Gutem nicht raus aus dem mittleren Worthagen. Es muss schnellstens Abhilfe geschaffen werden . Tag und Nacht der Straßenlärm und von den Abgasen mal abgesehen. Da sollen sich die Verkehrsplaner mal endlich einen Kopf machen.“

A45-Vollsperrung bei Lüdenscheid: Autofahrer und Anlieger berichten über den Verkehrsinfarkt im MK

Und eine weitere Leserin: „Es ist der reinste Horror. Wie kann man nur zwei Autobahnen durch Lüdenscheid umleiten. Ich fahre normalerweise von Lüdenscheid nach Nachrodt-Wiblingwerde 40 Minuten. Seit heute fahre ich zweieineinhalb Stunden. Und das nur noch im Stau ,es geht nichts mehr und es ist dreist von den Planern. Es sind viele Straßen noch gesperrt wegen der Flut und zusätzlich haben wir eh über 1000 Baustellen und nun das noch. Das geht überhaupt nicht mehr!!!Es ist nur noch maßlose Entsetzen. Man sollte die alle jetzt hier wohnen lassen, damit sie Mal begreifen, was wir mitmachen müssen. Ich habe um halb drei Feierabend und war um halb sechs zu Hause. Zusätzlich leiden die Haustiere darunter, da sie raus müssen und so nun fast zwölf Stunden alleine sind. Es ist abartig, was wir uns alles in Lüdenscheid gefallen lassen müssen.“

Update 17:41 Uhr: Mit Jörg Keblat auf Halver meldet sich ein weiterer Leser zu Situation in Oberbrügge: „Nun, wir wohnen an der Heerstraße in Oberbrügge. Aufgrund der Sperrung der B229 nach Halver leben wir derzeit an einer Autobahn. Ende nicht in Sicht. Es ist nicht mehr zumutbar, wie viel Schwerlastverkehr hier durch muss. Letzte Tage habe ich mir die Baustelle an der B229 angesehen und frage mich, was dort in der ganzen Zeit getan wurde. Täglich muss ich nach Hamm zur Arbeit. Mein normaler Weg führt mich über die Lösenbacher Landstraße und dann in Nord auf die A45. Heute brauchte ich von Höhe Kreishaus bis Abzweigung Im Olpendahl geschlagene 45min. Ich bin dann zurück und nicht zur Arbeit gefahren. Ein Blick auf die Landkarte wirft natürlich die Frage auf, welchen Weg ich ab Montag fahren kann. Und das über einen nicht vorhersehbaren Zeitraum. Sollen sich die Planer*innen doch mal hier an die Kreuzung Heerstr. / B54 stellen. Oder versuchen die Heerstr. nach und von Halver zu fahren.“

Die A45 ist seit Donnerstagnachmittag auf unbestimmte Zeit gesperrt.
Die A45 ist seit Donnerstagnachmittag auf unbestimmte Zeit gesperrt. © Cédric Nougrigat

Update 17.12 Uhr: Die Ingenieurkammer-Bau NRW nimmt die Sperrung der A45 wegen Brückenschäden zum Anlass Investitionen vom Bund zu fordern. Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW: „Die Talbrücke Rahmede wurde 1968 errichtet. Erst im Jahr 2026 sollte mit dem Ersatzneubau begonnen werden. Die Sanierungsbedürftigkeit war seit 2014 bekannt. Die Autobahn GmbH hat mit der Sanierung der Ingenieurbauwerke eine gewaltige Aufgabe zu lösen. Hier ist der Bund gefordert, die Autobahn GmbH in jeglicher Hinsicht zu unterstützen. Ereignisse wie die Sperrung der A 45 sind Vorboten eines sonst unvermeidlichen Kollapses unserer Infrastruktur. Wie zu sehen, reicht der Ausfall einer Brücke, um eine Autobahn außer Betrieb zu setzen.“

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp: „Gerade der Schwerlastverkehr macht Brücken aus den 60er Jahren, wie beispielsweise der Talbrücke Rahmede, schwer zu schaffen. Ein LKW mit zweimal zehn Tonnen Achslast schadet der Brücke im gleichen Maße wie tausende PKWs. Die damaligen Brückenbauer haben mit der seit Jahrzehnten kontinuierlich ansteigenden Verkehrslast und mit der heute feststellbaren Anzahl an Fahrzeugen nicht gerechnet.“

Der Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW: „Brücken sind systemrelevante und sensible Bauwerke, lässt man sie zu Schaden kommen, nimmt auch das öffentliche Leben Schaden und die Menschen verlieren das Vertrauen in ihre öffentliche Infrastruktur. Sicherheit ist ein nicht verhandelbares Gut, dies gilt umso mehr bei unseren vielfältigen Brückenbauwerken.“

Update 16.50 Uhr: Leser Dominik Engelbach meldet sich zu Wort: „Normalerweise brauche ich 15 Minuten zur Arbeit nach Lüdenscheid. Am Freitag ging gar nichts mehr, der Verkehr stand vom Eingang Ehringhausen bis Brügge, ich habe knapp eine Stunde gebraucht. Wir in Oberbrügge sind durch die Umleitung der B229 eh schon stark gebeutelt. Nun fährt noch mehr Verkehr durch unser Dorf. Wenn die Polizei wenigstens die Geschwindigkeit einmal kontrollieren würde, wäre das schon mal ein Fortschritt, aber nichts passiert. Und jetzt wird es noch schlimmer. Wieder einmal weil Straßen.NRW unfähig ist, die Baustellen zügig und gut zu planen.“ 

Update 16.47 Uhr: Leser Tanja Winkhöfer wohnt in Halver-Ostendorf und schildert ihre Erfahrung: „Ich bin bereits von der Vollsperrung der B229 betroffen. Als Pendlerin nach Hagen, wo ich arbeite, hatte ich mich bereits allmählich an die Umleitung über Schalksmühle, die Klagebach hoch nach Heedfeld und dann auf die A45 gewöhnt. Da diese Strecke aufgrund der Vollsperrung A45 jedoch Freitagmorgen schon vollkommen überlastet war, habe ich es durch das Volmetal nach Hagen probiert. Durch die vielen Baustellen, war auf dieser Strecke auch nur Stop and Go möglich, sodass ich nach einer Stunde endlich da war. Es bilden sich auch dort ewig lange Schlangen. Man muss sich also für ein Übel entscheiden.“

Update 16.36 Uhr: Die Feuerwehrgerätehäuser in Oberrahmede und Stadtmitte können von der Freiwilligen Feuerwehr wegen der Staus im Stadtgebiet nicht schnell genug erreicht werden. Daher sind beide Gerätehäuser laut Stadt Lüdenscheid bis Freitagabend durchgehend besetzt. Ab Montag arbeitet die Wehr mit einer Tagesbereitschaft.

Update 16.33 Uhr: Straßen.NRW und der STL reagieren auch in Sachen Winterdienst. Dieser wurde laut Pressemitteilung der Stadt Lüdenscheid verstärkt. „Der STL wird auch nachts, wenn wenig Verkehr ist, die betroffenen Strecken befahren, um sie Straßen möglichst gut räumen und eisfrei halten zu können“, heißt es.

Update 16.29 Uhr: Auch die Müllabfuhr ist von der Sperrung der A45 betroffen. Auf den betroffenen Umleitungsstrecken kann es während der Stoßzeiten zu Einschränkungen kommen, teilt die Stadt Lüdenscheid in einer Pressemitteilung mit. Der STL ist für die Müllabfuhr zuständig. Bisher seien alle Stadtgebiet erreicht worden. Sollte es in den kommenden Tagen einmal nicht der Fall sein, sollen die Mülltonnen am Straßenrand stehen gelassen werden.

Update 15.38 Uhr: Leser Liborius Levermann meldet sich ebenfalls zu Wort: „Ich wohne in Neuenrade und arbeite in Meinerzhagen. Im besten Fall verläuft meine Route über Werdohl, Lüdenscheid (Mitte) auf die A45 Richtung Meinerzhagen. Der Rückweg entsprechend umgekehrt. Da die Verkehrssituation im Normalzustand gerne mal zu (kleineren) Staus führt, sehe ich jedes Mal nach der aktuellen Verkehrslage, bevor ich losfahre. Heute Morgen ging es für mich von Werdohl durchs Versetal, entlang der Schwarzen Ahe Richtung Herscheid, dann auf die Auffahrt Lüdenscheid Süd Richtung Meinerzhagen. Dass aber auch dort solch eine Überlastung des Verkehrs aufkam, hätte ich nicht gedacht. Somit brauche ich statt 36 Minuten, eine ganze Stunde. Im Vergleich zu anderen Lesermeldungem scheint das nicht sehr viel, jedoch will ich damit zeigen, wie weiträumig die Umfahrungen nun stattfinden werden und auch müssen. In meinem Fall werde ich die A45 meiden und über Plettenberg, Herscheid und die Nordhelle fahren. Das ist ein weiter Umweg, aber so kann ich zum Glück auch die Nadelöhr-Baustelle in Neuenrade umfahren....“

Update 15.15 Uhr: Leser Rüdiger Schön wohnt Im Olpendahl, eine beliebte Abkürzungsstrecke in Lüdenscheid: Er berichtet: „Ich bin Anwohner der Straße Im Olpendahl. Heute Morgen ging hier zeitweise gar nichts mehr. Von meinem Homeoffice-Arbeitsplatz habe ich einen guten Blick auf die Straße Im Olpendahl. Ein Bus der MVG hat heute Morgen vom Übergang oberhalb der Grundschule bis zu der Einfahrt der Garagenanlage (ca. 30 Meter) 8 Minuten benötigt. Zurzeit ist der Olpendahl wieder befahrbar, aber an Tempo 30 halten sich hier die wenigsten. Des Weiteren ist die Durchfahrt für LKW verboten, außer Anlieger, aber den ganzen Tag fahren hier mal mehr und mal weniger große LKW durch. Ich habe hier die große Befürchtung, dass noch etwas passiert. Hier sind drei Kindergärten, eine Grund- und eine Gesamtschule, so wie ein Jugendzentrum. Die Ganztagsbetreuung für die Grundschüler findet im Jugendzentrum statt, so dass die Kinder hier einer sehr hohen Gefährdung ausgesetzt sind.“

Update 14.26 Uhr: „Die Sperrung der Rahmedetalbrücke aufgrund von Schäden am Bauwerk ist nach ersten Berichten von der Autobahn GmbH notwendig, bedeutet aber für Lüdenscheid und Umgebung ein enormes Verkehrschaos. Das ist eine Katastrophe für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Wirtschaft“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas. Es müssten schnellstmöglich alle Maßnahmen ergriffen werden, um für eine Entlastung zu sorgen. Neben weiträumigen Umleitungen für den Fernverkehr müssen vor Ort alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Behinderungen durch Baustellen zu minimieren. Zudem muss die Anbindung für alle Rettungskräfte an die Märkischen Kliniken gewährleistet werden. Ich habe daher angeregt, dass hier kurzfristig eine ‚Task-Force A 45‘ auch unter Einbindung lokaler Verantwortungsträger eingerichtet wird, um entsprechende Lösungen zu erarbeiten. Dudas lud zudem die neue NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes ein, sich vor Ort in Lüdenscheid ein Bild von der Situation zu machen.

Update 14.12 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Lüdenscheid hat getagt. Stadtsprecherin Marit Schulte-Zakotnik: „Die Verkehrssituation gerade an Werktagen ist extrem kritisch. Teilweise bewegt sich gar nichts.“ Als neuralgische Punkte nannte sie Heedfelder Straße, Altenaer Straße, Lennestraße. „Alles, was wir tun können, tun wir“, sagt Schulte Zakotnik, verweist aber auch darauf, dass sich die Stadt mit Straßen.NRW, dem Märkischen Kreis und der Autobahn GmbH abstimmen muss. So sollen bestehende Baustellen auf den Strecken abgeräumt werden und die Ampelschaltung angepasst werden, um den Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken zu erhöhen.

Update 13.53 Uhr: Verformungen an der Talbrücke Rahmede auf der A45, Verdacht auf Risse in dem mehr als 80 Meter hohen Bauwerk. Es sind schlechte Nachrichten von der Autobahn GmbH. Mindestens bis Mitte nächster Woche bleibt die Sperrung der A45 bestehen, wahrscheinlich länger. Der Verkehrs-Super-GAU rund um Lüdenscheid bleibt. Ein Krisenstab wird gebildet. Wir erwarten in Kürze weitere Neuigkeiten. Derweil hält der Verkehrs-Kollaps in Lüdenscheid und Umgebung an.

Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid dauert noch länger - mindestens bis Mittwoch

Die Autobahn GmbH hat direkt im Anschluss eine Pressemitteilung veröffentlicht, mit folgendem Inhalt:

„Seit Donnerstag (2.12.) ist die A45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Der Grund sind Schäden an der Talbrücke Rahmede, die bei einer Untersuchung am Donnerstag festgestellt wurden. Die Untersuchung stand an, um zu prüfen, wie die Brücke bis zum geplanten Ersatzneubau weiter genutzt werden kann. Der Verkehr wird jetzt über die so genannten Bedarfsumleitungen U16 (Richtung Süden) und U39 (Richtung Norden) geführt und mit Hilfe des Verkehrsleitsystems der Autobahn großräumig umgeleitet.

Bilder von den Untersuchungen an der Talbrücke Rahmede an der A45 in Lüdenscheid.
Bilder von den Untersuchungen an der Talbrücke Rahmede an der A45 in Lüdenscheid. © Anke Bruch

Im Zuge der laufenden Neubauplanung fand am Donnerstag (2.12.) eine Bauwerkskontrolle statt, bei der Verformungen im Stahlüberbau festgestellt wurden. Gemeinsam mit den vor Ort agierenden Fachingenieuren wurde entschieden, die Brücke vorsorglich für den gesamten Verkehr zu sperren. „Wir prüfen das Bauwerk nun in der gesamten Länge, um einen Gesamtüberblick über das Schadensbild zu bekommen“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH.

Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid: Stellungnahme der Autobahn GmbH

Die Konstruktion der Brücke ist sehr filigran. So haben die beiden großen, fünf Meter hohen Stahl-Träger rechts und links gerade einmal eine Wandstärke von einem Zentimeter. Zwischen den Trägern liegt eine Fachwerkkonstruktion, auf der die Fahrbahnplatte aufliegt. „In der Stahlwand haben wir mit einem Laserscan Verformungen festgestellt, die die Tragfähigkeit der Brücke beeinflussen können“, erklärt Michael Neumann, Projektleiter bei der Autobahn Westfalen. Noch am Donnerstag wurden weitere Vermessungen durchgeführt. Statik-Experten der Firma Ruhrberg-Ingenieure haben aktuell mit zusätzlichen Untersuchungen begonnen, die auch über das Wochenende weiterlaufen: „Wir schauen uns jedes Bauteil im Detail an“, sagt Winfried Neumann, Geschäftsführer der Ruhrberg-Ingenieure.

Für Elfriede Sauerwein-Braksiek ist es wichtig, weitere Gutachter mit ins Boot zu holen: „Sicherheit ist das oberste Gebot, darum müssen wir uns jetzt Zeit nehmen, die Brücke genauer zu untersuchen“, sagt die Direktorin der Autobahn Westfalen. „Wir wissen, dass die Vollsperrung eine hohe Belastung für die Menschen in der Region bedeutet und haben auch die Funktion der A45 als wichtige Achse des Güterverkehrs im Blick. Wir sind darum auch mit Straßen.NRW und der Stadt Lüdenscheid in engem Kontakt, um auf den Umleitungsstrecken den Verkehr so gut fließen zu lassen wie möglich.“ Für den Winterdienst wurde für die Umleitungsstrecke in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW der Autobahnstandard organisiert, das heißt, dass auch in der Nacht Streufahrzeuge in höherer Frequenz auf den Straßen unterwegs sind.

Wann und wieviel Verkehr in Zukunft über die Talbrücke Rahmede fließen kann, entscheidet sich nach Abschluss der Untersuchungen und der Bewertung der Ergebnisse. „Dabei schreiben wir das Untersuchungsprogramm stetig fort, abhängig von den gewonnenen Erkenntnissen“, so Michael Neumann. Parallel laufen Überlegungen, ob und welche Verstärkungsmaßnahmen für das Bauwerk möglich sind. Erste Untersuchungsergebnisse sind nicht vor Mitte nächster Woche zu erwarten.“ (Quelle Autobahn GmbH)

Update 13.36 Uhr: Damit endet die Pressekonferenz. Sobald die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, wird die Autobahn GmbH des Bundes erneut informieren.

Update 13.35 Uhr: Es wird erläutert, dass natürlich auch die Sperrung anderer Autobahnen für die Brücken zu einer Mehrbelastung geführt haben, die diesen Zustand herbeigeführt haben könnten. Zum Beispiel die Sperrung der A43 für Lkws. Es schließt sich die Frage an, ob es eine Möglichkeit sein könnte, die Brücke bald zumindest für Pkw wieder freizugeben. Genau dies wird als Ziel definiert. Zumindest die Pkw sollen so schnell wie möglich wieder zwischen Lüdenscheid Nord und Lüdenscheid Mitte fahren können.

Update 13.33 Uhr: Es wird gefragt, ob die Brücke möglicherweise in der nächsten Woche wieder komplett frei gegeben wird. Davon ist nicht auszugehen - ohne eine Verstärkung der Brücke ist dies nicht zu erwarten. Es wird über eine Sonderregelung für Rettungsfahrzeuge nachgedacht.

Update 13.31 Uhr: Früher hat man Brücken nur nach der Zustandsnote priorisiert. Heute gibt es einen Tragfähigkeitsindex, der die entscheidende Rolle spielt. Es geht darum, was die Brücke noch tragen kann. Danach werden die Brücken überprüft, bei kritischen Brücken sind diese Prüfungen in einem engeren Kontrollraster. Die Rahmedetalbrücke wurde nun angeschaut, um die Planung voranzutreiben. Dabei wurde der Schaden entdeckt.

Update 13.27 Uhr: Es wird nach der Dauer eines Brückenneubaus gefragt: Es sei durch die Tallage eine sehr komplexe Angelegenheit mit einem großen Eingriff in den Verkehr. In der Regel würde man acht bis zehn Jahre brauchen. Dies sei aber für diesen Standort kein tragbarer Zustand. Hier müsste man beschleunigen. Hier wird man Unterstützung vom Bund erhalten müssen, damit es deutlich schneller geht.

Update 13.22 Uhr: Was passiert bei strukturellen Schäden? Es hängt vom der Intensität der Schäden ab. Danach gibt es verschiedene Varianten, die im Einzelfall umgesetzt werden sollen. Das sollen die weiteren Untersuchungen ergeben. Gut möglich, dass man erst Pkw auf die Brücke lässt. Aber klare Aussagen sind noch nicht möglich. Die Brücke müsse auf jeden Fall irgendwann neu gebaut werden, in Westfalen müssen 60 Brücken neu gebaut werden. Hierfür gibt es eine Priorisierung und Zeitkette. Seit 2014 sind an der Rahmedetalbrücke Probleme bekannt, seitdem gibt es Einschränkungen. Mit der Einrichtung der Verkehrsführung sollte die Brücke erst einmal eine Restnutzungsdauer haben bis zur Planung des Neubaus. Bei der letzten Brückenhauptprüfung 2017 hatte die Brücke noch eine Gesamtnote 3,0 (Standsicherheit 1), sodass man die Priorität auf andere Brücke gelegt. Aus heutiger Sicht sei diese Entscheidung nicht richtig gewesen. Die Brücken „hätten ein Eigenleben“ - aus damaliger Sicht sei die Entscheidung richtig gewesen. Zwei Drittel der Brücken im Netz müssten neu gebaut werden. Das sei klar.

Update 13.20 Uhr: Ein Problem ist, dass der Kölner Ring von der A1 aus auch komplett überlastet wird. So soll noch weiträumiger über Kassel gen Süden umgeleitet werden.

Update 13.17 Uhr: Frühestens Mitte nächster Woche sollen die Ergebnisse der Untersuchungen geben, die dann in einer Expertenrunde diskutiert werden sollen, um festzustellen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Parallel soll geprüft werden, wie die Umleitungen in Lüdenscheid und Umgebung noch entlastet werden können. Hierfür soll ein Krisenstab eingerichtet werden.

Update 13.15 Uhr: Noch am Donnerstag sind Spezialfirmen beauftragt worden, die den Schaden und die Gefahren prüfen sollen. Es wird nun Bezug genommen auf die eingerichtete Umleitung, die quer durch Lüdenscheid führt. Parallel wurde mit der Verkehrszentrale Deutschland und NRW in Leverkusen eine großräumige Umleitung geschaltet Diese wird gerade noch einmal aktualisiert, weil die bisherige Umleitung nicht ausreicht. Es wurden mobile Anzeigetafeln dafür beschafft. Aus Süden wird direkt auf die A4 umgeleitet. Für die Anliegerstädte sei es gleichwohl der Super-Gau. In enger Kooperation mit Straßen-NRW werden auf den Bedarfsumleitungen Baustellen beseitigt, wo es möglich ist. Auch mit dem Winterdienst hat eine Abstimmung stattgefunden.

Update 13.10 Uhr: Die Verformungen deuten auf Risse hin. Es ist nun zu prüfen, ob dies tatsächlich so ist. Es wird darauf hingewiesen, dass der Fahrzeuganteil deutlich gestiegen ist, auch mit deutlich höheren Achslasten, die noch teilweise dazu illegal zusätzlich überladen werden. Für diese Belastung war die Brücke eigentlich gar nicht konzipiert.

Update 13.05 Uhr: Zunächst wird das Bauwerk vorgestellt. Die Brücker wurde zwischen 1965 und 1968 als Stahlverbund-Konstruktion gebaut. Die Brücke ist 450 Meter lang und hat fünfmal zwei Stützen. Die Stützweiten liegen zwischen 54 und 104 Metern. Die Brücke hat eine Besonderheit. Es ist nur ein einteiliger Überbau. So war es früher auch an der Lennetalbrücke. Der Nachteil ist, dass es so bei einem Schaden direkt die gesamte Brücke betrifft. Bei Schadensbildern gibt es ein Problem für die ganze Brücke, da es nur ein Bauteil ist. Die letzte Prüfung war im Jahr 2017. Nun hat es Laserspan-Untersuchungen gegeben, bei denen Verformungen festgestellt worden sind.

Update 13 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt!

Update 12.59 Uhr: Auch in Altena wird es nun an einer Stelle eng - und zwar am Hemecker Weg. Dort sind viele Fahrer unterwegs, die dann weiter über die Rahmedestraße Richtung Altena wollen, um die gesperrte A45 in Lüdenscheid zu umfahren. Da dort Tempo 30 herrscht, Autos an den Straßenrändern parken und die Fahrer unten warten müssen, um auf die Rahmedestraße abzubiegen, wird es auch am Hemecker Weg nun eng und dauert länger.

Update 12.49 Uhr: Leser Selen Siryürek schreibt: „Ich komme aus Werdohl und arbeite in Iserlohn. Ich benutze die A45 täglich. Gestern hatte ich um 16.30 Uhr Feierabend und war erst um 20:00 Uhr zuhause. Es kann so wirklich nicht weitergehen, man verbringt nur noch im Stau seine Freizeit. Wenn ich daran denke, dass A45 monatelang gesperrt sein wird, könnte ich nur noch ausrasten. Wozu habe ich ein Auto und muss noch steuern zahlen für sowas? Man wird bestraft, weil man arbeiten geht.“

Update 12.40 Uhr: Massive Beeinträchtigungen auch im Busverkehr. Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) teilt am Mittag mit: „Die aufgrund der Vollsperrung der Rahmedetalbrücke auf der A 45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid kommt es im Stadtgebiet Lüdenscheid zu massiven Behinderungen – teilweise kommt der Verkehr sogar auf einigen Straßen zum Erliegen. Aus diesem Grunde kommt es auch im Busverkehr der MVG im Südkreis, vor allem im Stadtgebiet Lüdenscheid, zu erheblichen Verspätungen von bis zu 30 Minuten und vereinzelten Fahrtausfällen. Folgende Linien sind aktuell betroffen: S1, S2, 37, 41, 42, 43, 44, 49, 53, 54, 61 und 87.“

Update 12.23 Uhr: Schon einmal der Blick voraus. Ab 13 Uhr findet online eine Pressekonferenz der Autobahn-Niederlassung Hagen statt. Dort soll es weitere Informationen zum Ausmaß der Schäden an der Talbrücke Rahmede und zur möglichen Dauer der Vollsperrung auf der A45 geben. Unser Chefreporter Thomas Machatzke berichtet hier im Newsticker ab circa 12.55 Uhr von den neuesten Entwicklungen.

Update 12.21 Uhr: Eine weitere Leserin schildert die Verzweiflung der Lüdenscheider: „Ich wohne in Lüdenscheid und arbeite in Iserlohn. Gestern Abend habe ich ab dem Stau auf der Autobahn ca. 3 Stunden bis nach Hause gebraucht. Heute morgen habe ich alleine von zu Hause bis zur Autobahnauffahrt Lüdenscheid-Nord fast 2 Stunden gebraucht (Normalerweise keine 10min). 
Wenn ich mir vorstelle, dass die Brücke jetzt monatelang voll gesperrt ist, kriege ich schon die Krise. Zumal es auch keine Alternativen gibt, da die Bahnstrecke ja auch gesperrt ist. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das weitergehen soll...“

Wie erleben Sie das Verkehrschaos aufgrund der A45-Sperrung? Ob als Autofahrer, Lkw-Fahrer oder Anlieger, ist egal. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in einer E-Mail an ln@mzv.net, gerne können Sie uns auch Fotos schicken.

Vollsperrung auf der A45 bei Lüdenscheid: Verkehrschaos auch in Nachrodt-Wiblingwerde

Update 12.13 Uhr: Für Verkehrschaos pur sorgt die Vollsperrung auch in Nachrodt-Wiblingwerde. „Das ist eine Katastrophe“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Die Sperrung hat den Verkehr in der Gemeinde am Freitagmorgen lahm gelegt. Während sich der Verkehr im Tal in Nachrodt auf der B236 kilometerlang staute, wurde es im Höhengebiet an vielen Stellen eng. Insbesondere auf den kritischen Ausweichstrecken K24 und über den Honsel.

Denn der Verkehr kam aus beiden Richtungen. „Da wird es schon ordentlich eng. Wie immer haben auch wieder viel zu große Fahrzeuge die engen Straßen genutzt. Und wenn die sich entgegenkommen, geht zwischendurch gar nichts mehr“, sagt Tupat. Unzählige Lkw weichen jetzt durchs Tal aus – und müssen über die marode Lennebrücke.

Mark Wille, Chef der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr, rechnet mit einem massiven Anstieg im Berufsverkehr am frühen Nachmittag. Freitags ist die Lage durch die beiden Baustellen samt Ampeln und Stau auf der A45 eh oft angespannt. „Heute dann bestimmt wieder mehr“, sagt Mark Wille. Seitens der Polizei wurden bisher keine Einsätze in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde registriert

Update 11.50 Uhr: Eine weitere eindrückliche Beschreibung der Zustände in Lüdenscheid kommt von unserem Leser Florian Sahr: „Heute Morgen musste ich lediglich zur Tankstelle und anschließend auf die A45 Richtung Hagen. Meine Fahrt begann um 8:30 Uhr vom unteren Teil des Wehbergs. Ich hatte alleine bis zur Aral Tankstelle am Buckesfeld eine Fahrtzeit von 30 Minuten (normalerweise 5). Ich war so genervt, dass ich überlegt Bier und Schnaps an der Tankstelle zu kaufen und wieder nach Hause zu fahren… Von der Aral am Buckesfeld habe ich über das Industriegebiet am Freisenberg erneute 30 Minuten gebraucht. Nicht nur einmal versperrten einige LKW die Kreuzungen, da sie unbedingt bei Gelb noch drüber fahren mussten, obwohl die Kreuzung nicht frei war.“ Florian Sahr findet: „Dies ist kein Zustand in unserer schönen Stadt! Das geht maximal fünf Tage gut. Zumindest eine Spur muss befahrbar sein auf der Sauerlandlinie… anders geht es nicht. Sonst kann man auch zu Fuß gehen.“

Update 11.32 Uhr: Bei Facebook schreibt uns ein Leser und ist entsetzt: „Selbst die 30er Zone Olpendahl wird von den PKW-Fahrern als „Abkürzung“ benutzt und da sind Schulen und Kindergärten. Somit auch für die Kinder eine zusätzliche Gefahrenlage.“

Sperrung auf der A45: Unfall im Verkehrschaos in Lüdenscheid

Update 11.10 Uhr: An der Bräuckenkreuzung ereignete sich mitten im Verkehrschaos auch noch ein schwerer Unfall. Ein Lkw-Fahrer touchierte beim Linksabbiegen einen BMW. Die Fahrerin wurde eingeklemmt. Die Kreuzung wurde teilweise gesperrt. Es entstand Sachschaden. Dennoch brachte ein Rettungswagen die Fahrerin ins Krankenhaus - zur Arbeit, wie unser Reporter vor Ort berichtet. Sie arbeitet dort. Außerdem meldet Straßen.NRW soeben, dass die nächste Sperrung im MK ansteht - allerdings nicht im Zusammenhang mit der A45-Sperrung.

Unfall Brückenstraße, Lüdenscheid
Unfall Brückenstraße in Lüdenscheid. © Cedric Nougrigat

Update 11.02 Uhr: Ein Lkw-Fahrer meldet sich ebenfalls zu Wort: „Wir von unserer Getränke-Transport-Firma haben gestern Abend ca. 4,5 Stunden im Stau gestanden, aber in Richtung Frankfurt um zur Krombach Brauerei zu kommen. Da auch die lieben Kollegen von anderen Transportunternehmen es nicht nötig gehabt haben, auf der rechter Spur zu bleiben, aber links an allen vorbeizufahren , können Sie sich bereits denken, dass die „armen Fahrer“ auf der rechte Spur bereits die Dummen gewesen sind. Als man dann irgendwann „endlich“ an der Anschlussstelle Lüdenscheid angekommen ist und es da auch nicht weitergeht wegen der Ampelanlage können Sie sich bestimmt vorstellen, wie allen zumute war.“ Der Lkw-Fahrer fragt sich, wieso die Polizei nicht den Verkehr geregelt hat oder die Ampel umgestellt wurde. „Finde es megatraurig, dass sowas nicht selbstverständlich ist .“

Folgen der Sperrung der A45: Anwohnerin ist verzweifelt

Update 10.52 Uhr: Eine Anwohnerin der Lennestraße in Lüdenscheid meldet sich zu Wort: „Es ist unerträglich, so geht es jetzt 24 Stunden in der Lennestraße, man kommt kaum zum schlafen. Selbst Lkw mit Anhänger sieht man auch über die Werdohler Straße fahren. Ich bin mal gespannt, wie die Straßen durch den enormen Verkehr danach aussehen, wir haben hier dann wieder überall Schlaglöcher. Auch jetzt mit dem Wintereinbruch, wie sollen denn da die Streufahrzeuge noch durchkommen?
Es muss dringend eine Regelung vor allem für die Abendstunden gefunden werden.“

Update 10.11 Uhr: Mitten im Lüdenscheider Verkehrschaos hat es jetzt auch noch einen schweren Unfall gegeben. Ein Lkw ist nach ersten Informationen an der Bräuckenkreuzung (Talstraße/B229/Herscheider Landstraße) in einen Pkw gefahren. Der ohnehin überlastete Bereich ist gesperrt. Der Autofahrer ist nach ersten Meldungen eingeklemmt. Feuerwehr, Rettungswagen und die Polizei sind soeben eingetroffen. Wir berichten weiter.

Update 10.07 Uhr: Autofahrer berichten, dass sie für die Strecke zwischen Hagen und Lüdenscheid zwei Stunden benötigt haben. Auf der B54 in Oberbrügge geht gar nichts mehr. Überall Stau. Ein Autofahrer meldete sich via E-Mail an ln@mzv.net: „Einen großen Dank an die Politik für Abwarten, Verschieben, Aussitzen und Nichtstun...Jetzt haben wir den Salat. Auf der Straße herrscht Anarchie. Ich stand heute morgen circa 5.40 Uhr, noch nichts von der Sperrung wissend, kurz vor der Abfahrt Lüdenscheid, Richtung Dortmund. Jeder ist sich selbst der nächste, möge der Stärkere gewinnen. Die Ampel für Linksabbieger an der Kreuzung zur Brunscheider Straße stand ungelogen 7 bis 8 Minuten auf Rot. Dadurch waren viele so aufgebracht, dass über Rot, den Gegenverkehr, über doppelt durchgezogene Linie gefahren wurde, ein Wunder das es nicht geknallt hat.“

Update 9.41 Uhr: Die Stadt Lüdenscheid hat wegen des Verkehrschaos auf Lüdenscheider Straßen für den Mittag eine Sitzung des Krisenstabs anberaumt. Zuvor gibt es eine Runde, in der die Stadt durch die Autobahn GmbH über den aktuellen Stand an der Talbrücke Rahmede informiert wird. Schon zuvor hat die Stadt reagiert: „Wir arbeiten derzeit mit allen verfügbaren Kräften daran, den zusätzlichen Verkehrsfluss durch Lüdenscheid zu regeln, der durch die Sperrung der A45 zwischen den Auffahrten Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid entsteht“, sagte Stadtsprecherin Marit Schulte. Unter anderem würden Baustellenbegrenzungen, dort wo es möglich ist, abgebaut.

Anwohner über Verkehrschaos in Lüdenscheid: Habe 45 Minuten zur Arbeit gebraucht - statt sieben

Update 9.34 Uhr: Ein Leser aus Lüdenscheid: „Ich bin Anlieger des Zaunkönigweg in Lüdenscheid und der Verkehr staute sich aufgrund der Sperrung bereits im Nachtigallenweg. Ich brauchte bis zur Arbeit am Freisenberg 45 Minuten.“ Eine Strecke, für die er sonst sieben Minuten mit dem Auto benötigt. „Ich bin gespannt, wie es die nächsten Wochen weiter gehen sollen. Zum Glück lässt sich meine Arbeit, zum größten Teil, auch aus dem Homeoffice erledigen…“

A45-Vollsperrung bei Lüdenscheid: - Politiker kritisiert Ex-Verkehrsminister Wüst: „Katastrophe mit Ansage“

Update 9.27 Uhr: Jetzt meldet sich auch die Lüdenscheider Politik zu Wort. Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Fabian Ferber erklärt zur Sperrung der Talbrücke Rahmede: „Ich will nicht wissen, wie lange Straßen NRW und nun der neue Autobahnbetrieb des Bundes Maßnahmen aufgeschoben haben, bis nun von jetzt auf gleich die Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid gesperrt werden musste. Unser Zuhause versinkt im Verkehrschaos, weil über Jahre unsere Infrastruktur auf Verschleiß gespart wurde. Eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen, die A45, wird nun mitten durch Lüdenscheid geführt. Schon 2016 wurde die Notwendigkeit von Maßnahmen thematisiert. Auch in den Medien wie den Lüdenscheider Nachrichten wurde darüber berichtet, dass drei Jahre später Baumaßnahmen beginnen sollten, wie Straßen NRW damals ankündigte.“

Ferber betonte, dass sich seine Kritik ausdrücklich nicht an die örtlich handelnden Kräfte des ehemaligen Landesstraßenbetriebs richtet. „Trotzdem haben viele Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider schon länger das Gefühl, dass sich zwischen der Führung von Straßen NRW und der Bergstadt keine Liebesbeziehung entwickeln wird.“ Siehe Rathaustunnel in Lüdenscheid.

Der heimische SPD-Politiker nimmt auch den von 2017 bis 2021 amtierenden Verkehrsminister und jetzigen Ministerpräsident Hendrik Wüst in Pflicht. Man frage sich, was er in seiner Amtszeit so gemacht habe. Nun müsse alles getan werden, damit der Verkehr wieder über die A45 organisiert werden kann. Ferber: „Bei uns gibt es keinen Kölner Autobahnring, über den der Autobahnverkehr großzügig umgeleitet werden kann. Die A45 ist für die Wirtschaftsregion Südwestfalen die Lebensader, viele Pendlerinnen und Pendler sind auf sie angewiesen. Die Züge ins Ruhrgebiet von Lüdenscheid aus werden ironischerweise über einen Schienenersatzverkehr betrieben. Es droht eine Katastrophe mit Ansage.“

A45 gesperrt bei Lüdenscheid nach Brückenschäden

Update 9.12 Uhr: Laut WDR-Stauübersicht ist die A45 zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid doch nicht gesperrt. Eine entsprechende Information wurde soeben zurückgezogen.

Update 8.56 Uhr: Aufgrund der Überlastung der Umleitungsstrecken hat sich die Autobahn GmbH entschieden, einen weiteren Abschnitt der A45 zu sperren. Das berichtet der WDR in seiner Stauübersicht. Betroffen ist die A45 in Fahrtrichtung Dortmund zwischen den Anschlussstellen Meinerzhagen und Lüdenscheid. Der Verkehr in Fahrtrichtung Dortmund wird nun bereits in Meinerzhagen abgeleitet. Das führt auch in diesen Bereich zu zusätzlichen Verkehrsbelastungen, Entlastungen im Bereich Lüdenscheid sind dadurch bislang nicht zu verzeichnen. Vor der Anschlussstelle Meinerzhagen staut sich der Verkehr zurzeit auf 9 Kilometern, in der entgegengesetzten Fahrtrichtung vor der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord auf etwa 6 Kilometern.

Die A45 ist seit Donnerstagnachmittag auf unbestimmte Zeit gesperrt.
Die A45 ist seit Donnerstagnachmittag auf unbestimmte Zeit gesperrt. © Cédric Nougrigat

Update 8.40 Uhr: Wie erleben Sie das Verkehrschaos aufgrund der A45-Sperrung? Ob als Autofahrer, Lkw-Fahrer oder Anlieger, ist egal. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in einer E-Mail an ln@mzv.net, gerne können Sie uns auch Fotos schicken.

Alles rot: Die Umleitungs- und Nebenstrecken rund um Lüdenscheid sind überlastet.
Alles rot: Die Umleitungs- und Nebenstrecken rund um Lüdenscheid sind überlastet. © Schmitz

Update 8.36 Uhr: Soeben hat die Autobahn GmbH mitgeteilt, wann sie weitere Hintergründe und Einschätzungen zur Dauer der Sperrung der A45 bekannt geben will. Ab 13 Uhr stellen sich Elfriede Sauerwein-Braksiek (Direktorin Autobahn Westfalen), Michael Neumann (Projektleiter Außenstelle Hagen) und Winfried Neumann (Geschäftsführer Ruhrberg-Ingenieure) in einer Videokonferenz den Fragen der Journalisten. Wir berichten hier später live.

Update: 8.02 Uhr: Nach der Sperrung der Autobahn 45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid hat das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium laut Deutscher Presse Agentur ein Umleitungskonzept gefordert. „Es braucht jetzt schnellstmöglich ein Konzept für weiträumige Umleitungen. Die Sauerlandlinie ist eine Lebensader für alle Menschen in Südwestfalen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Region sei mit den Sperrungen im Straßennetz nach der Unwetterkatastrophe bereits stark belastet.

In „nicht ausreichendem Zustand“: Die Talbrücke Rahmede an der A45.
In „nicht ausreichendem Zustand“: Die Talbrücke Rahmede an der A45. © Olaf Moos

Kommunen und Kammern müssten an einem runden Tisch über die Abstimmung weiterer Maßnahmen eng eingebunden werden. „Die A45 ist eine der wichtigsten Fernstraßen in unserem Land mit hohem Schwerverkehrsanteil“, so der Sprecher. Nach Informationen unserer Zeitung werden die Behörden am Vormittag zunächst über den aktuellen Sachstand unterrichtet. Kurz darauf soll die Öffentlichkeit informiert werden.

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