Dubioser Hundetransport gestoppt

„Sehr schlechter Zustand": Polizei rettet Hundewelpen aus Transporter auf der A45

Polizei stoppt dubiosen Hundetransporter auf der A45 Richtung Dortmund
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In viel zu kleinen Boxen, Kartons und Plastikkisten waren elf Welpen in einem Kofferraum untergebracht. Die Polizei befreite sie.

Die Polizei Dortmund hat am Dienstagabend auf der A45 einen dubiosen „Tiertransporter“ gestoppt. In dem Kofferraum fanden die Beamten insgesamt elf eingezwängte Hundewelpen.

Dortmund - Ein Zeuge hat die Polizei Dortmund am Dienstag auf ein rumänisches Auto mit einem Anhänger auf der A45 in Richtung Dortmund aufmerksam gemacht. Beamte kontrollierten das Fahrzeug gegen 20.30 Uhr Höhe Siegen. Der Anhänger war laut Polizei mit einem weiteren Auto beladen.

Die Einsatzkräfte entdeckten bei der Kontrolle des rumänischen Gespanns insgesamt elf Hundewelpen im Kofferraum des aufgeladenen Autos. Die Hundewelpen befanden sich laut Polizeiangaben alle in einem sehr schlechten Zustand. Sie seien „in viel
zu kleinen Kartons, Plastikkisten und Transportboxen“ untergebracht gewesen.

Dubioser Hundetransport auf der A45: Welpen in enge Transportkisten gestopft

Aus dem Kofferraum sei den Beamten ein stark beißender Geruch entgegengekommen. Die Welpen mussten offensichtlich über Stunden ihre Geschäfte in die Transportboxen verrichteten. „Auf die Frage nach Herkunft und Ziel der Welpen, erklärte der 47-jährige Rumäne Hundezüchter in Rumänien zu sein. Alle elf Welpen seien für seine Tochter in Niedersachen. Entsprechende Unterlagen wie Impfpässe habe er dabei", so die Polizei. Die Beamten verständigten daraufhin das Gesundheits- und Veterinäramt aus Siegen zur A45.

„Vor Ort machten sich die Mitarbeiter des Veterinäramtes ein eigens Bild der Situation. Dabei stellten die Mitarbeiter fest, dass die Dokumente des Fahrers für einen gewerblichen Transport der Tiere jedoch weder vollständig noch komplett waren“, heißt es weiter. Sie ordneten die Sicherstellung der Welpen an.

Dubioser Hundetransport auf der A45: Welpen im Tierheim untergebracht

Die Einsatzkräfte befreiten die Hundewelpen aus ihrer ungemütlichen und verschmutzten Behausung und brachten sie in einem nahen Tierheim unter, wo sie erstmal tierärztlich untersucht werden.

Gegen den 47-Jährigen wird eine Anzeige wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz gefertigt.

Immer wieder rettet die Polizei Hundewelpen, die ohne Papiere unter schlechten Bedingungen auf deutschen Autobahnen transportiert werden. Einer aufmerksamen Autofahrerin ist es zu verdanken, dass die Polizei Dortmund auf der A1 einen Transporter mit sieben Welpen aus dem Verkehr zog. Die Tiere waren stundenlang ohne Wasser und Futter. Eine tragische Geschichte spielte sich an Weihnachten rund um einen Husky-Welpen ab. Der Vierbeiner wurde am ersten Weihnachtstag völlig entkräftet und fast erfroren in einem Kellereingang in Weddinghofen von einem Spaziergänger entdeckt

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