1. wa.de
  2. NRW

A44: Mercedes lichterloh in Flammen - besteht ein Zusammenhang mit Werkstatt-Aufenthalt?

Erstellt:

Von: Daniel Schröder

Kommentare

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand der Mercedes bereits lichterloh in Flammen.
Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand der Mercedes bereits lichterloh in Flammen. © Feuerwehr Anröchte/Peitz

Auf der A44 zwischen Erwitte/Anröchte und Soest ging in Höhe Bad Sassendorf am Montagnachmittag ein Mercedes in Flammen auf. Zur genauen Feststellung der Brandursache wurde der Wagen sichergestellt.

Bad Sassendorf - Von diesem Mercedes Kastenwagen blieb nur noch ein abgebrannter Haufen kontaminierten Altmetalls übrig. Er geriet am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr auf der A44 zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Soest-Ost in Richtung Dortmund in Flammen auf.

Noch während die für diesen Autobahnabschnitt zuständige Feuerwehr Anröchte sich mit fünf Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften auf dem Weg zur Einsatzstelle befand, wurde auch die Feuerwehr Bad Sassendorf alarmiert. Denn am Notruf wurde plötzlich berichtet, dass das Feuer sich auf die angrenzende Böschung ausgebreitet hatte.

Mercedes brennt auf der A44: Plötzlich sollte auch die Böschung brennen

Da der Mercedes in Höhe der Autobahnunterführung „Niederster Weg“ auf dem Standstreifen zum Stillstand gekommen war, rückte die Feuerwehr Bad Sassendorf „von unten“ an, um den mutmaßlichen Böschungsbrand bekämpfen zu können. Schnell entspannte sich die Lage jedoch - die Böschung hatte kein Feuer gefangen.

Wegen des vermeintlichen Böschungsbrandes rückte auch die Feuerwehr Bad Sassendorf an.
Wegen des vermeintlichen Böschungsbrandes rückte auch die Feuerwehr Bad Sassendorf an. © Feuerwehr Anröchte/Peitz

Mercedes brennt auf der A44: Notruf aus dem Stau

Die Flammen fraßen den Mercedes so schnell auf, dass von dem Wagen nichts mehr zu retten war. Ein Trupp des Löschzugs Anröchte bekämpfte die Flammen unter schwerem Atemschutz und hatte sie schnell unter Kontrolle. Doch plötzlich gab es aus dem rund acht Kilometer langen Stau einen weiteren Notruf: Es sollte einen weiteren Pkw-Brand geben.

Unter schwerem Atemschutz bekämpfte die Feuerwehr das Feuer.
Unter schwerem Atemschutz bekämpfte die Feuerwehr das Feuer. © Feuerwehr Anröchte/Peitz

Im wendigen Streifenwagen machten sich Polizei und Feuerwehr zusammen entgegen der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse auf den Weg zur Erkundung. Nach rund anderthalb Kilometer fanden sie einen stark qualmenden 1er BMW. Doch der brannte nicht wirklich. Vielmehr war der Auspuff vom Katalysator abgebrochen, sodass die Abgase ungefiltert in die Luft geblasen wurden. „Es sah zunächst wirklich so aus, als würde der Wagen brennen“, erklärte Janis Peitz, Sprecher der Feuerwehr Anröchte.

Mercedes brennt auf der A44: Waren die neuen Bremsen Schuld?

Der Mercedes, der anderthalb Kilometer weiter vorn tatsächlich gebrannt hatte, wurde von der Polizei sichergestellt. Der Fahrer hatte berichtet, dass der Wagen erst kurz zuvor aus der Werkstatt gekommen sei. Dort habe er vorne neue Bremsen verpasst bekommen. Da der Brand eindeutig im Frontbereich ausgebrochen sei, soll ein Brandgutachter nun ermitteln, ob es einen Zusammenhang zwischen den neuen Bremsen und dem Brand gegeben haben könnte.

Ein Fahrzeug-Brand mit solch einer Ursache wurde im Mai wohl im Rahmen einer Kontrollaktion der Polizei in Soest verhindern.

Auch interessant

Kommentare