Stundenlange Vollsperrung

Tödlicher Unfall auf der A2: Audi kracht in Unfallstelle - Frau stirbt

Tödlicher Unfall auf der A2: Beifahrerin stirbt - vier Personen schwer verletzt
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Bei einem schweren Unfall auf der A2 zwischen Oelde und Herzebrock-Clarholz ist am Samstag eine Frau ums Leben gekommen.

[Update] Tödlicher Unfall am Samstag auf der A2: Eine Frau ist gestorben, weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Autobahn war fünfeinhalb Stunden voll gesperrt.

Oelde - Zu dem verheerenden Unfall kam es nach Angaben der Autobahnpolizei Bielefeld kurz nach 14 Uhr auf dem linken Fahrstreifen der A2 in Fahrtrichtung Dortmund in Höhe des Beschleunigungsstreifens am Parkplatz Marburg. Hier war es nach ersten Ermittlungen der Beamten vermutlich zu einem Unfall beim Fahrstreifenwechsel gekommen.

AutobahnA2
Länge486 km
Gebaut5. April 1936
BundesländerNordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg

Tödlicher Unfall auf der A2: Audi kracht in Unfallstelle - Frau stirbt

Den Angaben zufolge wollte der Fahrer eines Seat aus Detmold den vor ihm auf dem mittleren Fahrstreifen fahrenden Mercedes aus Wuppertal überholen. Der Mercedesfahrer wollte in diesem Augenblick auch auf den linken Fahrstreifen wechseln, so dass es zu einer leichten Kollision der beiden Fahrzeuge kam.

Die Autobahn wurde für die Bergungsarbeiten zunächst voll gesperrt.

Der Fahrer des Seat konnte auf den Seitenstreifen fahren, der Mercedes blieb auf dem linken Fahrstreifen stehen. Das erkannte der nachfolgende Fahrer eines Audis aus Bochum offenbar nicht und fuhr nahezu ungebremst in den Mercedes. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich der Mercedes um die eigene Achse, knallte seitlich gegen einen Lkw auf der rechten Spur und blieb auf dem mittleren Fahrstreifen der A2 entgegen der Fahrtrichtung völlig zerstört liegen. Durch den Zusammenstoß mit dem Lkw wurde der Dieseltank beschädigt und Kraftstoff lief aus. Auch der silberne Audi A4 Avant wurde bei dem Unfall stark beschädigt.

Tödlicher Unfall auf der A2: Beifahrerin stirbt - weitere Personen schwer verletzt

Nach dem Notruf wurden die Löschzüge St. Vit und Rheda zur A2 alarmiert, ferner jeweils zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Oelde und Rheda-Wiedenbrück. Für die 53-jährige Beifahrerin in dem Mercedes kam jede Hilfe zu spät. Ihr Ehemann (60) und Sohn (31) aus dem Mercedes wurden schwer verletzt.

Ein 33-jährige Mitfahrer im Audi musste von der Feuerwehr mit hydraulischen Gerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Nach einer ersten notärztlichen Behandlung wurde für den Mann noch der Rettungshubschrauber Christoph 13 an die Unfallstelle gerufen, der den Patienten eigentlich in eine Osnabrücker Klinik fliegen sollte. Der Hubschrauber landete auf der Autobahn, der Verletzte musste aber aufgrund seines Zustandes später mit einem Rettungswagen in die Spezialklinik Gilead I. nach Bielefeld-Bethel gebracht werden. Auch der Fahrer des Audis (31) erlitt schwere Verletzungen.

Tödlicher Unfall auf der A2: Schutzwände gegen Schaulustige - Feuerwehr lobt Rettungsgasse

Die Feuerwehrleute mussten Sichtschutzwände aufbauen, da sich auf der Brücke zwischen den beiden Autobahnparkplätzen bereits mehrere Schaulustige versammelt hatten. Die A2 blieb zunächst für fünfeinhalb Stunden voll gesperrt, nach einiger Zeit konnten die Fahrzeuge über den Seitenstreifen die Unfallstelle passieren. Eine Ableitung wurde bis in den späten Abend an der Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz von der Autobahnmeisterei Oelde eingerichtet.

Durch eine vorbildlich eingerichtete Rettungsgasse kamen die Einsatzkräfte laut Sprecher der Feuerwehr schnell zum Einsatzort auf der A2.

Ein Sachverständiger machte sich vor Ort ein Bild des Geschehens, sicherte Spuren und wird im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Geschehnisse rekonstruieren. Der Höhe des Sachschadens beziffert die Polizei auf rund 70.000 Euro.

Christian Dresmann, Pressesprecher der Rheda-Wiedenbrücker Feuerwehr, lobte eine vorbildlich eingerichtete Rettungsgasse. Ferner seien ein Arzt und anderes medizinisches Personal als Ersthelfer schnell an der Unfallstelle gewesen und hätten vorbildliche Arbeit geleistet.

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