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Lkw-Unfall auf der A2: Bergungsarbeiten die ganze Nacht durch

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Von: Andreas Eickhoff

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Auf der A2 hat es am Donnerstag einen schweren Unfall mit Lkw gegeben. Die Autobahn war bis in die Nacht gesperrt. Die Bergungsarbeiten liefen bis zum Morgen.

Update vom 21. Januar, 6.36 Uhr: Fast die gesamte Nacht zum Freitag war die Autobahn A2 für die Bergungsarbeiten nach dem schweren Lkw Unfall zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh gesperrt. Der Asphalt musste in den frühen Morgenstunden mit Hilfe eines Spezialfahrzeuges gereinigt werden. Ferner musste auch noch das kontaminierte Erdreich neben der Fahrbahn ausgekoffert werden. 

AutobahnA2
Gesamtlänge473 km

Lkw-Unfall auf der A2: Bergungsarbeiten die ganze Nacht durch

Gütersloh - Schwerer Auffahrunfall zwischen zwei Lkw am Donnerstagnachmittag auf der A2 zwischen der Raststätte Gütersloh am Brockweg und der Brücke Neuenkirchener Straße in Fahrtrichtung Hannover: Aus bislang ungeklärter Ursache, so die Polizei, war ein polnischer Trucker (45) auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn auf den in Rumänien zugelassenen Sattelzug eines 48-Jährigen aufgefahren.

Die Bergungsarbeiten an der A2 dauerten bis in die Nacht.
Die Bergungsarbeiten an der A2 dauerten bis in die Nacht. © Andreas Eickhoff

Der 45-Jährige konnte sich nach Angaben der Polizei selbst aus dem Lkw befreien. Er wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der andere Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Der Unfall und die daraus resultierende Vollsperung der A2 in Fahrtrichtung Osten hatt massive Auswirkungen auf den Feierabendverkehr. Auf der Umleitungsstrecke zwischen Rheda-Wiedenbrück (NRW) und Gütersloh (B61, Stadtring, Verler Straße) standen die Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange. Die Autobahn soll voraussichtlich bis Mitternacht gesperrt bleiben, wie es bei WDR Verkehr heißt.

A2: Schwerer Lkw-Unfall zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh

Zwei Lkw sind am Donnerstag, 20. Januar, auf der A2 zusammengestoßen.
Zwei Lkw sind am Donnerstag, 20. Januar, auf der A2 zusammengestoßen. © Andreas Eickhoff

Zu dem Unfall war es nach ersten Erkenntnissen der Polizei gegen 15.35 Uhr gekommen. Nach den ersten Notrufen bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Gütersloh wurden mehrere Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug entsandt. Ferner wurden die Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Löschzug Spexard alarmiert.

Entgegen ersten Meldungen war niemand eingeklemmt, allerdings lief die auf dem polnischen Lkw transportierte Farbe in großen Mengen aus und verteilte sich neben der Fahrbahn im Erdreich. Gut ein dutzend IBC-Behälter mit jeweils 1000 Liter Industriefarbe standen auf der Ladefläche, ferner große Fässer aus Kunststoff.

A2: Lkw kracht auf weiteren Sattelzug

Die Feuerwehrleute versuchten zunächst mit Ölbindemittel eine größere Ausbreitung zu verhindern, viel zu retten gab es aber nicht: Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh wurde an die Unfallstelle beordert, das kontaminierte Erdreich musste ausgekoffert werden.

Die Autobahn A2 ist zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh nach einem schweren Lkw-Unfall gesperrt.
Die Autobahn A2 ist zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh nach einem schweren Lkw-Unfall gesperrt. © Andreas Eickhoff

Der Bergungsspezialist Peterburs aus Rheda-Wiedenbrück wurde an die Unfallstelle gerufen, um die völlig zerstörten Fahrzeuge abzutransportieren. Dazu mussten auch die Transportbehälter geborgen werden, die zunächst in einer Spezialmulde zwischengelagert wurden.

Die beiden Lkw-Fahrer wurden an der Unfallstelle notärztlich behandelt und später in Krankenhäuser eingeliefert. Ehe die Bergung startete, wurden die im Rückstau stehenden Fahrzeuge über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbei geführt. Ab der Anschlußstelle Rheda-Wiedenbrück sperrte die Autobahnmeisterei Oelde die Autobahn, gegen 18 Uhr stauten sich die Fahrzeuge bereits auf einer Länge von bis zu zehn Kilometern.

Die komplizierte Bergung dauert bis in die Nachtstunden an, der Schaden wurde von der Polizei zunächst auf rund 150.000 Euro beziffert.

Derweil macht ein Video im Netz von sich Reden: Es zeigt einen Milliardär, der in seinem Bugatti in Rekordgeschwindigkeit über die A2 rast – über 400 km/h erreicht er.

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