Immenser Stau bei Bielefeld

Schnee-Chaos auf A2 in NRW: Fahrer die ganze Nacht bei Eiseskälte im Auto - Jetzt ist ein Ende in Sicht

Auf der A2 bei Bielefeld mussten Autofahrer die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Im Schnee-Chaos war es zu einem Stillstand gekommen. So geht es nun weiter.

Bielefeld - Bei zweistelligen Minustemperaturen mussten zahreicher Autofahrer auf der A2 bei Bielefeld die Nacht auf Dienstag in ihren Fahrzeugen verbringen. Der immense Rückstau zog sich vorübergehend über 37 Kilometer. Die Lage scheint sich nun zu bessern - wenn auch nur langsam. (News aus Nordrhein-Westfalen)

AutobahnA2
StraßenbeginnOberhausen
StraßenendeKloster Lehnin
Länge486 Kilometer

A2 bei Bielefeld: Wegen Schnee bleiben Lkw stecken - es folgt der Mega-Stau

Ausgelöst wurde der Stau bereits am Montagmittag. Durch den heftigen Schneefall blieben einige Lkw im Schnee stecken und verursachten somit mehr und mehr einen Stillstand. In den Morgenstunden war der Stau auf der A2 bei Bielefeld noch immer nicht aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt hatten Fahrer und Mitfahrende zum Teil bereits über zwölf Stunden in ihren Fahrzeugen ausgeharrt - bei eisiger Kälte. Die A2 ist seitdem in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau.

Noch am Montag wurde eine Umleitung über die Autobahn 33 eingerichtet, allerdings trug das nicht dazu bei, die Lage in der Nacht zu Dienstag maßgeblich zu entspannen. Wie der ADAC mitteilte, seien alle Rastplätze ausgelastet. Neben dem ADAC appellierte auch die Polizei Bielefeld an Autofahrer, den Bereich nach wie vor weiträumig zu umfahren. „Wir bitten die Autofahrer, nicht auf die Autobahnen aufzufahren“, betonte Polizeisprecher Stefan Bökenkamp gegenüber wa.de. Damit ist nicht nur die A2 gemeint, schließlich sind viele Autobahnen in NRW in einer ähnlichen Situation. „Und ich glaube, das will keiner durchmachen“, verwies Stefan Bökenkamp auf die vielen Menschen, die in der Nacht zu Dienstag in ihren Fahrzeugen verweilen mussten.

A2 bei Bielefeld: Fahrer schlafen im Auto - Stau wegen Schnee hält wohl noch bis Abend an

Derzeit arbeitet die Polizei auf Hochtouren daran, dass sich dieses Szenario in der kommenden Nacht - in der es ja noch kälter werden soll - nicht wiederholt. „Es ist unser Bestreben, dass der Verkehr am Abend wieder läuft“, so Bökenkamp. Ein zeitnahes Ende ist noch immer nicht in Sicht. Die Polizei ist zwar aktuell dabei, die Fahrzeuge nach und nach über die A33 abzuleiten. Das Problem: Wer keine Schneeketten besitzt, kommt nur spärlich vorwärts. Immerhin wurde die Vollsperrung inzwischen für beide Fahrtrichtungen aufgehoben. Trotzdem werde es demnach wohl noch den ganzen Tag dauern, bis sich der Stau aufgelöst hat. „Der Fahrbahnboden ist vereist, es geht nur langsam voran. Bei diesen Temperaturen stoßen auch Streumittel an ihre Grenzen“, erklärt Bökenkamp.

Auch in Dortmund war es zu einer Autobahn-Sperrung mit einem Stau auf der A2 ebenfalls gekommen. Dutzende Lastwagen hatten sich am Montag auf der A2 Richtung Oberhausen festgefahren. Das Technische Hilfswerk konnte die Lkw befreien. In der Nacht zum Dienstag löste sich der Stau wieder auf. Trotzdem warnt auch hier die Polizei nach wie vor, die A2 in Richtung Oberhausen zu befahren. Die Fahrbahnen seien „spiegelglatt“.

Ein Fahrer schläft in seinem Wagen. Auf der A2 bei Bielefeld mussten Fahrer und Mitfahrende die ganze Nacht auf der Straße bei klirrender Kälte zum Teil mehr als 16 Stunden lang in ihren Autos ausharren.

In NRW handelt es sich derzeit um das wohl größte Schnee-Chaos seit Jahren. Vielerorts liegt auf den Straßen so viel Schnee, dass sich die Menschen fragen, wie sie überhaupt zur Arbeit kommen sollen - und ob sie das wegen des Schnees überhaupt müssen. Die rechtliche Lage ist eindeutig. Gleiches gilt für die Pflicht, den Bürgersteig vor der eigenen Haustür vom Schnee zu befreien.

Schnee, Eis, frostige Temperaturen - wer kann, sollte auf eine Fahrt mit dem Auto unbedingt vermeiden, anderenfalls aber immerhin einige Tricks kennen. Denn das Auto zu enteisen, wenn nicht nur Fenster, sondern auch die Tür oder gar die Handbremse eingefroren ist, wird zu einer anspruchsvollen Aufgabe.

Rubriklistenbild: © Festim Beqiri / dpa

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