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2G in NRW-Supermärkten: Droht die Corona-Regel bald auch bei uns?

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Kundin an der Kühltheke im Supermarkt
Im Supermarkt einkaufen, könnte in Hessen bald nur noch mit der 2G-Regel möglich sein. © Sven Hoppe/dpa

In NRW gibt es bald eine neue Corona-Verordnung. Viel diskutiert wird dabei die 2G-Regel für Kunden von Supermärkten.

NRW – Als erstes Bundesland hat Hessen es den Supermärkten freigestellt, Kunden, die nicht gegen das Coronavirus* geimpft oder davon genesen sind, den Zutritt ins Geschäft zu verbieten. Ende Oktober läuft die Corona-Verordnung für NRW* aus. Aber ist eine solche Regel in einer neuen Fassung überhaupt denkbar? RUHR24* kennt die Details zu den Spekulationen.

BundeslandNRW
HauptstadtDüsseldorf
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz1,7 (Stand: 15. Oktober)
7-Tage-Inzidenz48,5 (Stand: 15. Oktober)

Einkaufen ohne Corona-Test: auch in NRW bald 2G-Regel in Supermärkten?

Die 2G-Regel ist bereits bei Borussia Dortmund* und anderen Bundesliga-Vereinen entweder teilweise oder komplett gültig. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann sich das Spiel nicht überall live auf der Tribüne anschauen. Bislang betrifft diese Bestimmung aber eher Freizeitangebote. In Hessen hat dies allerdings schon Auswirkungen auf den Alltag. Denn Einkaufen könnte in den Geschäften dann den Personen vorbehalten sein, die unter die 2G-Regel fallen.

Inwiefern diese Maßnahme nun in Hessen wirklich umgesetzt wird, ist allerdings fraglich. „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, zitiert das Portal 24Rhein den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier zur 2G-Regel in Supermärkten*.

Auch für das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es zunächst Entwarnung. Gegenüber dem Portal soll das Gesundheitsministerium erklärt haben, dass eine 2G-Beschränkung in Supermärkten und Discountern für NRW bislang keine Option sei.

3G-Regel beim Einkaufen: 2G-Regel in NRW keine Option für Supermärkte

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sei vonseiten der Geschäfte noch nicht kontaktiert worden bezüglich eines Wunsches nach strengeren Corona-Maßnahmen in NRW*. „Eine Einführung einer 2G-Option ist derzeit weder für den Einzelhandel noch für andere Bereiche vorgesehen“, stellt das Gesundheitsministerium daher gegenüber 24Rhein klar.

Welche anderen Vorschriften sich in der Corona-Schutzverordnung ab dem 30. Oktober ändern werden, bleibt abzuwarten. Momentan reichen zum Einkauf eine medizinische Atemschutzmaske und genügend Abstand zu den anderen Kunden.

Eine Frau trägt zwei Einkaufstaschen von Lidl
Für Personen, die etwa bei Discounter Lidl einkaufen, ist eine medizinische Maske weiterhin Pflicht. © Justin Tallis/AFP

Einen ersten Dämpfer für viele Nicht-Geimpfte gibt es aber bereits. Seit Montag (11. Oktober) müssen diese Personen für den bislang kostenlosen Schnelltest bezahlen.

Einkaufen in Holland: NRW-Nachbar verzichtet auf Corona-Regeln beim Shopping

Die 2G-Regel ist damit zwar aktuell nicht für Supermärkte in NRW im Gespräch. Doch in der Gastronomie ist die Auslegung der Maßnahmen ebenso vom Betreiber abhängig, wie in Hessen künftig in den Supermärkten. Und diese Regelung kann auch ihre Vorteile haben (weitere News zum Coronavirus in NRW* bei RUHR24).

So könnte beim Eintreten der 2G-Regel etwa auf die Maskenpflicht und den Mindestabstand verzichtet werden – ein Stück mehr „Normalität“ also. In einigen Nachbarländern von Deutschland ist diese Lösung sogar ohne 2G-Regel bereits im Alltag angekommen.

Die Urlauber in den Niederlanden können daher aktuell (Stand: 15. Oktober) freiwillig eine Atemschutzmaske tragen, sind aber etwa in Supermärkten oder anderen Geschäften nicht dazu verpflichtet. Auch in Dänemark verzichtet auf Corona-Regeln, wie sie in NRW gelten.

Video: Coronavirus in NRW – Zeigen die Maßnahmen Wirkung?

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands sollen Maske und Abstand weiterhin mögliche Übertragungen des Coronavirus beim Einkaufen verhindern - und das scheinbar mit Erfolg. Momentan liegt die 7-Tage-Inzidenz in NRW bei 48,5 und damit niedriger als in Hessen mit 54,0 (Stand: 15. Oktober). Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen am Freitag (15. Oktober) bei 1,7. *RUHR24 und 24Rhein sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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