Veranstaltungen und Stadion

2G-Regel in NRW: Erste Stadt führt strenge Maßnahme ein - und appelliert an Land

Die 2G-Regel ist viel diskutiert, auch in NRW. Die erste Großstadt macht jetzt ernst und hat die strenge Maßnahme an bestimmten Orten eingeführt.

Wuppertal - Noch sperrt sich die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gegen die 2G-Regel. Auch wenn die Corona-Zahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland aktuell wieder sinken, sind die Rufe nach der strengen Corona-Maßnahme immer noch da. Erste Bundesländer experimentieren bereits mit der 2G-Regel - NRW hält sich diesbezüglich aber noch zurück. Wuppertal macht jetzt aber als erste Großstadt in NRW ernst.

StadtWuppertal
Fläche168,4 km²
Einwohner355.004

2G-Regel in NRW: Wuppertal führt strenge Maßnahme ein - Großstadt appelliert an Land

Der Hauptausschuss der Stadt hat am Mittwoch (22. September) die 2G-Regel für große Freizeitveranstaltungen in städtischen Räumen mit großer Mehrheit beschlossen. Laut WDR gab es vier Gegenstimmen: von der FDP, AfD und den Freien Wählern.

Das heißt: Zu diesen Veranstaltungen haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Aber nicht nur Veranstaltungen sind betroffen, sondern auch der Sport. Die 2G-Regel soll auch für das Stadion am Zoo gelten, in dem der Regionalligist Wuppertaler SV spielt. 

Das teilte die Stadt Wuppertal in einer Pressemitteilung mit. Die 2G-Regel soll voraussichtlich am Freitag, 24. September, in Kraft treten. Ausgenommen seien demnach Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und diejenigen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Wuppertal führt 2G-Regel ein - Appell an die NRW-Landesregierung

Mit der Einführung der strengen Corona-Maßnahme auf städtischer Seite appelliert Wuppertal auch an seine Gastronomen und Veranstalter. Sie sollen sich der 2G-Regel freiwillig anschließen. So werde es auch in dem Beschluss des Hauptausschusses formuliert.

„Anders als etwa in Hamburg ermöglicht es die Corona-Schutzverordnung des Landes allerdings aktuell nicht, den Betrieben im Gegenzug Befreiungen von den Infektionsschutzregeln zu gewähren“, teilt die Stadt Wuppertal mit. Daher appelliere man in dem Beschluss auch an das Land NRW, die 2G-Regel landesweit einzuführen.

In Wuppertal liegt die 7-Tage-Inzidenz schon länger über 100. Am Donnerstag, 23. September, lag der Wert bei 111,5 - der fünfthöchste Wert in NRW. Landesweit sinken die Corona-Zahlen aktuell, die Hotspots bleiben aber.

Wie der WDR berichtet, protestierten am Mittwoch etwa 50 Demonstranten in Wuppertal gegen die Einführung der 2G-Regelung.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare