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2G in NRW: Gilt die Corona-Regel auch für Kinder, Jugendliche und Schüler?

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Von: Marcel Guboff

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In NRW gilt in vielen Bereichen die 2G-Regel. Betrifft die Maßnahme auch Kinder, Jugendliche und Schüler? So steht‘s in der Corona-Schutzverordnung.

Update vom 23. November, 13.28 Uhr: Im Kampf gegen Corona werden die Regeln in NRW verschärft. In vielen Bereichen gilt künftig die 2G- (geimpft oder genesen) oder 2G-plus-Regel (geimpft oder genesen und getestet). Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von Beschränkungen auf 2G und 2G-plus allerdings ausgenommen. So steht es in der neuen Coronaschutz-Verordnung von NRW. Im Umkehrschluss gelten strenge Einschränkungen für Ungeimpfte aber für 16- und 17-Jährige. Für Erwachsene gelten sie ohnehin.

KrankheitCovid-19
KrankheitserregerSARS-CoV-2
UrsprungVolksrepublik China

Schülerinnen und Schüler gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schul-Testungen weiterhin als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt sind getesteten Personen gleichgestellt.

2G-Regel kommt in NRW - das gilt für Kinder und Jugendliche

[Erstmeldung vom 16. November] Hamm - Die vierte Welle ist in vollem Gange. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus* nimmt von Tag zu Tag zu - weshalb die Corona-Regeln auch in Nordrhein-Westfalen verschärft werden. So kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst* (CDU) an: 2G kommt auch in NRW.

„Wir werden in NRW flächendeckend 2G im Freizeitbereich einführen“, verkündete Landeschef Hendrik Wüst. Dies gelte auch für Restaurants, Weihnachtsmärkte, Fußball- und andere Sport-Großveranstaltungen. „Das wird ergänzt um 2G-plus in Situationen mit hohem Infektionsrisiko“, ergänzte der CDU-Politiker. Der genaue Start ist noch offen.

Diese Regelung bringt deutliche Einschnitte im Leben der Ungeimpften. Aber wie sieht es mit Kindern aus, die noch nicht geimpft werden dürfen? Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Corona-Impfung erst für Kindern ab 12 Jahren. Müssen alle ungeimpften Kinder also da, wo künftig 2G gilt, zu Hause bleiben?

Hendrik Wüst: „Für Kinder wird es abweichende Regelungen geben, weil sie erst sehr spät ein Impfangebot – wenn überhaupt – bekommen haben und sie in den Schulen so viel getestet werden wie keine andere Bevölkerungsgruppe.“ Wie dies genau aussehen wird, ließ er noch offen.

2G-Regel auch für Kinder? Bundesländer reagieren unterschiedlich

„Für uns war ganz wichtig, dass Kinder und Jugendliche von dieser 2G-Regelung ausgenommen sind. Kinder und Jugendliche dürfen nicht mehr leiden“, unterstrich NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP), der auch stellvertretender Ministerpräsident ist. Sie müssten unbedingt weiterhin ihre Freizeitmöglichkeiten haben.“

Impfaktion für Kinder und Jugendliche
Die 2G-Regel in NRW kommt: Ministerpräsident Hendrik Wüst kündigt verschärfte Maßnahmen an. Sind auch Kinder und Jugendliche betroffen? © Swen Pförtner/dpa

Bislang gehen die Bundesländer bei der 2G-Regel für Kinder unterschiedliche Wege. In Berlin oder Hessen zum Beispiel sind Kinder und Jugendliche unter 18 von der 2G-Regel ausgenommen. Voraussetzung ist allerdings ein aktueller negativer Corona-Test. In Bremen sind derweil Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren von der 2G-Regel ausgenommen. Wenn eine Schulbescheinigung vorlegt, gilt das auch für Jugendliche ab 16 Jahren.

Hendrik Wüst sprach sich aber für eine möglichst einheitliche Ausgestaltung in Deutschland aus, „um zu vermeiden, dass es einen Flickenteppich gibt“, sagte der NRW-Ministerpräsident. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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