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2G-Regel in NRW: Strengere Corona-Maßnahmen ab Mittwoch (24. November)

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Von: Hannah Decke

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Neue Corona-Regeln für NRW kommen. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat 2G in vielen Bereichen angekündigt. Jetzt ist die neue Corona-Schutzverordnung da.

Update vom 23. November, 13.23 Uhr: Die neue Corona-Schutzverordnung ist da. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am Dienstag die neuen Corona-Regeln für NRW vorgestellt. Die 2G-Regel kommt mit wenigen Ausnahmen, die 3G-Regel wird ausgeweitet.

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

[Erstmeldung] Hamm - Die Corona*-Lage ist noch lange nicht so dramatisch wie in anderen Bundesländern. Aber auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Infektionszahlen. Ministerpräsident Hendrik Wüst* (CDU) verkündete eine Verschärfung der Corona-Regeln. Am Freitag nannte er den Zeitplan der NRW-Regierung.

2G-Regel in NRW: Hendrik Wüst zu neuen Corona-Maßnahmen

Kurz vor dem Bund-Länder-Treffen am Donnerstag hatte der Ministerpräsident schon die Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich angekündigt. Am Freitag legte Wüst nach. Er wolle die beim Corona-Gipfel beschlossenen Regeln schnell umsetzen.  „Das wird ab nächster Woche soweit sein“, sagte Wüst im WDR und bekräftigte das am frühen Abend noch einmal nach einer Videoschalte mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände.

Die neuen Regelungen sollen kommende Woche in der Coronaschutz-Verordnung verankert werden. Die Einhaltung der Regeln werde mit regelmäßigen Stichproben kontrolliert. Verstöße würden künftig höher und schmerzhaft bestraft. „Mit der Einführung der 2G-Regel flächendeckend im Kultur- und Freizeitbereich sind wir vorangegangen, die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz, im ÖPNV und Fernverkehr gibt weiteren Schutz“, betonte der Regierungschef. 

2G-Regel in NRW: Härtere Corona-Regeln kommen in vielen Bereichen

Ungeimpfte bekommen künftig keinen Zutritt mehr zu Freizeitveranstaltungen, Gastronomie, Hotels sowie auch körpernahen Dienstleistungen. Details sind noch unklar, zum Beispiel im Amateursport oder beim Friseur. Für alle geimpften oder genesenen Menschen bedeuteten die neuen Maßnahmen „erst einmal keine nennenswerten weiteren Einschränkungen“, sagte Wüst im WDR. 

Zusätzlich soll in Situationen mit besonders hohem Infektionsrisiko das 2G-plus-Modell greifen - also aktuelle Tests auch für Geimpfte und Genesene. Das betrifft etwa den Zutritt zu Clubs und Karnevalsveranstaltungen. Für Kinder wird es abweichende Regelungen geben. Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp sagte, dass die Zugangsbeschränkungen für Kinder und Jugendliche nicht gelten würden.

Blick auf ein Schild «2G-Nachweis - bitte mit kostenlosem Bändchen». Für den Weihnachtsmarkt gilt eine 2G-Pflicht. Auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt kommen deshalb Bändchen zum Einsatz, die die Gäste berechtigen, Speisen und Getränke zu kaufen. Dazu muß vorher nachgewiesen werden, ob man vollständig geimpft oder genesen ist. | Aktuell
Harte Corona-Regeln kommen auf NRW zu. Im Freizeitbereich wird 2G gelten, am Arbeitsplatz 3G. Die neuen Maßnahmen werden in der kommende Woche beschlossen. © Friso Gentsch/dpa

Am Arbeitsplatz wird 3G deutschlandweit gelten. Das wurde am Freiag bekannt. Laut Hendrik Wüst will das Land NRW mit drei Säulen in den Winter gehen: Vorsicht, Impfen und Testen.

Die künftigen Corona-Regeln in NRW im Überblick:

Hendrik Wüst hatte am Mittwoch (17. November) den NRW-Landtag in einer Sondersitzung über seinen Corona-Kurs unterrichtet. Nach der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) wollte er am Freitag die Kommunalen Spitzenverbände in NRW über seinen Plan informieren. Dann soll im Landeskabinett besprochen werden, wann die 2G-Regel in NRW greifen soll.

2G-Regel in NRW: Schärfere Regeln auf Weihnachtsmärkten

In nahezu allen Städten und Gemeinden laufen derzeit die Aufbauarbeiten für die Weihnachtsmärkte. Aktuell gilt für diese Art der Veranstaltungen in NRW die 3G-Regel - geimpft, genesen, getestet. Doch einige Kommunen blickten bereits mit Sorge auf die momentane Entwicklung und haben die Corona-Regeln für ihre Weihnachtsmärkte vor der Entscheidung der Landesregierung verschärft. So entschied etwa Münster schon frühzeitig, auf den Märkten die 2G-Regel einzuführen. Auch die beliebten Weihnachtsmärkte in Köln sollen unter strengeren Auflagen stattfinden.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst plädierte schon vergangene Woche für eine flächendeckende 2G-Regelung im Freizeitbereich. Die Rufe nach strengeren Maßnahmen sind seitdem lauter geworden. Für die Bund-Länder-Runde am Donnerstag planten auch die Ampel-Parteien eine allgemeine Verschärfung der Corona-Regeln.

Derzeit herrscht in Deutschland noch ein Flickenteppich an Regelungen. Die Corona-Maßnahmen sind derzeit sehr verschieden, einen Überblick über die Regelungen in den einzelnen Bundesländern gibt fr.de*. *wa.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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