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24-Jähriger zunächst vermisst: Kriminalpolizei ermittelt wegen mutmaßlicher Geiselnahme

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Zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen in Freiburg am Straßenrand.
Zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen in Freiburg am Straßenrand. © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Essener Kriminalpolizei ermittelt mit Unterstützung der Kriminalpolizei aus Mönchengladbach wegen einer mutmaßlichen Geiselnahme. So war ein 24-Jähriger aus Oberhausen zunächst vermisst.

Essen - Laut Polizei vertraute sich am 8. April der 32-jährige Bruder des vermutlich Geschädigten der Kriminalpolizei in Oberhausen an. Er habe über seine Familie erfahren, dass sein damals 24-Jähriger Bruder von unbekannten Tätern möglicherweise ins Ausland verbracht worden war. Hintergrund der Tat seien dabei finanzielle Forderungen unterschiedlicher Gläubiger gewesen, von denen sich der 24-Jährige teilweise vierstellige Geldbeträge geliehen und anschließend nicht zurückgezahlt hatte.

Der 24-Jährige hat sich möglicherweise in der Zeit vom 7. bis zum 11. April in der Gewalt der nun ermittelten vermeintlichen Tatverdächtigen (sieben Männer im Alter von 20-33 Jahren) befunden und ist in unterschiedliche Wohnungen in Mönchengladbach und Jüchen verbracht worden . Gegenstand der jetzigen Ermittlungen sei noch, ob er zusätzlich in ein angrenzendes Nachbarland verbracht worden ist.

Die Täter hätten damit gedroht ihm schwere gesundheitliche Schäden unterschiedlicher Art zuzufügen und ihren nun an die Familie des Geschädigten gerichteten Geldforderungen Nachdruck verliehen, in dem sie dem 24-Jährigen mittels unterschiedlicher Gegenstände Verletzungen hinzugefügt hätten. Da die tatverdächtigen Männer aus dem persönlichen Umfeld des Opfers stammen würden, hätte die Polizei sie aber zeitnah ermitteln können.

Gegen vier der insgesamt sieben beschuldigten Männer seien zunächst auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen worden, die nunmehr in drei Fällen außer Vollzug gesetzt und in einen Fall aufgehoben worden seien. Zwischen dem 8. April und dem 23. Mai seien außerdem insgesamt 14 Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnanschriften in Mönchengladbach, Jüchen und Linnich, zum Teil mit Unterstützung von Spezialeinheiten, vollstreckt worden.

Nach Polizeiangaben würden die Ermittlungen aber noch weiter andauern.

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