Gerüchte über Ebola-Infektion

19-Jähriger bricht blutend im Treppenhaus zusammen und stirbt

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Rettungskräfte eilten an den Ort des Geschehens, doch für den 19-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. 

[Update 15.54 Uhr] Wuppertal - Ein 19-jähriger Zuwanderer aus Westafrika ist in Wuppertal stark blutend in einem Treppenhaus zusammengebrochen und gestorben. Recht schnell kursierten Gerüchte über eine mögliche Ebola-Infektion. 

Rettungskräfte waren am Sonntagabend in Schutzanzügen an den Ort des Geschehens geeilt. Bewohner hatten den leblosen Körper im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses entdeckt. 

Neben dem Toten, der aus dem Mund blutete, habe sich eine größere Blutlache gebildet, bestätigte die Polizei am Montag. Die Ermittler widersprachen aber zugleich Gerüchten von einer hochgefährlichen Ebola-Infektion: Es gebe keine Hinweise auf eine ansteckende Infektionskrankheit. Ein Verbrechen könne ebenfalls ausgeschlossen werden.

Ursache könnte einer ersten Leichenschau zufolge eine nicht ansteckende Blutkrankheit gewesen sein. Genaueres soll eine Obduktion am Dienstag in der Gerichtsmedizin in Düsseldorf ergeben.

Der Mann aus Guinea habe sich nach bisherigen Erkenntnissen in den vergangenen zwei bis drei Jahren in Wuppertal aufgehalten und keine Auslandsreise unternommen. Die Leiche des 19-Jährigen werde nun in der Gerichtsmedizin in Düsseldorf obduziert. "Für uns ist das ein ganz normales Todesermittlungsverfahren", sagte eine Polizeisprecherin.

Das Tragen von Schutzkleidung sei bei solchen Einsätzen Routine. Darüber hinaus sähen Polizei, Feuerwehr und das städtische Gesundheitsamt derzeit keinen Grund für weitere Vorsichtsmaßnahmen, teilte die Stadt mit. Früheren Angaben zufolge war der Mann auf offener Straße zusammengebrochen. Das korrigierte die Polizei am Montag. - dpa

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