Mildes Urteil für Spielhallen-Räuber

Werne/Dortmund - Mit einem milden Urteil ist am Dortmunder Landgericht der Prozess gegen einen geständigen Räuber zu Ende gegangen. Der heute 36-jährige wurde für den bewaffneten Überfall auf eine Spielhalle an der Kamener Straße zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.

Da der Verurteilte bereits seit einigen Monaten in Untersuchungshaft sitzt und diese Zeit auf seine Strafe angerechnet wird, kann er damit rechnen, bald eine Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt zu bekommen. Glimpfliches Ende einer brutalen Tat, die den Mann durchaus für mehrere Jahre in Haft hätten bringen können. Doch die Richter am Dortmunder Landgericht rechneten ihm sein umfassendes Geständnis hoch an und hielten ihm zudem zugute, dass die Tat fast auf den Tag genau zwölf Jahre zurück liegt. 

Bewaffnet mit einer Spielzeugpistole hatte der maskierte Mann am 28. März 2005 die Spielhalle überfallen, eine Angestellte bedroht und zur Herausgabe der Tageseinnahmen von 1.440 Euro gezwungen. Erst zwei Tage vor der Tat hatte der damals 24-jährige stundenlang in dieser Spielhalle gezockt, dabei die Örtlichkeiten ausbaldowert. 

Auch die Beute wurde umgehend wieder in Geldspielautomaten gestopft, die gesamte Summe innerhalb von einem Tag mit Glücksspiel in Dortmund verjubelt. "Ich war damals spielsüchtig" erinnerte sich der sichtlich geläuterte Mann an die kriminell geendete Phase in seinem Leben. Zwölf Jahre hatte der Räuber nach der Tat unerkannt im Kosovo gelebt, bis man ihn 2016 doch aufspüren und nach Deutschland ausliefern konnte.

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