Raus aus dem Automatik-Modus

Gemeinsam Momente einfangen: Die ZWAR-Gruppe Fotografie

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Eine Diashow mit selbstgeschossenen Fotos: Jeder Teilnehmer der Projektgruppe stellt den anderen seine Motive aus dem letzten Monat vor.

Landschaftsfotografien, Porträts und Lichtexperimente: In der ZWAR-Projektgruppe Fotografie machen die Teilnehmer jeden Monat Fotos zu einem bestimmten Thema und üben so ihre Fingerfertigkeit an der Kamera. „Raus aus dem Automatik-Modus“ ist unter anderem das Motto – und damit auch raus aus dem monotonen Alltag.

Werne – Der Beamer in den Räumen des Verkehrsvereins wirft ein Foto auf die weiße Leinwand: Ein Eisvogel, der gerade zum Tiefflug Richtung Wasser ansetzt, ist zu sehen. „Bewegung“ lautete das Thema bei der jüngsten Zusammenkunft für die elf Teilnehmer der Fotografie-Gruppe, die durch das von der Stadt angeschobene Projekt „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ zusammenfanden. 

Einen Monat lang haben sie passende Kulissen gesammelt, eigene Ideen entwickelt und umgesetzt oder alte Fotoalben nach passenden Motiven durchsucht. Im Verkehrsverein finden sich die Projektteilnehmer jeden Monat zusammen und schauen sich die fertigen Ergebnisse jedes einzelnen mit einem Beamer an, geben einander Tipps und Feedback. „Jeder interpretiert das Thema anders“, sagt Teilnehmerin Dagmar Doering. 

„Wir können fotografieren, was wir wollen"

Viele haben sich für Wasseraufnahmen entschieden, mal ist auf der großen Leinwand ein plätschernder Bach zu sehen, mal rauschende Wellen. Auch Transportmittel wie Flugzeuge und Boote wurden für das Oberthema fotografiert oder sich bewegende Freunde und Familienmitglieder. „Wir können fotografieren, was wir wollen und wie wir wollen, es gibt keine Dogmen, nach denen wir handeln müssen“, sagt Heiner Tröster aus der Gruppe, während er den anderen seine Bilder zeigt. 

Tröster hat sich beim Thema Bewegung für kreisende Lichter entschieden. „Das sieht ja toll aus, wie geht sowas?“, fragt eine Teilnehmerin. Bei solchen Fragen schauen sich die Teilnehmer die Dateiinformationen der Bilder an, geben sich gegenseitig Tipps zur Belichtungszeit, zur Filternutzung und Blendenzahl. 

Viele der Teilnehmer haben in ihrer Jugend noch Fotos mit analogen Kameras gemacht. „Das war irgendwie einfacher, da gab es nicht so viele Knöpfe und Möglichkeiten“, sagt Teilnehmerin Monika Fölsche. 

Laien lernen von Profis

Nicht alle Projektteilnehmer haben langjährige Fotoerfahrung. Ziel sei es, dass Laien von den Profis lernen können und auch die Profis sich Ideen von den Fotografie-Anfängern abgucken. „Ich finde es einfach schön, Begebenheiten für mich festzuhalten, so wie ich es möchte“, bringt Fölsche das Entscheidende an dem Hobby auf den Punkt. 

Auch für Projektteilnehmer Ludger Bichmann hat das Fotografieren eine besondere Bedeutung: „Das ist auch eine Art Kunst, es gibt so viel, was man da herausholen kann. Es ist ein ganzes Studium mit der Kamera.“ 

Ob auf Automatik oder mit zahlreichen Effekten und Filtern: Die Teilnehmer teilen nicht nur ihre Fortschritte mit der Kamera, sondern mit den Fotos auch private Erlebnisse, Geschichten und Lieblingsorte. Foto-Exkursionen zum Zechengelände oder zum Stadtsee haben die Teilnehmer schon gemeinsam unternommen. 

Auch auf der Sim-Jü werden sich einige Gruppenmitglieder mit der Kamera austoben. Laut Monika Fölsche gibt es viele schöne Momente, die man mit der Kamera einfangen kann – sie bleiben so erhalten und gehen nie wirklich verloren.

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