Pagensstraße

Zuwachs im Gewerbegebiet: Neue Heimat für Garten- und Landschaftsbauer in Werne

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Philipp Cramer sowie Gertrud und Yener Ari (von links) stellten die Pläne vor.

Werne - So langsam wird es eng auf dem Gewerbegrund an der Pagensstraße. Mit dem Garten- und Landschaftbauer Arinski wird sich spätestens zum Jahresende die dritte Firma auf der ursprünglich 5.500 Quadratmeter großen Fläche niederlassen. Dann steht nur noch weniger als die Hälfte für weitere Ansiedlungen zur Verfügung.

Aktuell ist das 1.161 Quadratmeter große Areal, das die Stadt Werne Ende 2018 an Firmenchef Yener Ari verkauft hat, noch eine grüne Wiese. Während Ari an der Seite seiner Ehefrau Gertrud das Gelände abgeht, streckt in der Ferne ein Pferd neugierig den Kopf aus seiner Box. Bäume bilden an der Zufahrtsstraße eine Allee. Idylle pur. Das soll sich schon in zwei Wochen ändern – dann ist es (zunächst) mit der Ruhe vorbei.

„Wenn die Baugenehmigung da ist, fangen wir sofort an“, sagt der 47-Jährige Unternehmer. Bis Oktober will er eine Maschinenhalle, eine kleine Ausstellungsfläche und ein Wohnhaus für die eigene Familie errichten. „Gehen wir mal von Ende des Jahres aus“, schränkt Philipp Cramer von der Wirtschaftsförderung zwar mit einem Lächeln ein. Aber auch das ist ein ambitionierter Zeitplan.

Geringe Bauzeit dank Fertighaus-Variante

„Wir haben ein Fertighaus gekauft und wollen die Halle auch als Bausatz liefern lassen“, erklärt Ari seine Pläne. „Es ist höchste Eisenbahn, dass wir hierhin umziehen.“ In Bergkamen – wo der 47-Jährige die Firma 2009 gegründet hat – ist schlichtweg kein Platz mehr. Inzwischen sammeln sich die Gerätschaften des Unternehmens neben zwei externen Lagern mit 800 Quadratmetern Fläche auch im Privatgarten an. „Damit ist hoffentlich bald Schluss“, sagt Ehefrau Gertrud.

In Bergkamen hatten die beiden keine geeignete Fläche gefunden und ziehen deshalb nach Werne um. Eine Entscheidung, die leicht gefallen ist. „Wir planen das schon lange und sind überglücklich, dass es jetzt klappt“, sagt Ari. Zumindest in der Außendarstellung hat das Unternehmen den Sprung über die Lippe auch schon vollzogen. Auf den Visitenkarten und Baustellenfahrzeugen ist bereits die neue Adresse in der Pagensstraße aufgedruckt.

Bedenken der Nachbarn sind ausgeräumt

Das neue Umfeld hat die Familie – die Aris haben zwei Kinder, ein Sohn arbeitet ebenfalls im Betrieb – ebenfalls kennengelernt. Anfangs habe es jedoch Bedenken bei den direkten Nachbarn über den dritten Betrieb vor deren Haustür gegeben. Vor wenigen Jahren hatten sich auf der Fläche bereits der Malerbetrieb Schlierkamp und die Firma Heuser angesiedelt. „Als wir aber erklärt haben, dass wir uns hier auch privat niederlassen und ein Haus bauen wollen, war die Stimmung ganz anders“, erklärt der ausgebildete CNC-Programmierer.

Auch die Verwaltung glaubt, mit Yener Ari den passenden Partner für die weitere Entwicklung der Fläche gefunden zu haben. „Die Pläne der Firma Arinski kommen uns sehr entgegen“, betont Cramer. Nun stünden an der Pagensstraße noch gut 2.400 Quadratmeter zur Bebauung bereit. Die liegen ganz bewusst genau in der Mitte der bald drei angesiedelten Betriebe, um Raum für eine mögliche Expansion oder weitere Betriebe zu lassen.

Expansion der Firma möglich

Eine Erweiterung kann sich Yener Ari durchaus vorstellen. Inklusive Chef arbeiten aktuell fünf Mitarbeiter für die Firma. Für die Zeit nach dem Umzug sucht der 47-Jährige neue Kräfte, um mehr Aufträge erledigen zu können. Das Problem: Auf dem Arbeitsmarkt ist wenig Bewegung. „Das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Jeder, der in diesem Bereich eine Arbeit sucht, kann sich bei mir bewerben“, sagt der 47-Jährige.

Jetzt stehe aber erst einmal der Bau seiner neuen Unternehmenszentrale im Fokus. Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind, soll dann wieder Ruhe einkehren an der Pagensstraße. „Danach sehnen auch wir uns“, sagt Ari.

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