Wohnprojekt in den Startlöchern

„Gemeinsam wohnen an den Linden“ erhält Baugenehmigung und Adressen

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Die Vorbereitungen für die Klimaschutzsiedlung „Gemeinsam Wohnen an den Linden“ am Becklohhof laufen. Baustart soll im späten Frühjahr sein.

Werne – Es tut sich was am Becklohhof. Genauer gesagt hat sich schon eine Menge getan. In den vergangenen Wochen rückten die Bagger an und richteten die künftige Baustelle zum Wohnprojekt „Gemeinsam wohnen an den Linden“ her.

„Die Baugenehmigung ist da – und genau so, wie wir bauen möchten“, freut sich Andreas Drohmann, Geschäftsführer der Baugemeinschaft. „Wir haben jetzt auch Adressen: Becklohhof 1, 3, 5 und 7.“ Das Grundstück sei soweit vorbereitet, jetzt gehe es in die letzten Vorbereitungen, bevor im späten Frühjahr dann die wirklich großen Bagger am Becklohhof ihr Werk verrichten sollen. „Wir hoffen, dass es so schnell wie möglich los geht. Die Gespräche zur Finanzierung laufen und wir schließen in den nächsten Wochen untereinander die Verträge“, so Drohmann. 

Dann wollen die Häuslebauer – 22 Mitglieder hat die Baugemeinschaft – die Aufträge an Baufirmen rausgeben. „Weihnachten 2021 in der neuen Wohnung, das würden wir uns wünschen“, nennt Mitglied Gabriele Bleker einen von der Gemeinschaft angestrebten Zeitraum zum Einzug. 

Baugemeinschaft sucht weiter Eigentümer

Bekanntlich sollen am Becklohhof im ersten Schritt drei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen, später dann ein viertes Gebäude als Doppelhaus. Zwischen sechs und acht der 33 Wohnungen seien noch frei, sagt Drohmann – für Eigentümer, die dort leben möchten, oder Investoren, die sie dann vermieten. 

„Wir haben aktuell schon drei Mietwohnungen, die aber im Freundes- und Familienkreis vergeben wurden“, erklärt Drohmann. Die Liste interessierter Mieter sei lang, aber: „Wir brauchen Eigentümer.“ 

So soll die Klimaschutzsiedlung "Gemeinsam Wohnen an den Linden" mal aussehen.

Die Gebäude werden durch Laubgänge miteinander verbunden sein, es wird eine Tiefgarage und Aufzüge geben. Als „Klimaschutzsiedlung NRW“ haben sich die Bauherren und -damen für weitestgehend nachhaltige Baumaterialien entschieden. Holzständerbauweise, Dreifachverglasung, Stromspeicher und eine Starkregen-Rückhaltung: Die Baugemeinschaft konnte ihrer Devise, beim Bau und auch später einmal so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, treu bleiben. „Wir möchten auch auf den Tenor aufbauen, beispielsweise später in der Gartengestaltung“, erklärt Bleker. 

Neben all den Fakten freuen sich die Häuslebauer aber vor allem über eines: eine gute Nachbarschaft. Schon jetzt hätten sich alle bei den zum Teil wöchentlichen Treffen gut kennenlernen können, sagt Drohmann. „Das ist ein Zusammenfinden. Gemeinsam Planen schweißt zusammen“, freut sich auch Bleker. 

Ganz nach dem Mehrgenerationen-Gedanken des Projekts werden am Becklohhof bald Jung und Alt zusammenwohnen: Der jüngste Eigentümer ist Anfang 30, der älteste bereits 70 Jahre alt. „Wir sind für alle offen“, unterstreicht Bleker.

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