100 Jahre

„Wir sind nicht provinziell“: Arnsteiner Patres feiern Jubiläum in Werne

Die Arnsteiner Partres gibt es seit 100 Jahren in Deutschland. Dieses besondere Jubiläum wurde auch in Werne gefeiert.
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Die Arnsteiner Partres gibt es seit 100 Jahren in Deutschland. Dieses besondere Jubiläum wurde auch in Werne gefeiert.

100 Jahre gibt es die Arnsteiner Patres in Deutschland. Dieses besondere Jubiläum feierten die Geistlichen nun auch in Werne. Dort, wo die Patres seit 1955 einen großen Beitrag in der Gemeinde leisten.

Erst zelebrierten die Patres der Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä und der Ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments (SSCC) die Gründung der deutschen Provinz vor 100 Jahren in Arnstein mit einem Gottesdienst in St. Christophorus in Werne am Samstag (3. Oktober). Danach feierten sie weiter mit einem Festakt im Kolpinghaus in Werne. Unter den Namen Arnsteiner Patres sind sie besser bekannt.

„Sehen, bewahren und hinschauen. Es geht nicht nur um die Vergangenheit. Es geht auch um die Gegenwart und um die Zukunft“, verkündete Heinz-Josef Catrein SSCC, Hausoberer des Konvents in Werne, in seiner Predigt in St. Christophorus in Werne. Gemeinsam mit Martin Königstein SSCC, Provinzial der Arnsteiner Patres aus Koblenz, wurde die Kommunion an die Gottesdienstbesucher ausgeteilt, bevor es zum eigentlichen Festakt ins Kolpinghaus ging.

Festakt im Kolpinghaus Werne

​In Anspielung auf den Begriff der deutschen Provinz eröffnete Hans-Ulrich Willms SSCC, Hausoberer des Konvents in Koblenz, die Veranstaltung im Kolpinghaus: „Wir sind Provinz, aber nicht provinziell.“ Aus Berlin waren Derek Laverty SSCC und Patris Breket SSCC nach Werne gekommen. Am 15. August 2020 war in Berlin-Charlottenburg die neue internationale SSCC-Kommunität des Ordens gegründet worden. 

„Wir leisten einen großen Beitrag an der Kirche, der Gesellschaft, aber auch an der ganzen Welt“, freute sich Laverty. Breket wies darauf hin, dass Vorgespräche dazu in seinem Beisein in Werne geführt worden sind. Überall pflegten sie eine direkte Zusammenarbeit mit den Gemeinden in den Orten ihrer Niederlassungen. Das betonte auch der Werner Pfarrdechant Jürgen Schäfer: „Seit 1955 sind die Arnsteiner Patres hier bei uns in Werne. Immer, wenn wir in der Pfarrei in der Bredouille waren, wurden wir von Euch erhört.“ Bürgermeister Lothar Christ verwies darauf, dass die erste Amtshandlung der Arnsteiner Patres die Gründung des Christophorus-Gymnasiums in Werne 1955 gewesen sei. „Den Geist ihrer Ordensgemeinschaft trägt die Schule noch heute in sich“, so Christ. 13 Mitbrüder gebe es in Werne, ergänzte Christ.

Festredner Manfred Kollig SSCC, Generalvikar des Erzbistums Berlin, erläuterte nicht nur die Prinzipien des Ordens, sondern ergänzte auch seine Geschichte. Im niederländischen Simpelveld liege die Wiege der deutschen Provinz der Arnsteiner Patres. 222 deutsche Mitbrüder mussten Simpelveld mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlassen. 1920 gründeten sie die deutsche SSCC-Provinz in Arnstein. 

Im Laufe der Jahrzehnte wechselte das Provinzialat von Aachen, nach Lahnstein und dann 2014 nach Werne. Der Orden habe in seiner 220-jährigen Geschichte viele Wechselfälle erlebt. Immer standen im Vordergrund die Verkündung des Wortes Gottes und der Dienst am Menschen in der Bildung und in der Seelsorge. Deswegen fügte Kollig einen fünften Leitsatz hinzu: „Die Ewigkeit wiegt mehr als die Zeit.“ - Von Elvira Meisel-Kemper.

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