Erdwall aus Sicherheitsgründen gesperrt

Pantoffeln im Klassenzimmer: Wiehagenschule nimmt Kampf gegen Dreck auf

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Der Erdwall auf der Außen-Spielfläche wurde vorläufig gesperrt – aus Sicherheitsgründen.

Werne – Seit Ende Oktober tummeln sich in der neuen Wiehagenschule die Grundschüler. Während die ein oder andere Anlaufschwierigkeit bereits beseitigt wurde – zuletzt hatte etwa die Telefonanlage nicht funktioniert –, muss sich die Schule mit einem Problem intensiver beschäftigen: Schmutz im Gebäude.

Den tragen die Kinder mit ihren Schuhen herein, wenn sie aus der Pause kommen. Der viele Regen der zurückliegenden Tage hat die Situation nicht gerade verbessert, weil er für reichlich Matsch auf dem naturnah gestalteten Außengelände gesorgt. Der dortige Wall wurde in dieser Woche kurzzeitig gesperrt – aus Dreck-, aber vor allem aus Sicherheitsgründen, sagt Schulleiterin Klaudia Funk-Bögershausen.

Einblicke in die neue Wiehagenschule

Das noch nicht bepflanzte Erdreich sei rutschig, daher werde es für die Kinder zu gefährlich, dort zu spielen. Es sei im Grunde normal, dass bei 360 Schülern viel Schmutz ins Gebäude getragen werde, meint Klaudia Funk-Bögershausen. Trotzdem arbeiteten Schule, Eltern und Stadt an Lösungen. „Wir haben in den Klassenräumen Pantoffeln eingeführt, die freiwillig getragen werden können“, berichtet sie. 

Roste zum Füßeabtreten und eine neue Reinigungsmaschine

Für draußen sollen Roste zum Füßeabtreten angeschafft werden. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses hatten Dezernent Alexander Ruhe und Björn Rother vom Kommunalbetrieb Werne (KBW) über die aktuelle Situation im Neubau informiert. Neben Restarbeiten wie die Fertigstellungen einiger Garderoben sowie letzte Maler- und Tischlerarbeiten war auch der Schmutz Thema. Laut Funk-Bögershausen hat sich die Situation mittlerweile auch deshalb verbessert, weil zur Reinigung der Böden nunmehr eine Maschine eingesetzt werde, die den Dreck feucht aufnehme. 

Einräumen in der neuen Wiehagenschule

Am Mittwoch war auch der KBW-Betriebsausschuss in der neuen Wiehagenschule zu Gast – quasi zur „politischen Bauabnahme“, wie Vorsitzender Lars Hübchen meinte. Die Mitglieder waren begeistert vom Gebäude, insbesondere auch von der guten Akustik. Politik, Verwaltung, Schulleitung lobten sich gegenseitig und bedankten sich beim jeweils anderen. Weniger Zufriedenheit gibt es rückblickend mit dem Architekten; die Abstimmung mit ihm verlief bekanntlich nicht immer reibungslos. 

Ausschussmitglied Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) zitierte den Star-Architekten Helmut Jahn, wonach derlei Berufsausübende weniger Künstler denn Problemlöser sein müssten und erst eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bauherrn zu optimalen Ergebnissen führe.

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