Werner Sänger Toni Tuklan beim Karneval in Brasilien

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Toni Tuklan (rechts) ist beim brasilianischen Karneval in Salvador aufgetreten und er ist sich sicher, dass es nicht sein letzter Auftritt dort war.

WERNE - Menschen. Vor dem Wagen. Hinter dem Wagen. In den Seitenstraßen. So weit das Auge reicht: überall Menschen. Toni Tuklans Augen leuchten bei der Erinnerung an seinen Auftritt beim brasilianischen Karneval. Der Musiker weiß kaum, wie er den beschreiben soll. „Der Wahnsinn“, sagt er dann schlicht. Strahlend.

Tuklan, der 2013 den Sommerhit „Danzare“ landete und 2014 mit Edu Casanova den WM-Song „Illumina“ einspielte, hat einige große Auftritte hinter sich. Er sang beim Summer Jam in Köln vor 20 bis 25 000 Menschen, performte in Lettland bei der Baltic Beach Party, die regelmäßig bis zu 50 000 Besucher anzieht. „Aber der Karneval ist nicht zu toppen“, schwärmt der Werner Musiker.

Trotzdem – der Auftritt in Salvador mit dem Brasilianer Edu Casanova ist Vergangenheit und Tuklans Konzentration gilt der Zukunft. Zusammen mit Casanova, „Alias I“ und dem Produzenten Doc B arbeitet er an dem Titel „Lay Lon“. Und es ist nicht die einzige Kooperation, mit der er sich zur Zeit beschäftigt.

Die Gemeinschaftsarbeit „Ebony Eyes“ mit Sean Paul soll für die Hörer endlich zu haben sein. Vor ein paar Jahren haben die beiden Musiker an dem Song gearbeitet. „Ein paar Wochen war er in der Promotion“, erzählt Tuklan. Jetzt gibt es eine überarbeitete Version.

Derzeit laufen die Verhandlungen mit Sean Pauls Management. „Wir müssen noch die letzten Details für eine Veröffentlichung klären“, sagt er. Und hofft, dass der Song bald in den CD-Regalen steht. „Ein Datum für die Veröffentlichung haben wir aber noch nicht.“

Danach will er sich, wenn alles klappt, mit voller Energie zwei Alben widmen: einer Toni-Tuklan-Soloplatte und unter dem Namen „Tuklan“ einem Silberling mit seinem Bruder.

Aber Alben hin oder her: Einen Wunsch für das nächste Jahr hat er bereits – er möchte wieder beim brasilianischen Karneval auf einem Wagen mitfahren: „Wer einmal da war, will wieder hin.“

Die Menschenmassen bereiten ihm kein Lampenfieber. „Es kribbelt vorher ein bisschen im Bauch“, sagt er. „Aber die Freude auf den Auftritt eliminiert die Nervosität.“ Schließlich, erzählt er mit verschmitztem Lächeln, habe er schon als Kind in Nigeria vor den Menschen gestanden. „Ich war Messdiener – und da war ich wirklich nervös. Einmal ist mir die Kerze aus der Hand gefallen.“ Bei der Erinnerung lacht er. Danach wurde es mit der Nervosität stetig besser. Auch die Zeit bei den Pfadfindern habe ihm geholfen, Ängste zu überwinden. Und so kann er es heute in vollen Zügen genießen, sechs Stunden lang auf einem Lkw zu tanzen und zu singen – bejubelt von einem Millionen-Publikum. - le

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