Die Kirchenglocken läuten

Werner Kirchen unterstützen die Klima-Protestaktion

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Nicht nur die Glocke des Bonhoeffer-Zentrums wird am Freitag um 11.45 Uhr im Zeichen des Klimaschutzes erklingen.

Werne – Im Rahmen der aktuellen Klimaschutz-Bewegung findet am Freitag in Werne erstmals eine große Protestaktion statt. Passend dazu setzen auch die Kirchen ein akustisches Zeichen: Glockenklänge sollen die Aufmerksamkeit der Werner auf den Klimanotstand lenken.

Am Freitag läuten deshalb von 11.45 bis 11.55 Uhr die Kirchenglocken in den Gotteshäusern innerhalb des Evangelischen Kirchenkreises Hamm – in der Martin-Luther-Kirche und im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum in Werne ebenso wie in der Auferstehungskirche in Herbern. „Wir haben als Kirche den Schöpfungsauftrag, die Umwelt zu bewahren“, sagt Pfarrer Alexander Meese, „deshalb ist es wichtig, ein deutliches Zeichen zu setzen gegen die, die den Klimanotstand noch leugnen.“

Pfarrer Matthias Eichel, der Klimaschutzbeauftragte des evangelischen Kirchenkreises, erklärt die Wahl des Zeitpunktes: „Die verbleibenden ,Fünf Minuten vor zwölf’ stehen für die zehn bis 15 Jahre, die nach Aussage der Wissenschaftler noch verbleiben, um eine Erhöhung der globalen Temperatur über die kritische Grenze von 1,5 Grad zu verhindern.“

Die Aktion sei bewusst als Zeichen der Solidarität mit der aktuellen Klimaschutz-Bewegung zu verstehen, die am Freitag erstmals auch auf den Straßen in Werne sichtbar wird: Die „Parents for Future“-Ortsgruppe Werne ruft zur Demonstration ab 12 Uhr am Parkplatz Am Hagen für mehr Klimaschutz auf. Von dort geht es über den Roggenmarkt zum Stadthaus, wo um 13.45 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfindet.

Die Gruppe hofft auf bis zu 250 Teilnehmer. Laut Veranstalter haben Werner Vereine, Gruppen, Kitas und Grundschulen ihre Unterstützung zugesagt. Auch Pfarrer Meese will sich der Protestaktion anschließen.

Die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus zeigt ebenso Solidarität mit den Klima-Aktivisten. Die Glocken der Kirchen innerhalb der Gemeinde werden zwar nicht zu einem zusätzlichen Zeitpunkt erklingen. Der Glockenschlag um 12 Uhr erfolge am Freitag aber bewusst im Zeichen des Klimaschutzes, wie Pfarrdechant Jürgen Schäfer am Donnerstag mitteilte. „Die Bewahrung der Schöpfung ist das höchste, das wir tun können. Ohne sie können wir nicht leben“, so Schäfer.

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