Berufungsverfahren: Werner erhält Bewährungsstrafe für Missbrauch

Werne - Mit einem außergewöhnlich milden Urteil ist in zweiter Instanz der Missbrauchsprozess gegen einen 42-jährigen Werner zu Ende gegangen. In erster Instanz war er zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden, jetzt erhielt er unter Auflagen eine zweijährige Bewährungsstrafe.

Wichtigste Auflage: Er muss eine Therapie machen, um an seinen pädophilen Neigungen zu arbeiten. Wichtigster Grund für die starke Abmilderung, die dem Sextäter einen Gang ins Gefängnis erspart: Er hatte ein Geständnis abgelegt, sich entschuldigt und mit der Nebenklägerin eine Zahlung von 8.500 Euro sowie Übernahme ihrer Anwaltskosten vereinbart. 

Der bislang unbescholtene Werner hatte im Sommer 2008 bis 2009 bei einem Besuch der Familie mit dem damals höchstens zwölfjährigen und sexuell unerfahrenen Mädchen den Geschlechtsverkehr ausgeübt. Das weinende Kind war wehrlos, wurde im Intimbereich verletzt. Außerdem hatte er sich bei zwei zwölf und dreizehn Jahre alten Mädchen im Internet als Jugendlicher ausgegeben, von einem der Mädchen Nacktfotos erpresst und diese später sogar an deren Bekannte und Mitschüler weiter geschickt. 

Neue Ermittlungen gegen Werner

Ermittlungen in einem weiteren Fall Wie im gestrigen Gerichtstermin bekannt wurde, laufen bei der Staatsanwaltschaft erneut Ermittlungen gegen den Werner wegen möglicherweise erneuter einschlägiger Kontaktaufnahmen im Internet. Sollte es hier womöglich, so die Berufungsrichter, zu einem Verfahren mit Verurteilung kommen, würde mit der jetzt verhängten Bewährungsstrafe eine Gesamtstrafe gebildet, die dann sicherlich nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.

Rubriklistenbild: © dpa

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