Werner Berufszirkel bringt Schüler und Betriebe zusammen

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Übungen zum Mitmachen, wie hier bei der Firma RCS-Recycling, vermittelten Informationen über Ausbildungsberufe in Werne.

Werne - 500 Schüler, 23 Betriebe, 31 Berufsfelder – das sind kurz zusammengefasst die Fakten zum 5. Werner Berufszirkel, der am Donnerstag im Kolpingsaal stattfand. Zu sehen war ein quirliges Treiben an den Ständen der Betriebe, die die Schüler zum Mitmachen aufforderten. Die beiden Gymnasien, die Marga-Spiegel-Schule und das Berufskolleg nahmen an der Veranstaltung teil.

Kleine Aufgaben sollten den Jugendlichen einen Einblick in die Ausbildungsberufe geben und als Türöffner für weitergehende Gespräche dienen. Meistenteils Gespräche auf Augenhöhe, denn angeleitet wurden die Schüler an vielen Ständen von Auszubildenden der Unternehmen. Acht Minuten blieben Zeit, um diese Kontakte zu knüpfen. Danach wurde gewechselt. Somit hatte jeder Schüler die Gelegenheit, acht Stationen kennenzulernen.

Zu tun gab es viel: Bei Uniferm rührten die Schüler Vanillepudding an, bei Klingele falteten sie Kartons, bei Sanitär Steinweg mussten Rohre zusammengesteckt werden und beim Architekturbüro Jardin und Steinhoff lösten die Schüler ein Puzzle aus Quadraten und Dreiecken. Dicht umringt war vor allem der Stand des Autohauses Wenner, denn hier erhielten die Jugendlichen anhand eines Modells einen Einblick, wie Motor und Getriebe funktionieren. Beim Reifen-Wettwechseln konnten die Schüler dann ihre Geschicklichkeit zeigen.

Schätzspiel beim Hotelier

 Ein Schätzspiel brachte die Schüler am Stand des Hotels am Kloster mit Betreiber Steffen Kroes ins Gespräch. Der Hotelier ist seit Anfang an beim Werner Berufszirkel dabei und begeistert vom Konzept. „Hier entstehen erste Kontakte, und bei einem Praktikum können die Schüler dann die Berufsfelder ausprobieren“, sagte Kroes. Schon beim ersten Kennenlernen erhalte er einen Eindruck, ob die Schüler für das Hotelwesen geeignet sind. 

Schüler sind begeistert

Jan Holtmann (14), Neuntklässler des Anne-Frank-Gymnasiums, war mit Begeisterung dabei. Er interessiert sich vor allem für Sport und hat sich deshalb sehr intensiv am Stand des Fitness-Centers „Feel Fit“ umgesehen. „Der Berufszirkel ist eine tolle Möglichkeit, einen Überblick zu bekommen. Und es macht Spaß“, sagte Jan. Die 14-jährige AFG-Schülerin Paula Schürkmann hat sich mit Hilfe der vorher in den Schulen verteilten Informationsbroschüre gut vorbereitet und ihren ganz persönlichen Berufszirkel mit acht Betrieben zusammengestellt. „Gesundheitswesen ist nichts für mich“, weiß sie, nachdem sie sich beim St. Christophorus-Krankenhaus umgeschaut hatte. 

Azubi-Börse jetzt auch bei Facebook 

„Auch der Ausschluss eines Berufes ist ein positives Ergebnis“, lobte Lehrer Marius Gregg, Berufskoordinator am Anne-Frank-Gymnasium, das Konzept des Berufszirkels. Am AFG sei der Besuch dieser Veranstaltung inzwischen Teil des Schulcurriculums und die Teilnahme Pflicht. „Jeder Schüler hat die Gelegenheit, während seiner Schullaufbahn am Berufszirkel teilzunehmen“, sagte Gregg. Besonders freute den Lehrer, dass er im Kolpingsaal mehrere seiner früheren Abiturienten getroffen hat, die dort als Azubis über ihre Berufe erzählten. „Das zeigt, dass das Konzept aufgeht. Der Berufszirkel ist nicht nur Orientierungshilfe, sondern hier entstehen auch erste Kontakte“, sagte Gregg. 

Unternehmen sind sehr interessiert

Das bestätigte Carolin Brautlecht, Leiterin der Wirtschaftsförderung, aus den Gesprächen mit den Unternehmen. „Es hat sich herumgesprochen, dass diese Veranstaltung erfolgreich ist“, sagte Brautlecht mit Blick auf die Betriebe, die keinen Platz mehr im Kolpingsaal fanden. Kombiniert wird der Berufszirkel mit der Werner Azubi-Börse, die mit einer Homepage im Internet und neuerdings auch auf Facebook zu finden ist. „Wir hoffen, auf diesem Wege noch mehr Schüler zu erreichen“, sagte Brautlecht. 

www.azubiboerse-werne.de

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