Vorstellung der Schulstatistik förderte Interessantes zutage

Werne wird Lernort für 99 neue Schüler von außerhalb / Inklusionsquote an Spiegel-Schule am höchsten

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An der Marga-Spiegel-Sekundarschule ist die Quote der Schüler mit Förderbedarf mit 7,7 Prozent am höchsten. Am niedrigsten ist sie im Vergleich aller städtischen Schulen am Anne-Frank-Gymnasium mit 1,6 Prozent.

Werne – An den weiterführenden Schulen in Werne werden im kommenden Schuljahr erneut mehr Fünftklässler aus Nachbarkommunen unterrichtet, als Werne selbst abgibt. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses sorgte diese Nachricht für allgemeine Zufriedenheit. Die Inklusionsquote ist an der Spiegel-Schule am höchsten.

Man müsse weiterhin daran arbeiten, dass Werne seine Schüler in der eigenen Stadt hält, hieß es. Insgesamt haben sich 99 auswärtige Fünftklässler für Marga-Spiegel-Sekundarschule, Anne-Frank-Gymnasium und das bischöfliche Gymnasium St. Christophorus entschieden. 42 Mädchen und Jungen wechseln in Nachbarorte, darunter 19 nach Nordkirchen zur dortigen Gesamtschule, sechs zur Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen und zur Realschule Bockum-Hövel sowie fünf zur dortigen Sophie-Scholl-Gesamtschule. 

Nach neuestem Stand liegt die Zahl der Anmeldungen an der Spiegel-Schule bei 103, das AFG wählten 84 Schüler, das GSC 96 Mädchen und Jungen. Schuldezernent Alexander Ruhe kündigte im Ausschuss an, dass man für das städtische „Anne Frank“ auch in den nächsten Jahren ein vorgezogenes Anmeldeverfahren bei der Bezirksregierung beantragen werde. 

Zuletzt war es einmal mehr abgelehnt worden mit dem Hinweis, dass nicht damit zu rechnen sei, dass die Schule Schüler werde abweisen müssen. An der Spiegel-Schule sowie am „St. Christophorus“ hatte es vorgezogene Verfahren gegeben. 

Keine Diskussion über mögliche Gesamtschule

Über die Forderung des Spiegel-Schulleiters Hubertus Steiner, aus Wernes Sekundar- eine Gesamtschule zu machen, um den hier sinkenden Anmeldezahlen entgegenzutreten, wurde im öffentlichen Teil der Ausschusssitzung nicht diskutiert. Dezernent Ruhe brachte das Thema aber indirekt zur Sprache, indem er betonte, dass die Zahl der Viertklässler in Werne, die auf eine weiterführende Schule wechseln, ab dem übernächsten Jahr wieder merklich ansteigen werde. 

Die anschließende Vorstellung der Schulstatistik förderte Interessantes zutage: 

  • Mit aktuell 807 Schülern liegt die Marga-Spiegel-Sekundarschule vor dem Christophorus- (723) und dem Anne-Frank-Gymnasium (651). An den drei Werner Grundschulen werden 974 Kinder unterrichtet, wobei die Uhlandschule mit 425 die größte ist. 
  • Der Anteil an Schülern mit Förderbedarf ist unter den städtischen Schulen an der Marga-Spiegel-Schule mit 7,7 Prozent am höchsten. Es folgten die Wiehagen- (7,2 Prozent), die Kardinal-von-Galen- (4,4), die Uhlandschule (3) und das „Anne Frank“ (1,6). 
  • Mehr als 41 Prozent der Schüler erreichen ihre Schule mit dem Bus. 
  • Knapp 27 Prozent der Schüler an den städtischen Schulen haben eine Zuwanderungsgeschichte. 
  • Knapp 50 Prozent der Viertklässler wechselten aufs Gymnasium, es hatten zuvor aber nur rund 34 Prozent eine Empfehlung für diese Schulform. 
  • Von den Abgängern der Marga-Spiegel-Schule 2019 traten 35 eine Ausbildung an, sieben wechselten auf ein Gymnasium, 19 auf eine Gesamtschule und 95 auf ein Berufskolleg. Insgesamt 64 schafften die Fachoberschulreife mit Qualifikation. Von den Schülern, die vom Anne-Frank-Gymnasium verabschiedet wurden, erzielten 79 die Allgemeine Hochschulreife und fünf einen Hauptschulabschluss. 
  • 37 Werner Schüler besuchen eine Förderschule, zumeist das Förderzentrum Nord des Kreises in Lünen, das die Förderschwerpunkte „Lernen“ sowie „Emotionale und soziale Entwicklung“ hat.

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