Werne wird zur Energiestadt

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Stellten das Projekt „Energiestadt Werne“ vor: (v.l.) Kämmerer Marco Schulze-Beckinghausen, Ekkehard Pfeiffer (Lippeverband), Bürgermeister Lothar Christ, Dr. Peter Brautlecht (RWE) und Maria Allnoch (RWE). ▪

WERNE ▪ „Energiestadt Werne“ – mit diesem Projekt möchte die Stadt bei der Landesinitiative Regionale 2016 auf sich aufmerksam machen. Aus der Idee ist inzwischen ein Konzept geworden, das in einem fortlaufenden Prozess weiter entwickelt werden soll. Und die Bürger sollen an dem Prozess aktiv beteiligt werden.

Das von der CDU-Fraktion ins Gespräch gebrachte Projekt war in einer ersten Sichtung von der Regionale-Kommission positiv aufgenommen worden und die Stadt hatte den Auftrag erhalten, weiter daran zu arbeiten. Das ist inzwischen geschehen, und zwar mit Unterstützung potenter Partner, die ins Boot geholt wurden: Die RWE und der Lippeverband.

Heute gaben Bürgermeister Lothar Christ und Verteter der Projektpartner den Startschuss für das weitere Verfahren, das letztendlich in einer Anerkennung als Regionale-Projekt münden soll. „Werne hat die Kraft und das Können, bespielsweise die Energiewende vor Ort zu gestalten“, sagte der Verwaltungschef im Pressegespräch. Er forderte die Bürger und Unternehmen auf, gemeinam die Energiestadt Werne aufzubauen. „Wir brauchen alle Ideen und alles Engagement, damit wir beweisen, dass Lebensqualität, Klimaschutz, mehr Energie-Effizienz, zukunftsorientierte Wirtschaft und Arbeitsplätze im Gleichklang zu schaffen sind.“

Ziel der gemeinsamen Arbeit müsse nun sein, im Laufe des langfristig angelegten Verfahrens aus der abstrakten Idee konkrete Projekte zu formen. „Das kann ein städtisches Energiemanagement sein, oder auch der Aufbau einer Energieagentur“, sagte Dr. Peter Brautlecht, Leiter Strategie/Projekte bei der RWE. Ziel müsse sein, für Werne Energielösungen zu entwickeln, die komplett oder angepasst auf alle Kommunen im Westlichen Münsterland zu übertragen seien.

Die Voraussetzungen sind nach Ansicht von Bürgermeister Lothar Christ bereits gegeben: „Wir haben Bürger, Wohnungsbaugesellschaften, Handwerker und Schulen, die zeigen, wie effizient und sparsam Energie mit Komfortgewinn einzusetzen ist. Wir haben Initiativen für Solarstrom und Windräder sowie die Nutzung von Biomasse. Wir haben Firmen, die nicht nur Elektroautos fahren, sondern auch intelligente Technik für das Thema entwickeln. Und wir haben Landwirte, die auch Energiewirte sind.“ Werne biete als kleine Stadt die optimalen Voraussetzungen, dieses Engagement in einem Netzwerk zu bündeln.

Der Lippeverband sieht in dem Vorhaben große Chancen, auch seinen eigenen Energiebedarf zu decken. „Der intelligente Umgang mit Energie ist auch für uns als Kläranlagenbetreiber eine wichtige Zukunftsfrage“, sage Ekkehard Pfeiffer, Leiter strategisches Flussmanagement beim Lippeverband.

Damit die Bürger verstehen, was sich hinter der Energiestadt Werne verbirgt, ist eine intensive Öffentlichkeitsarbeit geplant. Neben einer Serie in unserer Zeitung, in die Umsetzung von alternativen Energieprojekten in Werne erläutert wird, findet am 9. September auch eine Informationsveranstaltung auf dem Gelände des Gersteinwerks statt. Unter dem Thema „Energieschicht“ geht es hier um Alternativen der Energieversorgung- und Nutzung – vom vernetzten Eigenheim der Zukunft bis zur Elektromobilität. ▪ kb

Fragen und Anregungen zum Thema Energiestadt bei Bürgermeister Lothar Christ, Tel. 71 219, oder bei Stadtkämmerer Marco Schulze-Beckinghausen, Tel. 71 333.

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