Problem "toter Winkel"

SPD will durch Trixi-Spiegel Unfälle im Straßenverkehr verhindern

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Die Werner SPD fordert die Anbringung von Trixi-Spiegeln im Stadtgebiet.

Um weitere Verkehrsunfälle mit Radfahren zu verhindern, möchte die Werner SPD dem Beispiel anderer Städte folgen und Trixi-Spiegel installieren. Das könnte das Problem des „toten Winkels“ lösen.

Mit 298 Verkehrsunfällen hatte Werne in der Unfallstatistik der Polizeibehörde des Kreises Unna im Jahr 2019 einen negativen Trend verzeichnet. Es waren 10 Unfälle mehr als noch 2018. Zudem stieg die Zahl der Verletzten von 105 im Jahr 2018 auf 131 in 2019. 

Und wenngleich die Zahl der Unfälle mit Beteiligung eines Radfahrers von 39 auf 32 zurückgegangen war, steht letztere Gruppe von Verkehrsteilnehmern besonders im Fokus eines SPD-Antrags, der am Dienstag (26. Mai) in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr auf dem Tisch liegen wird. 

Die Sozialdemokraten wollen die Verwaltung damit beauftragen, zu prüfen, an welchen Kreuzungen im Werner Stadtgebiet die Anbringung eines so genannten „Trixi-Spiegels“ sinnvoll erscheint und diese dort anzubringen. Vor allem Radfahrer könnten dadurch besser vor Unfällen geschützt werden. 

In der Antragsbegründung heißt es hierzu: „Trotz intensiver Bemühungen, den Straßenverkehr sicherer zu machen, kommt es immer wieder zu Unfällen mit Beteiligung von Lkw/Pkw und Fahrradfahrern. Diese enden für den schwächeren Verkehrsteilnehmer zumeist mit schweren Verletzungen, wenn nicht sogar tödlich.“ 

Amsterdam als Vorbild für Trixi-Spiegel 

Ursache sei oftmals, dass der Fahrradfahrer im sogenannten „Toten Winkel“ übersehen wird. „Abhilfe kann hier der sogenannte Trixi-Spiegel schaffen, welcher an einem Ampelmast angebracht wird und dem Kraftfahrzeugführer erheblich mehr Überblick verschafft und ihn in die Lage versetzt, in den ‚Toten Winkel‘ hineinsehen zu können“, so die SPD weiter. 

Ziel des Antrags sei es, auch in Werne einen Pilotversuch zu starten, nachdem mehrere Städte bereits sehr gute Erfahrungen mit den Trixi-Spiegeln gemacht hätten - etwa Gladbeck, München und Amsterdam. Konkrete Vorschläge, an welchen Standorten sie sich eine solche Installation genau vorstellen könnten, haben die Sozialdemokraten in ihrem Schreiben nicht aufgeführt. 

Die Unfallstatistik für Werne hatte im vergangenen Jahr unter anderem eine deutliche Steigerung im Bereich der verunglückten motorisierten Zweiradfahrer (von 14 auf 22 Fälle) und Pkw-Führern (von 43 auf 61) ergeben.

Als Unfallschwerpunkte beziehungsweise Unfallhäufungsstellen galten laut Polizei zuletzt der Bereich Münsterstraße/Bahnhofstraße/Konrad-Adenauer-Platz und Hansaring/Stockumer Straße. Zudem ist der Fußgängerüberweg am Stadthaus aufgeführt. Allerdings basiert diese Kategorisierung noch auf den Daten aus dem Jahr 2018.

von Felix Püschner

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