Neue Recycling-Anlage

RCS wächst weiter: Zweiter Standort im Nordlippepark I mit neuen Arbeitsplätzen

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Im Nordlippepark I siedelt sich RCS mit einem zweiten Standort an. Die Simulation zeigt die 4 000 Quadratmeter große Halle, das geplante Verwaltungsgebäude ist nicht im Bild. Die Fläche befindet sich zwischen „NextPharma“ (oben im Bild) und Heineken (früher Bast, unten im Bild). Links verläuft die Nordlippestraße.

Werne – Das Werner Unternehmen RCS wächst weiter. Nach mehreren Erweiterungen am Standort Capeller Straße baut RCS jetzt an einem zweiten Standort im Nordlippepark I.

Um aus Plastikflaschen wiederverwertbaren Kunststoff für die Lebensmittelbranche herstellen zu können, errichtet das Unternehmen in dem Gewerbegebiet eine neue Recycling-Anlage. Dazu werden neun Millionen Euro investiert. Auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche neben „NextPharma“ sollen in einer 4000 Quadratmeter großen Halle sowie einem Verwaltungsgebäude 20 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. 

Damit erweitert RCS nicht nur seine Mitarbeiterzahl von 130 auf 150, sondern auch seinen potenziellen Kundenstamm für wiederverwertbare Kunststoffe. Bislang entstehen bei RCS am Standort Capeller Straße aus Plastikflaschen lediglich Kunststoffe, die beispielsweise nicht für Lebensmittelverpackungen verwendet werden können. 

Erste Bodenarbeiten haben auf der 10 000 Quadratmeter großen Fläche bereits begonnen. Im April 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mit der neuen Anlage im Nordlippepark will RCS sein Produkt aber weiter streuen und auch an die Lebensmittelbranche liefern. Dafür sei eine neue Anlage zwingend notwendig, erklärt RCS-Geschäftsführer Gerd Francke. Der Kunststoff müsse durch eine thermische Behandlung noch einmal verbessert werden. Dies garantiere die erforderte Reinheit des Kunststoffes. In die neue Recycling-Anlage investiert RCS rund 3,5 Millionen Euro. „Recycling-Kunststoff ist der Kunststoff der Zukunft, weil er die ökologisch sinnvollste Kunststoffvariante ist“, erläutert Adelheid Hauschopp-Francke, ebenfalls Geschäftsführerin von RCS, den Schritt zur Erweiterung des Werner Unternehmens. 

In den vergangenen acht Jahren habe das Unternehmen bereits etwa sechs Millionen Euro in das Recycling von Plastik-Flaschen investiert. Im Nordlippepark I haben die Arbeiten begonnen. Auch die heimische Wirtschaft soll profitieren: Der Architekt wolle im Zuge der Ausschreibung hiesige Unternehmen für Bauleistungen mit einbeziehen, so Francke. Ziel sei es, im April 2020 fertig zu sein.

Große Gewerbeflächen fehlen

Mit der Erweiterung von RCS im Nordlippepark I schrumpft das Angebot von Gewerbeflächen in Werne weiter. Erst zu Beginn des Jahres kaufte das Herberner Unternehmen Euroroll ein 28.000 Quadratmeter großes Grundstück im Wahrbrink-West. Dort ist nach Angaben von Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht nur noch eine zusammenhängende Fläche mit 24.000 m² frei.

Im Nordlippepark stünden nun noch 31.000 m² zur Verfügung, die größte zusammenhängende Fläche habe 21.000 m². Zusätzlich dazu seien noch kleine einzelne Parzellen mit 1000 bis 15000 m² sowie an der Feldmark ein 5000 m² großes Grundstücke frei. 

„Wir haben noch Flächen, aber das Angebot ist deutlich eingeengt“, fasst Brautlecht zusammen. Nachfragen für größere Flächen könne die Stadt nicht bedienen. Die Ausweisung neuer Gewerbeflächen stockt aktuell aufgrund des zeitlich verschobenen Regionalplans Ruhr. 

Über die Erweiterung von RCS freue sich die Wirtschaftsförderung. „Es ist immer schön, wenn sich Bestandskunden hervorragend entwickeln.“ Vor allem vor dem Hintergrund der Klimadiskussion freue man sich über die Investition mit einem solch innovativen Ansatz, so Brautlecht.

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