Dominik Bulinksi 

CDU Werne schickt diesen Kandidaten gegen Lothar Christ ins Rennen

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Der Spitzenbeamte aus Goch, Dominik Bulinski (41), soll für die CDU Werne das Bürgermeisteramt erobern.

Bei den vergangenen Urnengängen hatte Amtsinhaber Lothar Christ gegen einen einzigen Mitbewerber von den Grünen leichtes Spiel. Nun schickt die CDU einen starken, jungen Herausforderer ins Rennen.

Werne - Mit 66 Prozent im Jahre 2009, mit 73 Prozent im Jahre 2014 siegte der parteilose Lothar Christ bei den Bürgermeisterwahlen jeweils gegen einen einzigen Gegenkandidaten, Benedikt Striepens von den Bündnisgrünen. Am 13. September 2020 möchte Christ für eine weitere Amtszeit gewählt werden. Doch dieses Mal stehen die Chancen deutlich schlechter. Denn die CDU schickt mit Dominik Bulinksi (41) einen eigenen, starken Kandidaten ins Rennen.

Dominik wer...? Tatsächlich ist es kein Beinbruch, wenn man den Christdemokraten nicht kennt. Zwar ist er „seit vier oder fünf Jahren bei uns im Vorstand tätig“, sagt Parteichef Willi Jasperneite am Mittwochabend bei der Vorstellung des Kandidaten. Räumt aber auch ein, „dass er in Werne noch nicht so sehr bekannt ist“.

Christian Schmid (l.) und Willi Jasperneite (r.) mit dem Bürgermeister-Kandidaten Dominik Bulinski.

Das mag auch daran liegen, dass Bulinskis Eltern zwar in Werne wohnen, er selbst aber in Goch lebt und arbeitet. „Sobald ich die Wahl am 13. September gewonnen habe, ziehe ich nach Werne“, sagte er auf Anfrage der Redaktion.

Mit Bulinski „haben wir einen Glücksfall erwischt“, sagte der stellvertretende Parteichef Christian Schmid. Bulinski ist nicht nur ein frischer, junger Kandidat und gut zehn Jahre jünger als der Amtsinhaber. Er kann ihm laut CDU-Spitze auch fachlich das Wasser reichen. Willi Jasperneite: „Dominik Bulinski ist ein Spitzenbeamter, der beruflich schon viele erlebt hat und viel Erfahrung mitbringt.“ 

Berufserfahrung in drei Städten gesammelt

Der studierte Bau-Assessor, in einer festen Partnerschaft ohne Kinder lebend, hat mehrere Jahre das Stadtbauamt in Neustadt an der Orla in der Nähe von Jena geleitet. Dann wechselte er von 2014 bis 2016 als Sachgebiets- und Vize-Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen nach Espelkamp.

„Seit 2016 bin ich Stadtbaurat und Erster Beigeordneter in der Stadtverwaltung in Goch“, sagt der Kandidat. In der Gemeinde mit gut 33.000 Einwohnern (Werne hat 30.000) ist er der „allgemeine Vertreter des Bürgermeisters“. „Ich bin für den Baubereich zuständig, unter anderem mit Themen wie Erschließung neuer Wohngebiete oder die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes.“ 

Bürgermeister-Kandidat stellt Fünf-Punkte-Plan für Werne vor

In Werne möchte er fünf Punkte angehen:

  • Aufwertung der Innenstadt
  • Wirtschaftsförderung/Gewerbeflächen
  • Wohnen und Leben
  • Identifikation in den Ortsteilen
  • Ehrenamt, Vereine und Sport

Das alles, wenn er zum Bürgermeister gewählt wird. Doch zunächst müssen ihn die CDU-Mitglieder aus Werne am Samstag, 6. Juni, auf ihrem Aufstellungsparteitag zum Kandidaten küren.

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