Corona-Schließung

Corona: Solebad Werne muss geplante Schließung ungeplant verlängern

Azubi Ben Kroll beschäftigt sich hier mit Reinigungsarbeiten am Sportbecken des Solebades in Werne.
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Azubi Ben Kroll beschäftigt sich hier mit Reinigungsarbeiten am Sportbecken des Solebades in Werne.

Das Solebad Werne ist derzeit geschlossen. Planmäßig wegen Revisionsarbeiten. Planmäßig sollte es am Freitag (6. November) wieder öffnen. Aus dem Plan wird nichts.

Das Solebad ist momentan geschlossen, wegen Revisions(Wartungs-)arbeiten. Damit das Bad in den Herbstferien geöffnet haben konnte und da Sim-Jü abgesagt worden ist, hat das Bad die Revision in den Zeitraum vom 26. Oktober bis zum 5. November verschoben. Planmäßig wollte es am Freitag, 6. November 2020, wieder seine Pforten öffnen. Doch daraus wird nichts.

Denn die verschärften Corona-Pandemiebedingungen legen für den Monat November nicht nur Gastronomie, Kinos und Kulturbetriebe lahm. Sondern eben auch Saunen und Schwimmbäder. „Wir haben uns mit der Revision echt beeilt, um am 6. November wieder öffnen zu können. Aber jetzt können wir uns ja Zeit lassen“, sagt Badleiter Jürgen Thöne mit Galgenhumor in der Stimme.

Solebad Werne wegen Corona länger geschlossen

In Wirklichkeit, so Thöne, seien die Wartungs- und Überholungsarbeiten schon weit fortgeschritten. Das Wasser sei aus den Becken abgelassen, die anfallenden Arbeiten erledigt und die Becken zum Teil schon wieder befüllt worden. Doch statt die Anlage in den nächsten Tagen wieder hochzufahren, bleibt sie jetzt in einer Art Wartemodus.

Arbeiten am Kinderbecken im Solebad Werne.

„Wir können das Bad nicht ganz stilllegen“, sagt Thöne auf eine entsprechende Frage der Redaktion. Etwa aus hygienischen Gründen. So müssten die Filter regelmäßig gespült werden. „Dafür brauchen wir natürlich Personal.“ Er erarbeite gerade Pläne, wer von der rund 30köpfigen Belegschaft Urlaub hat, in Kurzarbeit geht oder vor Ort gebraucht werde.

Energie könne man trotz Schließung nur zum Teil einsparen. „Klar“, sagt Thöne, „wir heizen das Wasser nicht wie im Normalbetrieb auf“. Ob Sole- (normalerweise 32 Grad) oder die beiden anderen Becken (30 und 27 Grad), alle pendeln sich bei rund 20 Grad ein. Die Lufttemperatur in den Hallen beträgt dann etwa 23 Grad. So verhindere man starke Kondenswasser-Bildung.

Corona-Krise: Verständnis für die Schließung von Bädern

Für die Schließung von Bädern für einen Monat zeigt Thöne grundsätzlich Verständnis. Zwar sagt er: „Unser Hygiene-Konzept hat gegriffen und das Solebad ist sicherlich kein Corona-Hotspot“. Aber da es jetzt allgemein um Kontaktvermeidung gehe, sei es nachvollziehbar, Bäder zu schließen. „Als Gesamtpaket ist das für mich schon stimmig“, sagt der Badleiter.

Das Bad werde so bereitet und auf dem Stand gehalten, „das wir sofort am 1. Dezember wieder loslegen können, falls es die Lage erlaubt“, sagt Thöne. Freilich dann wieder nach dem eingeschränkten Konzept sowohl für Badegäste als auch für den Vereins- und Schul-Sport. - Von Jörg Heckenkamp

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