Städtebauförderung

Frühzeitiges Ende: Quartiersmanager der Stadt Werne hat aufgehört

Wolfgang Bille war im August 2017 in Werne als Quartiersmanager an den Start gegangen. Im April verließ er seine Position vorzeitig.  Das Archivfoto zeigt ihn mit Carolin Brautlecht von der Wirtschaftsförderung.
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Wolfgang Bille war im August 2017 als Quartiersmanager an den Start gegangen. Im April verließ er seine Position vorzeitig. Das Bild zeigt ihn mit Carolin Brautlecht von der Wirtschaftsförderung. (Archivfoto)

Die Stadt Werne hatte Wolfgang Bille am 1. August 2017 als Quartiersmanager verpflichtet. Doch der legte sein Amt vor Vertragsende nieder. Wir haben mit der Stadt über die Hintergründe gesprochen.

  • Wolfgang Bille, Quartiersmanager in Werne, legt sein Amt vorzeitig nieder.
  • Aufgehört hat Bille Ende April.
  • Es ist unklar, ob die Stelle des Quartiersmanagers nachbesetzt wird.

Werne - Eigentlich sollte der Quartiersmanager Wolfgang Bille bis Anfang August 2021 sein Amt inne haben. Doch bereits seit Ende April ist Bille - der als Architekt und Berater arbeitet - nicht mehr als Quartiersmanager tätig. Das bestätigte die Stadt Werne auf Nachfrage.

„Herr Bille hat uns mitgeteilt, dass er sich anderen Aufgaben widmen möchte“, erklärte Carolin Brautlecht von der Wirtschaftsförderung der Stadt Werne auf Nachfrage. Deshalb sei der Vertrag mit Wolfgang Bille, der als Dienstleister 48 Stunden im Monat für die Stadt gearbeitet hat, zum 30. April 2020 vorzeitig beendet worden.

Herr Bille hat uns mitgeteilt, dass er sich anderen Aufgaben widmen möchte

Carolin Brautlecht, Wirtschaftsförderung der Stadt Werne

Ob die Stelle nachbesetzt wird, ist aktuell noch unklar

Ob die Stelle des Quartiersmanagers (ein Förderinstrumentarium der Städtebauförderung) nachbesetzt wird, ist aktuell noch nicht klar, erklärt Brautlecht. „Die nächste Förderperiode ist erst kommenden Sommer.“ Derzeit werde überlegt, ob man die Stelle nachbesetze und entsprechende Fördergelder beantrage.

Zu Wolfgang Billes Aufgaben gehörten das Projekt „Blumenampel“ („Werne blüht auf“), die Aufsicht der Mitarbeiter im Rahmen der Sozialen Teilhabe - ein Projekt, in dem Menschen durch etwa Säuberungsarbeiten der Stadt wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden sollten - und das Leerstandsmanagement.

Dass die Stelle nun wegfalle, sei nach Angaben der Stadt nicht problematisch. „Das Projekt ‚Soziale Teilhabe‘ ist beendet, sodass es da keine Aufgaben gibt“, sagt Carolin Brautlecht. Der Bereich Leerstandsmanagement ist nun auf die Wirtschaftsförderung übergegangen.

„Die Aufgaben sind in dem Sinne umgesetzt worden“

Insgesamt sei die Stadt mit der geleisteten Arbeit des Quartiersmanagers zufrieden, teilte Carolin Brautlecht mit: „Die Aufgaben sind in dem Sinne umgesetzt worden.“

Auch die Aufgabe des Ansprechpartners ist auf die Wirtschaftsförderung übergegangen: Für das Quartiersmanagement war Ende September 2018 ein Büro in der Steinstraße eingerichtet worden, um zum einen von Bürgern besser wahrgenommen zu werden und zum anderen, um als Anlaufstelle für Anliegen und Ideen zu dienen.

Nun könnten sich Bürger bei Anregungen und Ideen bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Werne melden, so Carolin Brautlecht. Erreichbar ist die Wirtschaftsförderung der Stadt Werne unter der Rufnummer 02389/71555.

Für das Projekt Quartiersmanager waren für den Zeitraum 2017 bis 2021 160.000 Euro veranschlagt worden, die zu 70 Prozent vom Land getragen werden. - Eva-Maria Spiller

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