Stadtmuseum Werne

Das Stadtmuseum ist wieder geöffnet: Einige Neuerungen, aber wenige Besucher

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Das Stadtmuseum hat wieder geöffnet. Im Eingangsbereich steht nun Desinfektionsmittel bereit. Außerdem müssen sich die Besucher auf einer Liste eintragen, um eventuelle Infektionsketten nachverfolgen zu können.

Das Werner Stadtmuseum begrüßt seit dem 12. Mai wieder Besucher. Besonders für die Kleinen gibt es viel zu sehen. Bislang ist es jedoch still im Museum. 

Rund acht Wochen lang war das Stadtmuseum geschlossen. In der Zeit der coronabedingten Zwangsschließung wurde viel geputzt und gewerkelt. Am Dienstag (12. Mai) hat das Museum wieder geöffnet. Maximal zehn Besucher können nach den aktuellen Richtlinien gleichzeitig die Räumlichkeiten erkunden. Tatsächlich waren am ersten Tag lediglich fünf Besucher über den ganzen Tag verteilt im Museum.

Damit hat die Leiterin Dr. Constanze Döhrer aber gerechnet. „Die Corona-Langeweile ist nicht mehr ganz so groß, jetzt wo die Geschäfte und viele andere Einrichtungen wieder geöffnet haben. Ich habe mir schon gedacht, dass uns nicht sofort die Tür eingerannt wird“, so Döhrer. Es müsse sich erst einmal herumsprechen, dass das Stadtmuseum wieder Besucher empfängt. Außerdem sei das Wochenende ohnehin deutlich besucherstärker als ein Tag mitten in der Woche. 

Museumsbesuch mit Mundschutz in Werne

Damit das Museum wieder öffnen konnte, musste es einige Auflagen erfüllen: So müssen Besucher sich nun am Eingang die Hände desinfizieren, in geschlossenen Räumen einen Mundschutz tragen und ihre Kontaktdaten angeben. Sollte sich herausstellen, dass ein Corona-Infizierter im Museum war, können mithilfe der Kontaktdaten die anderen Museumsbesucher informiert werden, die gleichzeitig vor Ort waren. Nach vier Wochen werden die Daten vernichtet. 

 „Ein Herr war recht unbegeistert darüber, dass wir seine Daten wollten. Daran müssen sich die Leute noch gewöhnen. Nicht nur wir müssen Buch führen“, so Döhrer. Außerdem neu im Museum: Bodenmarkierungen, die den Besucher auf einem Rundweg durch das Haus führen. Zudem gibt es einige neue Angebote für Kinder. 

Viel zu entdecken für die Kleinen ​

Neben Ausmalbildern und einer Anleitung zum Herstellen von Höhlenmalerei-Farben können die Kinder lernen, wie man alte Urkunden „fälscht“. Die Kleinen können auch vor Ort malen - die Materialien werden regelmäßig desinfiziert. Im ersten Stock gibt es ein kleines Museums-Bingo. 

„Wir können die Hygienevorgaben in unserem Haus gut einhalten. Das klappt bei uns vermutlich einfacher als an der Supermarktkasse“, so Döhrer. Der Mindestabstand sei im Museum kein Problem. „Das Museum ist für die Bürger da. Wir freuen uns, dass wir sie wieder hereinlassen dürfen“, so Döhrer. An den kommenden sechs Wochenenden ist das Museum zusätzlich am Samstagvormittag geöffnet.

Keine Kindergeburtstage und Hochzeiten ohne Gäste

Die Museumsmitarbeiterin Eva Berger vermisst die Kindergruppen: „Ohne die Kinder ist es so still hier. Sonst hatten wir etwa fünf Gruppen in der Woche im Haus. Dazu kamen noch Geburtstagsfeiern.“ Auch die Senioren, die gemütlich einen Kaffee getrunken und geplauscht haben, blieben aktuell noch Zuhause. 

Stattfinden dürfen im Trauzimmer, der Westfälischen Stube, aber neuerdings wieder Hochzeiten mit Gästen. „Wir hatten in den letzten Wochen eine Handvoll Geisterhochzeiten, zu denen nur das Hochzeitspaar kommen durfte“, berichtet Berger. Nun tüfteln die Mitarbeiter, wie sie die Tische am besten rücken können, um eine Hochzeit im kleinen Kreise zu ermöglichen. Acht bis zehn Personen sollen dann in den Raum passen. 

Viel los war in den letzten Wochen außerdem im Keller: Dort wurde abgestaubt und ausgemistet, was das Zeug hielt. „Der Staub im Schaukasten mit den Dinosauriern war schon fast prähistorisch. Irgendwie auch authentisch“, witzelt Berger. Die Exponate wurden übersichtlicher sortiert. Der Bürgerraum indes wird modernisiert. In Kürze wird dort eine neue Ausstellung präsentiert. „Es wird viel moderner und digitaler“, verspricht Berger. -Sylva Witzig

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