Werne legt Grundstein für die neue Wiehagenschule

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Grundschüler mauern eine Zeitkapsel mit der Einladungskarte, beiden Werner Tageszeitungen, der Jubiläumsschrift zum 100-Jährigen und ein selbst gestaltetes Info-Heft der Drittklässler ein.

Werne - Vor knapp fünf Monaten war der erste Spatenstich für die neue Wiehagenschule gesetzt worden, am Freitagmittag nun folgte die Grundsteinlegung.  Zu dem Festakt an der Stockumer Straße waren bei Sonnenschein und Eiseskälte mehr als 100 Gäste gekommen.

Das passte so gerade noch: Einladungskarte, beide Werner Tageszeitungen, Jubiläumsschrift zum 100-Jährigen, selbst gestaltetes Info-Heft der Drittklässler – dies alles und obendrein jeweils ein Exemplar der Euro-Geldmünzen steckten in der Zeitkapsel, die am Freitagmittag in den Neubau der Wiehagenschule eingemauert wurde. Mehr als 100 Schüler, Lehrer, Eltern sowie Vertreter von Politik, Verwaltung und der am Bau beteiligten Firmen gestalteten oder verfolgten die feierliche Grundsteinlegung. 

An der Stockumer Straße, auf dem Gelände der früheren Weihbachschule, entsteht bekanntlich ein neues Gebäude für die Wiehagen-Grundschule. Die platzt am bestehenden Standort an der Horster Straße aus allen Nähten; das Wienbredegebäude muss bereits aus Ausweichquartier herhalten. Ausgeschrieben seien bereits Leistungen im Wert von 6,7 Millionen Euro, sagte Bürgermeister Lothar Christ. Insgesamt werden zehn Millionen Euro investiert. Im Frühjahr kommenden Jahres soll das Gebäude bezugsfertig sein. Die Rohbauer haben noch bis zu den Sommerferien zu tun. 

Die Schule hatte sich einiges einfallen lassen, um es den Gästen bei frostigen Temperaturen warm ums Herz werden zu lassen. Zunächst sang der Chor die schuleigene Guten-Morgen-Melodie. Später gab es das zur 100-Jahr-Feier 2011 komponierte Schullied zu hören, das für den Anlass noch einmal umgedichtet worden war.

Binnen zehn Jahren 30 Mio. Euro für Bildung 

Stellvertretend für die aktuell 15 Klassen waren jeweils ein Mädchen und ein Junge beim Festakt mit dabei. Kinder aus jedem Jahrgang formulierten, warum sie sich auf die neue Schule freuen: etwa, weil man bei Regen nicht mehr über den Schulhof gehen muss, wenn man die Toilette aufsuchen möchte, hieß es von den Jüngsten. Die Zweitklässler, die aktuell in der Wienbredeschule unterrichtet werden, begrüßen, das künftig wieder „alle auf eine Schule“ gehen. Bürgermeister Christ veranschaulichte den Schülern, dass ihnen künftig deutlich mehr Platz zum Lernen gegeben werde: Im Altbau seien es 1 920 Quadratmeter Nutzfläche, im Neubau würden es 3 674. „Wir bauen eine gute Wiehagenschule“, lautete seine Botschaft.

Christ sprach zudem den Neubau des Schulzentrums an, die verschiedenen Anbauten an die Uhland- sowie an die Kardinal-von-Galen-Schule und die Baumaßnahmen am städtischen Anne-Frank-Gymnasium. Insgesamt werde Werne zwischen 2010 und 2020 fast 30 Millionen Euro in die Bildung investiert haben. „Das kann sich sehen und hören lassen.“ Zudem könne man auch stolz auf die Arbeit sein, die in den Schulen stattfinde.

Verschiedenen Lernhäusern und Räumen zur Differenzierung

Schulleiterin Klaudia Funk-Bögershausen bedankte sich beim Schulträger für die „große Chance“, dass man aktiv an den Neubauplanungen habe mitwirken dürfen. Architekt Prof. Klaus Legner vom Büro „h4a“ mit Hauptsitz Stuttgart wiederum sah in der Stadt und in der Schule ideale Projektpartner zur baulichen Umsetzung eines neuen pädagogischen Ansatzes mit verschiedenen Lernhäusern und Räumen zur Differenzierung. „Sie werden eine Schule beziehen, die Freude macht und ihre Funktion erfüllt.“

Doch wer auch immer dereinst die Zeitkapsel aus dem dann wohl entbehrlichen Schulgebäude in die Hände bekommt: Er hat viel zu tun, sie zu leeren und die vielen Unterlagen zu durchforsten. Vor allem am Info-Heft der Drittklässler dürfte er indes seine helle Freude haben. Die Schüler haben unter anderem aufgeschrieben, wie ihr Schulalltag heutzutage aussieht – und vielleicht auch, dass man erst über den Schulhof muss, wenn man mal muss.

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