Zum Weltklimastreiktag

Klima-Kundgebung steigt Ende September auf dem Werner Marktplatz

Andreas Drohmann (l.) und Jörg Höll gehören zu den Organisatoren der Klima-Kundgebung am 25. September 2020 auf dem Werner Marktplatz.
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Andreas Drohmann (l.) und Jörg Höll gehören zu den Organisatoren der Klima-Kundgebung am 25. September 2020 auf dem Werner Marktplatz.

Zum Weltklimastreiktag am 25. September hoffen die Organisatoren einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Werne auf viele Mitstreiter - trotz erschwerter Bedingungen.

Werne - Der Werner Marktplatz wird Ende September erneut Schauplatz einer Kundgebung. Nachdem jüngst am Mittwoch (16. September) die Anwohner des Neubaugebiets Baaken mit Trillerpfeifen ihren Unmut zum Ausdruck gebracht haben, könnte die Veranstaltung am Freitag (25. September) wohl noch eine Nummer größer ausfallen - trotz begrenzter Raumkapazitäten.

Denn zum Weltklimastreiktag will die Klimainitiative „Natürlich! Werne“ gemeinsam mit den People for Future ab 15 Uhr auf das Thema Klimawandel aufmerksam machen. Einmal mehr - denn schon im vergangenen Jahr gab es eine solche Kundgebung. Damals zogen gut 550 Menschen mit Plakaten durch die Lippestadt.

Dass es 2020 nicht ganz so spektakulär werden dürfte, darüber sind sich die Mitorganisatoren Jörg Höll und Andreas Drohmann durchaus im Klaren.

Klimaschützer: „Die Zeit des Planens ist vorbei“​

„Wir müssen natürlich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bleiben. Die Pandemie erfordert besondere Maßnahmen inklusive Hygienekonzept“, so Drohmann. Konkret bedeutet das: Auf dem Marktplatz wird es einen abgesperrten Bereich von etwa 20 mal 30 Metern geben. Bis zu 50 Teilnehmer sind erlaubt.

Feste Markierungen zeigen an, wer wo zu stehen hat. Und erst sobald die Teilnehmer ihren Platz eingenommen haben, dürfen sie ihren Mundschutz abnehmen. Etwa zehn Redner aus Politik, Kirche und verschiedenen Organisationen werden erwartet. Trotz der begrenzten Kapazitäten hofft Drohmann, dass die Aktion auch in diesem Jahr Früchte trägt. Die Auflage im vergangenen Jahr habe sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, dass Werne inzwischen einen eigenen Klimaschutzmanager hat.

„Und jetzt geht es uns darum, dass etwas Konkretes passiert. Die Zeit des Planens ist vorbei“, sagt Drohmann. Er und seine Mitstreiter haben verschiedene Maßnahmen im Sinn, um die CO2-Emmission zu verringern. Ganz oben auf der Liste steht das Thema Photovoltaik. „Wir müssen den Logistikunternehmen da ein bisschen mehr auf die Füße treten, damit sie mitziehen. Und Energiegenossenschaften mit Bürgern wären sicherlich auch eine gute Möglichkeit“, so Drohmann.

Wernes neuer Klimaschutzmanager hatte erst im Sommer seine Arbeit in der Lippestadt aufgenommen - und gab nun in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr am Mittwoch (16. September) eine Wasserstandmeldung in Sachen Klimaschutzkonzept. Demnach seien bislang unter anderem Netzwerkarbeit mit anderen Kommunen erfolgt und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen konzipiert worden. Derzeit würden die bisherigen „klimarelevanten Aktivitäten der Stadtverwaltung“ erfasst. In den nächsten 15 Monaten wolle man verstärkt auch auf die Bürgerbeteiligung in Form von Themenworkshops setzen. - von Felix Püschner

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