Werne hat jetzt eine Tiertafel - Erste Ausgabe am 20. September

+
Erfahren viel Unterstützung: (v.l.) Swen Kottlenga (2. Vorsitzender), Fabian Cramer (Schatzmeister) und Stefanie Weinrich, Vorsitzende der Tiertafel Werne – hier im Futterlager.

Werne - In Werne hat sich eine Tiertafel gegründet. Der Verein will Menschen mit niedrigem Einkommen durch Ausgabe von Futter und Zubehör dabei unterstützen, dass ihre Hunde, Katzen, Nager und Ziervögel bis Monatsende versorgt sind.

„Wenn wir Menschen helfen, helfen wir auch den Tieren“, sagt Vorsitzende Stefanie Weinrich. Tieren, die eine große Bedeutung für ihre Besitzer hätten. 

Mitte Juli wurde der Verein aus der Taufe gehoben. „Unsere größte Sorge war, dass wir beim ersten Ausgabe-Termin nicht ausreichend Futter haben“, sagt Weinrich. Doch damit ist mittlerweile kaum mehr zu rechnen. So haben Unterstützer bereits viele Nahrungsmittel für Hund & Co. abgegeben und überdies Zubehör wie Katzenklos und Fressnäpfe. Viele weitere Spenden sind aber noch nötig.

Internetseite freigeschaltet

Die Verantwortlichen gehen äußerst engagiert zu Werke. Im Vorstand gibt’s Experten für Tierschutz, Controlling – und etwa auch für die Öffentlichkeitsarbeit. So ist noch vorm ersten Ausgabetermin am 20. September eine professionell gestaltete Internet-Seite freigeschaltet worden, auf der etwa auch ein Antrag auf Mitgliedschaft heruntergeladen werden kann. Vereinsaufkleber sind erhältlich, werbewirksame Verlosungsaktionen geplant. 

Vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt ist die Tiertafel bereits. „Sobald wir vom Amtsgericht die Registernummer erhalten, können wir auch ein Konto eröffnen und darüber Spenden entgegennehmen“, sagt Weinrich.

Suche nach fester Bleibe 

Geld fließe zudem über die Mitgliedsbeiträge von jährlich 18 Euro in die Kasse, und das sei nötig, damit der Verein auch selbst kostengünstiges und gleichwohl hochwertiges Futter einkaufen und weitergeben könne. Vorteil für die Tiere: Sie müssen sich nicht so oft umstellen. Weinrich und ihre Vorstandskollegen gehen von zunächst maximal 50 Bedürftigen in Werne aus – Menschen, die Hartz IV bekommen oder Grundsicherung und bei knappem Budget Haustiere halten. 

Die Annahme resultiert aus einer Umfrage. „Ich war bei der Menschen-Tafel und habe dortrund 60 Kunden angesprochen, ob sie Tiere haben“, so Weinrich. Ergebnis: „Jeder Fünfte sagte ja.“ Und nicht nur das: Viele hätten die Tiertafel-Idee super gefunden und spontan geäußert, dass sie dann mehr Geld für Tierarzt-Besuche zurücklegen könnten. Weinrich: „Das ist ganz in unserem Sinne.“

Die Spenden lagert der Verein zurzeit in zwei Privat-Garagen. Zur Vereinfachung der Logistik wünscht man sich auf Dauer eine feste Bleibe mit Ausgabestelle und Depot an einem Ort. Aktuell werde noch ein Regalsystem gesucht. Unterstützer könnten sich melden.

Uns so funktioniert‘s:

- Spenden: In zehn Geschäften hat die Tiertafel Spendendosen aufgestellt. Eine größere Box für Futter- und Sachspenden gibt es im „Fressnapf“. Annahme auch beim zweiten Vorsitzenden Swen Kottlenga (4UMEDIA, Kamener Straße 6, Mi. 15 bis 18 Uhr und Do. 11 bis 13 Uhr) und bei der Tierschutz-Beauftragten Sonja Elberfeld (Brachtstraße 69, Mo. bis Sa. von 11 bis 18 Uhr)

- Kunden: Es gibt drei Registrierungstermine: 9., 16. und 23. August von 15 bis 17 Uhr, Kamener Straße 6. Die Tierhalter werden gebeten, Ausweis und Leistungsbescheid mitzubringen.

- Ausgabe: Jeden dritten Mittwoch im Monat von 15 bis 18 Uhr an der Kamener Straße 6. Pro Haushalt gibt’s Futter für bis zu drei Tiere, je nach Tier und Größe maximal 3,5 Kilo. Die Kunden entrichten – je nach Tier und Größe – einen kleinen Obolus zwischen 50 Cent und zwei Euro.

- Kontakt: Stefanie Weinrich, Tel. 4 02 77 27 und 0151/12 44 37 77, E-Mail an info@tiertafel-werne.de

www.tiertafel-werne.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare