Veranstaltung

Fest der Künste und Kulturen in Werne soll über die Stadtgrenze hinaus wirken

Hubertus Waterhues und David Ruschenbaum von Werne Marketing organisieren das Fest der Künste und Kulturen. Darko Vukovic, Inhaber der Kneipe Hahnenbalken, stellt unter anderem einen Bierwagen zur Verfügung
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Hubertus Waterhues (links) und David Ruschenbaum (rechts) von Werne Marketing organisieren das Fest der Künste und Kulturen. Darko Vukovic, Inhaber der Kneipe Hahnenbalken, stellt unter anderem einen Bierwagen zur Verfügung

Moonlight Shopping, Konzerte, Kabarett und Lesungen auf dem Kirchhof - das „Fest der Künste und Kulturen“ in Werne steht bevor. Hier gibt‘s das Programm.

Werne - Aufgrund der Corona-Krisensituation mussten die Werner lange Zeit auf Veranstaltungen verzichten. Das soll jetzt endlich ein Ende nehmen: Am Freitag, 24. September und am Samstag, 25. September, findet das „Fest der Künste und Kulturen“ statt. „Wir wollten schon lange wieder außerhalb der normalen Öffnungszeiten Aktionen machen. Das konnte wegen Corona alles nicht stattfinden. Jetzt haben wir die Möglichkeit“, freut sich Hubertus Waterhues, Ideengeber und Mitorganisator der Veranstaltung.

Die Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen: Am Samstag von 18 bis 22 Uhr wird es ein ,Moonlight Shopping‘ geben. „Die allermeisten Geschäfte werden sich daran beteiligen und freuen sich“, sagt Waterhues.

„Kunstweg“ mit Fotos in den Werner Schaufenstern zu sehen

Daneben können die Anwesenden unterschiedliche musikalische Beiträge, Lesungen, Hörspiele und viele weitere Programmpunkte auf dem Kirchhof verfolgen. Sie haben zudem die Möglichkeit, den Kunstweg mit Fotografien in Schaufenstern der Innenstadt zu entdecken. Der Cateringservice Klimecki wird sich unter anderem um die kulinarische Verpflegung kümmern.

Ein 3G-Nachweis wird für die Veranstaltung nicht benötigt, da die Grenze von 2.500 Menschen nicht überschritten werde. Die Organisationen garantieren allerdings entsprechende Hygienestandards.

Hubertus Waterhues hat die Idee des Fests der Künste und Kulturen ins Leben gerufen. Kurz nach der Flutkatastrophe habe er Bilder von überschwemmten Buchhandlungen im Fernsehen gesehen. „Da war nix mehr außer einer Ruine“, sagt er.

Da er den Betroffenen nicht aktiv vor Ort helfen konnte, habe er sich vorgenommen, sie mithilfe einer kleinen Lesung auf Spendenbasis finanziell zu unterstützen. „Aus dieser anfänglichen ganz kleinen Idee ist jetzt ein eineinhalbtägiges Festival geworden“, so Waterhues.

Kein Eintrittspreis - aber Spenden für Hochwassergeschädigte

Der Kerngedanke sei identisch geblieben. Ein allgemeiner Eintrittspreis wird für die Veranstaltung nicht erhoben. Dafür bittet Waterhues um weitreichende Spenden für hochwassergeschädigte Kulturschaffende. „Ich hoffe auf eine leise Spendenaktion, also dass wir keine Münzen bekommen“, sagt er. Das gesammelte Geld werde im Anschluss über das Sozialwerk des deutschen Buchhandels an stark betroffene Buchhandlungen verteilt.

„Jetzt kommt der Knaller: Alle Künstler verzichten auf ihre Gage“, so Waterhues. Stattdessen bekommen sie ein Handgeld, welches von den Organisatoren und der Volksbank Kamen-Werne übernommen wird. Auf diese Weise könne garantiert werden, dass die Kosten für die Veranstaltung und die Spenden „absolut sauber getrennt“ werden.

Miteinander als Zeichen der Veranstaltung in Werne

Die Veranstaltung erfolgt unter dem Motto „Neustart: Miteinander - Füreinander“, wobei das „Miteinander“ in diesem Kontext von besonderer Bedeutung für Hubertus Waterhues ist. Inzwischen stelle er nämlich eine Verrohung des gesellschaftlichen Umgangs fest. „Warum können wir nicht auf Augenhöhe miteinander reden? Warum können wir nicht unterschiedliche Positionen ertragen? Wo kommt dieser Hass her“, fragt er sich.

Waterhues hofft, dass das Miteinander „als Zeichen dieser Veranstaltung über die Gäste dann in unsere Gemeinschaft als Stadt Werne und darüber hinaus weitergetragen werden kann“. (Charlotte Schuster)

Das Programm im Detail

  • Freitag (24. September): 17.30 Uhr Eröffnung mit Musik von Michael Gick (Saxofon), 18 Uhr Parforcehornbläser Drensteinfurt von Dagmar Wensing, 18.45 Uhr Lesung von Magnus See und Christian Huppert mit musikalischer Jazz-Begleitung von Claudius Reimann, 20.15 Uhr Konzert (Folk) von Klabauter sowie Konzert (Instrumentaler Rock) von Nasca Space Fox.
  • Samstag (25. September): 13.15 Uhr Musik von Bettina von Kolbeck, 14 Uhr Live-Hörspiel mit Musik von Pia Lüddecke und Ernest, 14.45 Uhr Kunstweg inklusive Versteigerung mit musikalischer Begleitung von Michael Gick, 16 Uhr Kabarett von den Kaktusblüten, 17 Uhr Gottesdienst St. Christophorus, 19 Uhr Konzert (Neo-Western-Folk) von More Barn und Konzert (Indie-Rock) von Mune
  • Kinderprogramm des Stadtmuseums: Freitag (24. September) um 20 Uhr: Taschenlampenführung; Samstag (25. September) von 15-17 Uhr: Alte Spiele

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