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Ende der Erdbeer-Saison: NRW-Trend spiegelt sich in Werne nicht wider

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Die Erdbeer-Saison ist auch in Werne vorbei. Beim Hof Schulze Twenhöven zieht man ein positives Fazit.
Die Erdbeer-Saison ist auch in Werne vorbei. Beim Hof Schulze Twenhöven zieht man ein positives Fazit. © Tobias Larisch

Die Erdbeer-Saison ist auch in Werne vorbei. Beim Hof Schulze Twenhöven zieht man ein positives Fazit - obwohl die Erntemenge und die Anbaufläche in NRW insgesamt zurückgehen.

Werne - In Teilen Deutschlands gibt es auch jetzt noch Erdbeeren zu kaufen. Auch an Marktständen oder in bestimmten Geschäften. Doch in NRW und auch beim Hof Schulze Twenhöven in Werne ist die Saison generell schon länger beendet. Laut einer Statistik von IT.NRW handelt es in diesem Jahr um die „niedrigste Erdbeerernte der letzten zehn Jahre“. Doch das Fazit von Rita Schulze Twenhöven für ihren Hof ist deutlich positiver.

Ende der Erdbeer-Saison: NRW-Trend spiegelt sich in Werne nicht wider

Bereits Ende Juni sei die Erdbeer-Saison zu Ende gewesen, erklärt Schulze Twenhöven. Das habe daran gelegen, dass man die frühen Sorten bereits Anfang Mai angebaut habe. Gut fünf Wochen habe es am Hof an der Wesseler Straße Erdbeeren gegeben.

„Dann merken wir, dass der Appetit gestillt ist. Viele haben dann Erdbeeren gegessen, eingefroren oder Marmelade daraus gemacht.“ Ihr Fazit: „Das Angebot wurde sehr gut angenommen.“

Kinder sollen Erdbeer-Herkunft kennen

Dabei merke sie einen Unterschied bei den Verkaufswegen. „Am Stand kaufen eher die Stammkunden. Am Wochenende gehen viele neue Kunden als Familie auf dem Feld selbst pflücken.“ Besonders für Kinder sei das wichtig, denn: „Sie sollen wissen, wo die Erdbeeren herkommen.“

In NRW lag die Erntemenge laut IT.NRW in diesem Jahr bei 25.817 Tonnen. Das sind 14,6 Prozent weniger als im Vorjahr (30.233). 13,1 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr wurden im Freiland und sogar 17,9 Prozent Erdbeeren unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen geerntet.

Für den Hof Schulze Twenhöven kann sie das aber nicht bestätigen. „Bei uns ist es wie in den vergangenen Jahren gut gelaufen.“ Dass es eine geringere Ernte gibt, würde laut der NRW-Statistik vor allem an dem Rückgang der Anbauflächen liegen.

Lag diese in 2021 noch bei 2071 Hektar, ging sie in diesem Jahr um 13,3 Prozent auf 1795 Hektar zurück. 2012 waren es noch 2810 Hektar. Rita Schulze Twenhöven kann diese Entwicklung für ihren Hof nicht bestätigen.

Mal liege die Anbaufläche bei einem Hektar, mal bei 1,3. „Wir bauen ja nur im kleinen Rahmen an.“ Merklich kleiner sei die Anbaufläche in den vergangenen Jahren aber nicht geworden.

Wetter hat keinen Einfluss

Auch wettertechnisch sei es gut gelaufen. „Wir hatten keine Eisheiligen. Es ist nichts erfroren.“ Und auch die Hitze in den vergangenen Wochen habe keine negativen Auswirkungen gehabt.

Denn Mitte Juni wurden bereits die Erdbeeren für das kommende Jahr angebaut. „Wir können unsere Felder gut bewässern. Wir haben keine Probleme wegen der Hitze.“

Auch die Spargel-Saison ist seit ein paar Wochen zu Ende. Claudia Bleckmann vom Hof Bleckmann fasste diese Ende Juni so zusammen: „Wir bewegen uns jetzt wieder auf dem Niveau von 2018 oder 2019.“ Während in den vergangenen beiden Jahren mehr Spargel gekauft worden wäre, sei die Nachfrage in diesem Jahr wieder zurückgegangen.

- von Tobias Larisch

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